| Das Storchenjahr 2010
Als es bei uns am 6. März nochmals so richtig winterlich
wurde und ganz Oberschwaben unter einer Schneedecke versank, waren schon
viele unserer Adebare aus dem Süden zurückgekehrt. Manche verzogen
sich gleich wieder angesichts des unwirtlichen Wetters in mildere Gefilde
(vermutlich an den Bodensee), andere aber harrten auch geduldig an ihrem
Brutort aus und fanden in Gräben oder an Bachufern immer noch etwas
zu futtern.
Als es dann wirklich Frühling wurde, waren fast alle Horste sehr
schnell besetzt. Teilweise gab es heftige Streitereien. Die Brut hat
zwar in den meisten Nestern schon begonnen, doch sind immer noch Störche
unterwegs – überwiegend Halbstarke -, die an den Horsten Kämpfe
anzetteln, welche bisher jedoch erfreulicherweise glimpflich abgelaufen
sind.
Kein trautes Zusammensein gibt es diesmal für unser ältestes
Storchenpaar: Der nun 31-jährige Storchenmann in Riedlingen auf
dem Rathaus hat nach 21-jähriger Ehe sein jetzt 36-jähriges
Weibchen verlassen und ist nach Ertingen, wo er schon 1982 einmal brütete,
zu einer Jüngeren umgezogen! Das alte Weibchen, zunächst von
einem blutjungen Storch aus Oggelshausen beglückt, wurde Anfang
April von ihrem angestammten Horst vertrieben (siehe Riedlingen).
Es gibt in diesem Jahr wieder einige neue Brutorte, wir hoffen auf eine
gute Brutsaison.
Juni: Viele Storchenfreunde, nicht zuletzt auch wir Betreuer,
hatten im kalten und nassen Mai große Angst um die Storchenbrut.
Denn zahlreiche Junge waren schon geschlüpft. Ganz entgegen der
düsteren Erwartungen blieb das große Desaster jedoch aus.
Ein großer Teil der Jungen hat die dreiwöchig andauernde Kältewelle
erstaunlich gut überstanden. In vielen Horsten tummelten sich Anfang
Mai drei oder vier Junge, und die meisten Familien waren am Ende dieser
Kälteperiode noch komplett. Hier zeigt sich mal wieder, dass das
Wetter (von Unwettern abgesehen) in den ersten Aufzuchtwochen, wenn die
Jungen noch von den Altstörchen geschützt werden können,
nicht die entscheidende Rolle spielt. Auch sind Störche nicht auf
frühe Mahd der Wiesen angewiesen (Ausnahme: artenarme, hoch- und
dichtwüchsige Wiesen). Denn die Wiesen standen diesmal bis Ende
Mai, waren aber auch oft nicht so wüchsig wie sonst. Werden Wiesen
nicht überdüngt und zu dichtwüchsig, so bieten sie den
Störchen auch im ungemähten Zustand Nahrung. Auf gemähten
Wiesen können dagegen in der ersten Zeit nach der Mahd lediglich
Regenwürmer gefunden werden und dies auch nur, wenn es nicht allzu
trocken ist. Wichtig sind bei schlechtem Wetter allerdings horstnahe
Nahrungsgebiete, und wo diese fehlten, sind die Jungen in ihrer Entwicklung
deutlich zurückgeblieben. Stark unterernährt waren vor allem
die Nesthäkchen, und in einigen dieser Horste starben sie dann auch
gegen Ende Mai, als es nochmals regnerisch und kalt wurde. Insgesamt
sah es jedoch – von einigen Problemhorsten abgesehen – bis
Anfang Juni ganz gut aus.
Juli: Die Jungen, die Mitte Juni schon 5-6 Wochen alt
waren, überstanden dann auch die Schafskälte, die am 16. Juni
mit nächtlichen Temperaturen von nur 5°C und viel Regen einsetzte,
einigermaßen gut. Nicht aber diejenigen, die als Nachzügler
später geschlüpft waren. Die Jungstörche von Bichtlingen,
Föhrenried, Krauchenwies, Waldbeuren und Wilhelmsdorf erwischte
es gerade in ihrer kritischsten Zeit, wenn das Deckgefieder noch nicht
vollständig ausgebildet ist, das Flaumgefieder aber schon dünn
wird, und sie schon zu groß sind, um von den Eltern noch geschützt
zu werden. Sie starben kurz vor ihrer Beringung.
Das Storchenjahr 2009
Der lange, schneereiche Winter
ist vorbei (hoffen wir´s
jedenfalls), in den Wäldern blühen die kleinen bunten Schönheiten
wie Lerchensporn, Blaustern und Gelbstern, mancherorts verströmt
der Bärlauch seinen Duft.
Auch unsere Frühlingsboten, die Störche, sind von ihrer Reise
in den Süden zurückgekehrt und klappern eifrig auf ihren Horsten.
Die Nester werden hergerichtet und frisch ausgepolstert, überall
bereitet man sich auf die nächste Brutsaison vor, und in manchen
Horsten sitzt man bereits auf einem Gelege.
Mitte Mai: Die meisten Jungen
sind geschlüpft. Doch
wurden einige Horste recht spät besetzt, und so gibt es noch ein
paar Nachzügler. Die zum Teil sehr heftigen Unwetter der letzten
Zeit wurden in den meisten Horsten einigermaßen gut überstanden,
da die Jungen meist noch klein waren und gut geschützt werden konnten.
Einige Verluste gab es allerdings. Die meisten Ausfälle und Totalverluste
gab es bei einem Gewittersturm mit Hagelschlag am 26. Mai, bei dem mancherorts
auch viele Bäume entwurzelt wurden und wegen eines umgestürzten
Baumes bei Niederbiegen (in der Nähe von Weingarten) sogar ein Zug
entgleist ist.
Es ist jedoch meistens nicht das Wetter, das
unseren Störchen den Garaus macht, sondern der Nahrungsmangel. Die Situation
könnte sich in den nächtsten Jahren noch deutlich verschärfen,
da mit einem massiven Sterben der Milch produzierenden Höfe zu rechnen
ist und wohl viele Landwirte auf die Biogas-Produktion umsteigen werden.
Das Storchenjahr 2008
Auch wenn der Frühling etwas zögerlich Einzug
hält, unsere Störche sind wieder da. Und in den meisten Horsten
wird schon gebrütet.
Wie im letzten Jahr so schaute sich auch in diesem Frühjahr mancher
Storch in einem anderen Nest um, und einige noch nicht "Alteingesessene"
wechselten nach den letztjährigen schlechten Erfahrungen den Horst.
Hoffen wir dieses Jahr auf eine bessere Storchen-Saison.
Juni: Bisher sieht es tatsächlich nicht schlecht aus in den Horsten.
Fast in allen Nestern sind zumindest einige Junge durchgekommen, und
es gibt sogar mehrere Horste, in denen sich vier Junge tummeln und jetzt
bereits eifrig ihre Flugmuskulatur üben. Auch wurden wieder einige
neue Horste besetzt, wobei die Störche in den meisten dieser neu
besetzten Orte auch noch in diesem Jahr brüteten.
Auch bei den Störchen steigt nun wieder die Reiselust.
Die meisten Jungstörche sind inzwischen von ihren Horsten ausgeflogen,
manche brachten mehr schlecht als recht ihren Jungfernflug hinter sich
oder erlitten gar einen gehörigen Schrecken bei einer Bruchlandung.
Doch wurde keiner der Flugneulinge ernsthaft verletzt (vermutlich mit
Ausnahme eines der Fleischwangener Jungstörche, der möglicherweise
von einem Fuchs gerissen wurde), und so können bald alle ihre Reise
in den Süden antreten.
Das Storchenjahr 2007
Ob es an diesem etwas ungewöhnlichen Frühjahr
mit seinem wunderschönen, aber auch ziemlich heftigen Frühling
liegt, oder aber auch die schlechten Erfahrungen der letzten Saison dafür
mitverantwortlich sind: In der oberschwäbischen Storchenwelt geht
es dieses Jahr zum Teil "drunter und drüber". In vielen
Horsten wechselten die Partner, vor allem viele Weibchen suchten sich
einen neuen Horst. Manche konnten sich lange Zeit überhaupt nicht
entscheiden, welchen Ort oder welchen Partner sie wählen sollten – und
der mancherorts noch verbreitete Glaube an die Treue der Störche
wurde in diesem Frühjahr endgültig erschüttert. Werfen
Sie auf dieser Homepage einen Blick auf das Geschehen in den einzelnen
Nestern und Sie werden manch Erstaunliches erfahren.
Mittlerweile haben sich die Turbulenzen etwas gelegt und das "oberschwäbische
Roulette" scheint sich seinem Ende zu nähern. In den meisten
Horsten wird gebrütet. Doch ist bei der derzeit hohen Storchendichte
in Oberschwaben zu erwarten, dass die Kämpfe noch nicht ausgestanden
sind. Man darf gespannt sein, wie es weitergeht.
Juni: Zunächst ließ sich
das Storchenjahr 2007 recht gut an. In vielen Nestern wurde gebrütet
und es schlüpften Junge. Doch dann machte ein Wettereinbruch an
Pfingsten viele Hoffnungen auf einen Schlag zunichte. Zwei Tage Dauerregen
verbunden mit einem Temperatursturz von etwa 20 °C sowie einem
eiskalten, heftigen Wind verursachte den Tod vieler Jungstörche
in Oberschwaben. Das Jungstorch-Sterben war ein Schock für viele,
und mancherorts – insbesondere dort, wo das Horst-Geschehen per
Webcam direkt im Internet verfolgt werden kann – schlagen die
Wellen hoch. Auch werden Forderungen nach helfendem Eingreifen laut.
Wir haben jedoch durchaus gute Gründe, warum wir dies nicht tun:
Die Zeiten, als die Weißstorchpopulation in Baden-Württemberg
nur noch wenige Paare umfasste, sind vorbei. Oberschwaben weist derzeit
eine höhere Storchdichte auf als in den 1940er Jahren. Die Population
kann solche Verluste, wie sie dieses Jahr auftraten, problemlos ausgleichen.
Voraussetzung ist allerdings, dass wir den Störchen eine gute Lebensgrundlage
in Form ausreichender Nahrungsgebiete zur Verfügung stellen. Ein
Eingreifen ins Brutgeschehen kann aus naturschutzfachlichen Gründen
nicht gerechtfertigt werden. Störche sind Wildtiere, keine Haustiere.
Auch ist die Freude über den vermeintlichen Bruterfolg kurzsichtig,
denn der Schutz der Weißstörche kann nur nachhaltig sein,
wenn auf Lange Sicht ihre Lebens- und Nahrungsräume erhalten und
gesichert werden. Als Storchenbeauftragte kann ich es durchaus nachvollziehen,
dass man manchmal schnell helfen möchte, leben doch die Weißstörche
mitten unter uns und wir bekommen die Dramen aus nächster Nähe
mit. Ganz im Gegensatz zum Brutgeschehen anderer Vögel, die das
katastrophale Pfingstwetter genauso mitgenommen hat. So sind durch die
ungünstigen Witterungsbedingungen auch sehr viele Singvogeljunge
umgekommen.
Auch sind viele Vorschläge, die gemacht werden, wenig durchdacht.
Ein zeitweises Aushorsten der Jungen kann zwar gutgehen, doch ist es
schon vorgekommen, dass die Altstörche den Horst kurze Zeit nach
Verschwinden der Jungen verließen und nicht mehr wiederkehrten.
Eine zeitweise Aushorstung von Jungen regelmäßig während
der Brutzeit zugefütterter Altstörche ist dabei sicher weniger
problematisch als eine Aushorstung von Jungen völlig wilder Störche.
Außerdem: ab welcher Regenmenge, Regendauer, Windgeschwindigkeit
würde dann ausgehorstet? Denn die meisten Schlechtwetterperioden
werden von vielen Jungstörchen problemlos überstanden. Nur
schlecht genährte oder mangelhaft von den Eltern umsorgte Jungstörche
fallen ihnen zum Opfer.
Völlig verfehlt erscheint mir das Anfahren der Horste mit einer
Wärmflasche bei Regen. Der hudernde Altstorch ist die Wärmflasche
für die Kleinen. Fährt man den Horst an, verlässt der
Altstorch das Nest, und es kann durchaus passieren, dass er die Störung
mit längerer Abwesenheit quittiert. Das heißt, entfernt sich
der Mensch mit der Wärmflasche vom Horst, sind die Jungen eine Zeitlang
schutzlos dem Regen und der Kälte ausgeliefert, was ihren Tod bedeuten
kann.
Nicht umsonst sind solchen Störungen und Eingriffe in das Brutgeschehen
streng geschützter Arten, zu denen der Weißstorch zählt,
im bundesweiten Artenschutzrecht auch per Gesetz untersagt (§ 42
Bundesnaturschutzgesetz).
Ein neuer Vorschlag, der in den vergangenen Wochen immer wieder zu hören
war, ist der Einbau eine Heizspirale in den Nestboden. Ganz abgesehen
davon, dass sich die Wärme kaum regulieren ließe, können
sich in der feuchten Wärme Ungeziefer und Krankheitskeime ungehemmt
entwickeln.
Auch vom Zufüttern sollte man unbedingt absehen: Eine Fütterung
macht Störche abhängig und verändert ihr Nahrungssuchverhalten.
Wenn Sie den Störchen wirklich helfen wollen, sprechen Sie Ihre
Gemeinde an und fordern Sie die Vergrößerung und Verbesserung
von Nahrungsgebieten; bitten Sie benachbarte oder befreundete Landwirte,
auf eine Ausweitung des Maisanbaus zu verzichten und einen Teil ihres
Grünlands weniger intensiv zu bewirtschaften, Wiesen nur abschnittsweise
und nicht auf einmal abzumähen und einen Balkenmäher zu verwenden,
um beim Mähen möglichst viele Insekten am Leben zu erhalten.
Wenn der Landstrich für eine Storchenbrut geeignet ist, dass heißt
wenn ausreichende Feuchtgebiete vorhanden sind, gute Aufwinde herrschen
und die Lage klimatisch insgesamt günstig ist, werden es Ihnen die
Störche mit reichlich Nachwuchs danken.
Ute Reinhard, Weißstorchbeauftragte des
Regierungspräsidiums Tübingen

Das Storchenjahr 2006
Adebar, der Frühlingsbote, hat es in diesem
Frühjahr bestimmt nicht leicht mit der Überbringung seiner
Botschaft; wo es doch manchem dünkt, es würde anbetrachts verschneiter
Wälder und Felder eher passen, einen Nikolausstiefel vor die Tür
zu stellen als Ostereier zu suchen.
Wie in den letzten Jahren, so kamen jedoch auch diesmal die ersten Störche
schon Ende Februar und Anfang März zu ihren Bruthorsten, wo sie
dann allerdings oft nur wenige Tage blieben, um für einige Zeit
wieder in freundlichere, schneefreie Regionen abzuziehen. In Denkingen – schneereicher
als beispielsweise das Pfrunger Ried, jedoch nah am Bodensee gelegen – zogen
die Störche nach jeweils mehrtägigem Aufenthalt sogar dreimal
wieder ab bis sie dann Mitte März endgültig an ihrem Horst
blieben.
Ab Ende März ließen sich viele Paare jedoch kaum noch vom
kalten Wetter beeindrucken, sie paarten sich und legten Eier. Anfang
April kam es dann schon des öfteren vor, dass ein in stoischer Ruhe
brütender Storch – genauso eingeschneit wie seine Umgebung
- kaum noch in seinem Nest auszumachen war. Jedoch nicht nur der nicht
enden wollende Winter machte den Adebaren zu schaffen, manchmal mussten
sie auch mit Artgenossen erbittert um ihren Horst kämpfen und nicht
immer hatten sie dabei Erfolg. Man darf gespannt sein, wie diese Brutsaison
weitergeht.
Ende Mai /Anfang Juni hatten die Störche erstmal eine schwere Zeit
zu überstehen. Als die scheußliche Kälte und der teils
heftige Regen nicht enden wollten, dachte man schon, dass sich dieses
Jahr, was den Bruterfolg der Störche anbelangt, zum „Katastrophenjahr“ entwickeln
würde.
Die Verluste in den einzelnen Horsten waren
jedoch völlig unterschiedlich. Sehen wir einmal von Isny und Wangen
ab, die natürlich mit den heftigsten Frösten und Unwettern zu
kämpfen hatten und deshalb Totalverluste erlitten, so haben in unmittelbar
benachbarten Horsten Oberschwabens die Jungen der einen Horste die Zeit
gut überstanden (hier gibt es drei oder sogar vier Junge) wärend
es in den anderen Nestern Totalausfälle gab. Insgesamt aber – darf
man jedoch feststellen – dass es, gemessen an den Witterungs-Voraussetzungen,
erfreulicherweise mit dem Bruterfolg gar nicht so schlecht aussieht.
Erfreulicherweise gibt es dieses Mal keine Meldungen über
Stromschlagopfer unter den oberschwäbischen Jungstörchen auf
ihrem ersten Zug oder in den Überwinterungsgebieten.

Das Storchenjahr 2005
Der lange, schneereiche Winter hat die Rückkehr
unserer Weißstörche in Oberschwaben etwas verzögert. An
einigen Horsten wurden jedoch schon Anfang März – also noch
vor dem letzten heftigen Schneefall – die ersten Störche gesichtet.
Diese zogen jedoch meist wieder ab zu einem letzten Kurzurlaub vor dem
Brutgeschaft, vermutlich in schneefreie Regionen am Bodensee, um dann gegen
Mitte März endgültig ihre Horste zu beziehen.
Mittlerweile sind fast alle Störche aus ihren Winterquartieren zurückgekehrt
und haben nahezu alle Horste des Vorjahres belegt. Erfreuliche Neuigkeiten gibt
es vom Federsee, wo sich in diesem Frühjahr erstmals wieder seit längerer
Zeit vier (!) Storchenpaare eingefunden haben. Auch in anderen Orten haben sich
in diesem Jahr "neue" Störche niedergelassen. Die Brut
hat in vielen Nestern schon begonnen.
Immer wieder werden wir von interessierten Bürgern gefragt, was denn aus
den Jungen geworden ist, die im Horst ihrer Gemeinde aufgezogen worden sind.
Es werden deshalb ab jetzt auf dieser Internet-Seite die bei der Vogelwarte eingegangenen
Meldungen, soweit sie oberschwäbische Störche betreffen, zusammengestellt.
Diese Liste soll künftig jährlich ergänzt werden. Vielleicht ist
auch ein Storch Ihrer Gemeinde darunter? Jetzt können Sie nachschauen, ob
er eventuell während des Zugs in Spanien oder Frankreich gesichtet wurde
oder ob sein Brutort bekannt ist. Leider gibt es auch die eine oder andere unerfreuliche
Meldung über einen verunglückten Storch darunter, denn Freileitungen
stellen immer noch eine große Gefahr für unsere Störche auf ihrem
ersten Zug in den Süden dar.

Das Storchenjahr 2004
Auch wenn der Frühling in diesem Jahr
nur stotternd Einzug hielt, die Störche als Frühlingsboten
beeindruckt das wenig. Die oberschwäbischen Adebare sind alle
aus ihren Winterquartieren zurückgekehrt; als letztes wurde am
5. April das Ummendorfer Nest belegt. Dem Kindersegen in Oberschwaben
steht also nichts mehr im Wege.
Wo sich dieselben Partner wie letztes Jahr zusammengefunden haben, wurde
auch schon recht früh mit der Brut begonnen. Wo man sich erst kennenlernen
musste und anfängliches Sich-Anzischen allmählich in trauliches
Turteln überging, dauerte es etwas länger, bis die ersten Eier
im Nest lagen.

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