Die Störche Oberschwabens



Efrizweiler



2012: Unsere beiden Unberingten, die sich letztes Jahr erstmals in Efrizweiler in einem Obstbaumgarten niederließen und ein Junges aufzogen, sind nach Efrizweiler zurückgekehrt. Allerdings bezogen sie nicht das Nest am Haus am Wald, sondern einen Horst, der ebenfalls auf einem Mast am selben Hang etwas weiter südlich aufgestellt wurde. Der Mast ist höher und der Horst freier anzufliegen. Seit Ende März brüten sie.

2011: In Efrizweiler bei Friedrichshafen wurde ein neuer Horst in einem Obstgarten am Hang unterhalb des Waldes aufgestellt, der auch sogleich von einem Storchenpaar angenommen wurde. Die beiden Adebare sind unberingt, weshalb man über ihre Herkunft oder ihr Alter nichts berichten kann. Sie fingen etwa Mitte April zu brüten an und brachten einen kleinen Storch zur Welt.
Die Beringung konnte aus Gründen schlechter Zugänglichkeit  nicht rechtzeitig bewerkstelligt werden, weshalb dieser Jungstorch einer der wenigen Weißstörche in Baden-Württemberg sein wird, die unberingt ausgeflogen sind. 
Wenige Tage nach seinem Jungfernflug, zu dem er nach Angaben der Anwohner am 26. Juli aufbrach, geschah ihm ein kleines Malheur, an dem wir Menschen mal wieder nicht unschuldig sind  (siehe auch Scheer, Markdorf Hepbach-Leimbacher-Ried, Einhart): Eine Schnur hatte sich an seinem Schnabel verfangen. Zu unserer Erleichterung wurde er das Utensil nach einem Tag jedoch wieder los, denn einen flugfähigen Storch einzufangen ist fast ein Ding der Unmöglichkeit. Jetzt kann er wieder unbehindert Würmer und Mäuse fangen und sich kleine Fettpölsterchen für den bevorstehenden Zug zulegen. Die Störche am See fliegen nämlich sicher bald los, und da will er natürlich dabei sein.








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