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Die Störche Oberschwabens |
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Markdorf Hepbacher-Leimbacher Ried
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| 2012: Auch im Hepbacher-Leimbacher Ried brüten dieselben Störche wie in den Jahren zuvor. Ganz entgegen ihrer Tradition sind sie dieses Jahr damit allerdings etwas früher dran, so dass ihre Jungen etwa zeitgleich mit den Jungen am Eisweiher schlüpfen werden. 2011: Im Hepbacher-Leimbacher Ried bleibt alles beim Alten, die Brutstörche sind dieselben wie in den Jahren zuvor. Sie beginnen immer etwas später mit der Brut als die Eisweiher-Störche, und so war es auch dieses Jahr. Als Brutbeginn wurden die letzten Märztage festgestellt. Juni: Ende April/Anfang Mai schlüpften drei Junge im Horst des Hepbacher-Leimbacher Rieds. Bei einer Horstbeobachtung am 10. Mai wurde ich dann Zeuge des folgenden Geschehens: Einer der beiden älteren Jungstörche hatte eine lange, zerfledderte Schnur zur Hälfte verschluckt, die andere Hälfte hing ihm aus dem Schnabel. Als ihm klar wurde, dass er den Rest nicht mehr hinunterschlingen konnte, versuchte er, das Ding wieder herauszuwürgen, was ihm jedoch nicht gelang. Sein Vater stand daneben und nahm von dem Vorgang keinerlei Notiz. Ich versuchte verzweifelt, ein Unternehmen mit einer Hebebühne zu erreichen, ohne Erfolg. Schließlich fand ein Wechsel der Altstörche statt, und die Mutter bemerkte das Gewürge des Zöglings. Sie zog an der Schnur, bekam das im Magen verschwundene Ende jedoch beim ersten Versuch nur teilweise heraus. Nach einer geraumen Weile machte sie einen zweiten Versuch, und diesmal klappte es. Das Ende kam zum Vorschein, und sie warf die gesamte Schnur über den Nestrand, mir fiel ein Klotz vom Herzen. Anfang August: Bei der letzten Beobachtung am 6. Juli war der Horst im Hepbacher-Leimbacher-Ried leer. Der Jungstorch war flügge geworden. Demnächst wird er seine Eltern verlassen, sich anderen Jungstörchen aus der Bodenseeregion anschließen und seine erste Reise in den Süden antreten. 2010: Im Hepbacher-Leimbacher Ried hat sich wie am Eisweiher in der "Personalbesetzung" nichts geändert. Wie im vorigen Jahr lassen sich der Schweizer und die Bayerin etwas mehr Zeit mit der Brut als die Eisweiher-Störche. Etwa eine Woche später um die Monatswende März/April saßen aber auch sie auf einem Gelege. Juni: Entsprechend etwas später als am Eisweiher,
in den ersten Maitagen, schlüpften die Jungen. Wie am Eisweiher
wurden es vier an der Zahl. Noch am 9. Mai wurden bei einer Fütterung
vier Köpfchen
gezählt. Bei einer Kontrolle am 19. Mai waren es allerdings dann
nur noch drei; das Nesthäkchen hatte das unwirtliche Wetter nicht überstanden.
Die Beringung ist auf den 4. Juni angesetzt. Mal sehen, ob sie sich wieder
als solche schwergewichtigen Brummer erweisen wie letztes Jahr und was
sich dieses Mal an Unrat im Nest findet. Die nahe Müllkippe soll
nämlich inzwischen abgedeckt worden sein. Juli: Der überlebende Jungstorch im Hepbach-Leimbacher Ried entwickelte sich nun doch ziemlich schnell. Obwohl ca. 1 Woche später aus dem Ei geschlüpft als seine Artgenossen am Eisweiher, traute er sich früher als die Eisweiher Jungstörche vom ziemlich hohen Horst. Schon Ende Juni war er zusammen mit seinen Eltern bei der Nahrungssuche auf den Riedwiesen zu sehen. Jetzt nochmal ordentlich futtern, und bald im August geht's los auf die große Reise. 2009: In Hepbacher-Leimbacher Ried kann man wieder
das deutsch-schweizerische Paar beobachten, dass auch in den letzten
drei Jahren hier gebrütet
hat. Sie sind mit dem Brutgeschäft diesmal etwas später dran
als die eiligen Eisweiher-Störche, aber auch sie sitzen seit Ende
März auf den Eiern. Juli: Am Abend des 9. Juni wurde der Horst im Ried angefahren
und die drei Jungstörche beringt. Die Hepbach-Leimbacher "Pizza-Störche" – die
nahe Müllkippe wird nach wie vor von den Altstörchen als Nahrungslieferant
genutzt – brachten ein Rekordgewicht auf die Waage: der Größte
wog fast 3,7 kg! Ob's an der abendlichen Stunde lag oder an der
allzu menschlichen Ernährung, man gebärdete sich bei der Prozedur
ganz schön aggressiv und hackte fleißig um sich. 2008: Im Hepbacher-Leimbacher-Ried
hat das selbe Paar wie 2007 den Horst belegt. Das Brutgeschäft
begannen sie nahezu zeitgleich mit den Störchen am Eisweiher. Juli: Ohne weitere Zwischenfälle wurden die beiden Hepbacher-Leimbacher-Riedstörche am 6. Juli flügge. Wie auch die anderen Markdorfer Jungstörche wird auch sie bald die Unruhe packen; sie werden sich von ihren Eltern, vom Ried und vom Bodensee verabschieden und sich auf in den sonnigen Süden bzw. Südwesten machen. 2007: Im Hepbacher-Leimbacher-Ried brütet das selbe Paar wie 2006. Seit Anfang April sitzen das nun vierjährige Schweizer Männchen und das gleichaltrige Weibchen aus Niederbayern abwechselnd auf einem Gelege. Juni: Anfang Mai schlüpften die Jungstörche im Hepbacher-Leimbacher-Ried. Es waren insgesamt zwei Küken. Obwohl nahezu gleichzeitig geschlüpft, blieb - ähnlich wie im letzten Jahr - einer der beiden in der Entwicklung gegenüber dem anderen stark zurück. Schließlich fraß er kaum noch, wenn die Eltern Futter brachten, sondern lehnte sich nur noch ziemlich apathisch an sein viel größeres Nestgeschwister; vermutlich waren die Nahrungsbrocken, die man brachte, für den Kleinen zu groß. Er starb dann auch bald, und zwar ziemlich sicher schon vor den Pfingsttagen. Das größere Geschwister, nun allein im Nest, konnte nun den ganzen Schutz seiner Eltern für sich in Anspruch nehmen, weshalb der Jungstorch auch das schreckliche Pfingstwetter schadlos überstand. Am 6. Juni konnte er beringt werden und brachte mehr als 3 kg auf die Waage. Am 5. Juli, also im Alter von ca. 9 Wochen, verließ der Hepbacher-Leimbacher Jungstorch – einziger verbliebener Jungstorch der drei Markdorfer Horste – erstmals das Nest. Zusammen mit seinen Eltern futtert er sich nun am reichhaltigen Büffet der Riedwiesen ausreichend Reserven an, um seinen ersten anstrengenden Zug nach Spanien oder auch Afrika gut zu überstehen. 2006: Auch im Hepbacher-Leimbacher-Ried gab es
nach dem letztjährigen
Brutverlust dieses Frühjahr einen Wechsel. Wie im letzten Jahr handelt
es sich allerdings wieder um eine deutsch-schweizer Partnerschaft. Juni: Auch im Hepbach-Leimbacher-Ried scheint diesmal alles in bester Ordnung. Zwei Jungstörche sind kurz vor Mitte Mai geschlüpft und die Beiden haben das schlechte Wetter gut überstanden. Sie wurden wie die drei Jungen vom Eisweiher am 16. Juni beringt. Die Wägung, die jedesmal bei der Beringung vorgenommen wird, zeigte wie auch der Zustand des Gefieders, dass die beiden Jungen im Hepbacher-Leimbacher-Ried völlig unterschiedlich entwickelt waren. Während das Ältere der beiden Jungen zweidreiviertel Kilogramm auf die Waage brachte und sein Gefieder für sein Alter bereits sehr gut ausgebildet war, wog das Jüngere keine zwei Kilogramm und sein Federkleid war deutlich unterentwickelt. Der Schlupfabstand von mehreren Tagen (möglicherweise einer ganzen Woche) verschaffte dem Älteren einen klaren Vorteil bei der Aufnahme des von den Eltern ausgewürgten Futters, so dass sich sein Vorsprung immer weiter vergrößerte. Der Kleine wurde 7 Wochen alt (ein Alter, in dem die kritische Nestlingszeit eigentlich überstanden ist – es sei denn, der Jungstorch fällt aus dem Nest oder wird bei Flugübungen vom Nest geweht), dann wurde er vermisst. Jetzt fand ihn Herr Beer vom BUND Markdorf durch Zufall tot im Teichschlamm des Gewanns Hutwiesen unterhalb des Nestes, er musste ihn aus dem Schlamm ausgraben. Der Ältere der beiden Jungstörche ist seit einiger Zeit flügge und seit Ende Juli nicht mehr am Horst zu sehen. Ob er schon weggezogen ist? 2005: Im Hepbacher-Leimbacher-Ried
ist wieder ein Storchenpaar anwesend. Das Weibchen ist dreijährig
und stammt aus Wiesbaden-Schierstein, der Ring des Männchens konnte
noch nicht abgelesen werden. Bei der letzten Beobachtung am 12. April
gingen die Beiden noch gemeinsam auf Nahrungssuche und paarten sich mehrmals
auf dem Horst. Mit dem Brutgeschäft wurde also noch nicht begonnen,
doch stehen die Chancen gut, dass das Paar hier bleiben wird. 2004: Der Horst im Hepbacher-Leimbacher-Ried,
aus welchem letztes Jahr die Jungstörche von einem Marder geholt
wurden, ist bisher verwaist. Vielleicht klappt es aber doch noch mit einer
Brut: am 21. April wurden zwei unberingte Störche auf dem Nest beobachtet. 2003: Von den sechs
im Naturschutzgebiet aufgestellten Baum- und Pfahlhorsten wurde ein Horst
in diesem Jahr wieder besetzt, es ist das selbe Baumnest wie im letzten
Jahr. Ende Februar trafen hier zwei Störche ein: das elsässische
Männchen, das schon 2002 hier brütete und ein Schweizer Weibchen,
das letztes Jahr den Horst in Isny besetzte. Von 4 geschlüpften Jungen haben 3 überlebt, Alter derzeit (Mitte Juli 2002) ca. 9 Wochen.
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