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Die Störche Oberschwabens |
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Markdorfer Eisweiher
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| 2012: Die Störche am Markdorfer Eisweiher sind wieder die Altbekannten. Mit der Eiablage begannen sie nur wenige Tage später als im letzten Jahr, und so werden die ersten Storchenküken noch vor Ende April schlüpfen. 2011: Die Störche des Eisweiher-Horstes – der nun sechsjährige Tüfinger und die unberingte Dame – haben wieder am Bodensee den Winter verbracht. Das Weibchen legte ihre ersten Eier wie in den Jahren zuvor wieder sehr früh, und um den 20. März wurde mit dem Brutgeschäft begonnen. Ob sie so viele Junge aufziehen werden wie letztes Jahr? Juni: Vier Junge schlüpften wieder am Eisweiher, und zwar zwischen dem 20. und 25. April. Das Nesthäkchen starb allerdings nach wenigen Wochen. Die übrigen drei erwiesen sich bei der Beringung als relativ gut genährt (leichtes Untergewicht), sie wogen zwischen 2,5 und 3,1 Kilogramm. Sehr an unserem Besuch interessiert zeigten sich dieses Mal die Heckrinder, und da sie gerade Junge hatten, war uns beim Anblick ihrer imposanten Hörner nicht ganz wohl in unserer Haut. Zum Glück galt ihr Interesse jedoch mehr der Hebebühne als den Menschen, sodass wir nach getaner Arbeit die Weide unversehrt wieder verlassen konnten. Anfang August: Ende Juni/Anfang Juli wurden die Markdorfer Jungstörche am Eisweiher flügge. Reichlich Zeit also zur Vervollständigung der Flugkünste und zum Erlernen der Selbständigkeit. Für einen der Störche endete das junge Leben jedoch jäh an einem Mittelspannungsmast auf den Wiesen vor Markdorf. Am 24. Juli wurde er tot unter dem Strommast gefunden. Seine beiden Geschwister lockt bald der sonnige Süden, und dann werden sie Eisweiher-Ried und Bodensee den Rücken kehren. Ihre Eltern aber werden den Winter wieder in Salem am Affenberg verbringen. 2010: Unsere beiden Bodensee-Überwinterer am Eisweiher haben wieder recht früh ihren Horst belegt und wie letztes Jahr früh mit der Brut begonnen. Mit den ersten geschlüpften Jungen ist noch im April zu rechnen. Juni: Vier Junge pellten sich Ende April nacheinander aus den Eiern im Eisweiher Horst. Kälte und Nässe in den ersten drei Maiwochen, am Bodensee etwas abgemildert, konnten ihnen nur wenig anhaben, und so konnten alle vier am 28. Mai beringt werden. Sie wogen zwischen 2 und 2,6 kg, waren also trotz großer Geschwisterzahl einigermaßen gut im Futter. Hoffen wir, dass sie auch die nächsten beiden Wochen noch gut überstehen. Dann ist ihr Gefieder so gut entwickelt, dass ihnen Regen und Kälte nichts mehr anhaben können. Aktuellste Horstkontrolle am 4. Juni: Alle vier Junge leben noch. Juli: Erfreuliche Nachricht vom Eisweiher: Das Jungstorch-Quartett hat schadlos die kritische Nestlingszeit hinter sich gebracht. Von den Altstörchen sind sie kaum noch zu unterscheiden. Zwar wird immer noch auf dem Horst gelegentlich von den Eltern gefüttert, doch beherrschen mittlerweile alle vier das Fliegen, und so steht dem baldigen Zug in den Süden nichts mehr im Wege. 2009: Beide Brutstörche
des Markdorfer Eisweihers haben sich nun endgültig als Überwinterer
herausgestellt, denn sie wurden diesen Winter immer wieder zusammen
im Ried gesehen und stellten sich auch am Affenberg im
Winter zur Fütterung ein. 2008: Am Eisweiher
hat sich - vermutlich, denn die Störchin
ist unberingt und somit nicht eindeutig identifizierbar - wieder das
Paar vom letzten Jahr eingefunden. Mit der Brut wurde gegen Ende März
begonnen. Juli: Mitte Juli trauten sich die Jungstörche dann erstmals vom Nest, wobei der Jungfernflug des Ältesten erstmal mit einer Bruchlandung im Schilf endete. Er wurde dort eingefangen und zum Affenberg in Pflege gegeben, wo er sich schnell von diesem Schrecken erholte und am 16. Juli flugfähig wieder freigelassen werden konnte. 2007: Das französische Männchen, das letztes Jahr am Eisweiher
brütete und zusammen mit einer unberingten Storchendame drei Junge
aufzog, lag am 18. Juli tot in seinem Horst. Es war beim Auswürgen
einer Wurstpelle, die es sich offensichtlich auf einer Müllkippe
bzw. einer Müllumladestation geholt hatte, erstickt. Die Jungen
waren glücklicherweise schon im Ausflugsalter, so dass das Weibchen
sie allein durchbrachte. Juni: Wenige Tage später war es jedoch soweit. Nach und nach pellten sich drei Storchküken aus den Eiern. Das Nesthäkchen starb in seiner zweiten Lebenswoche. Die beiden anderen wurden am 20. Mai noch lebend gesehen, den nasskalten Pfingstmontag überstanden sie jedoch leider nicht, denn am darauffolgenden Dienstag regte sich nichts mehr im Nest. Dass eines der drei Jungen schon recht früh starb und auch die beiden anderen bereits nach einem einzigen Schlechtwettertag tot waren, hängt vermutlich auch mit der Unerfahrenheit zumindest eines der Altstörche zusammen. Bei Beobachtungen fiel ein gewisses "Freizeitverhalten" der Altstörche auf: anstatt Futter zu suchen, hielt sich der zweite Storch gelegentlich längere Zeit zusammen mit dem hudernden Elternteil am Nest auf. 2006: Die beiden letztjährigen Brutstörche des Markdorfer Eisweihers sind nicht an ihren Horst zurückgekehrt. Mitte März erschienen zwei Störche, einer von ihnen mit der Nummer A 2492 stammte vermutlich aus dem Badener Raum. Ende März gab es dann nochmals einen Wechsel: A 2492 war verschwunden, stattdessen belegte ein Franzose (P 7372) zusammen mit einem unberingten Partner das Nest. Die Beiden brüten seit Anfang April. Juni: Endlich wieder Nachwuchs in Markdorf – und
dies in beiden Horsten: am Eisweiher und im Hepbach-Leimbacher-Ried. Die drei Jungstörche am Markdorfer Eisweiher sind wohlauf und fliegen mittlerweile. Doch gibt es auch eine schlechte Nachricht vom Eisweiher: Der in Frankreich gebürtige Elternstorch lebt nicht mehr. Er erstickte kläglich beim Auswürgen einer Plastik-Wurstpelle, die er anscheinend auf einer Biomüll-Umladestation als vermeintliche Nahrung aufgenommen hatte. Dies ist nun schon der dritte verunglückte Altstorch im Raum Oberschwaben in diesem Jahr (ein verunglückter Altstorch auch in Zußdorf und in Zogenweiler) und in Markdorf zum wiederholten Mal ein Storchentod, der durch Müll verursacht wurde. 2005: Am Markdorfer
Eisweiher haben sich alte Bekannte eingefunden. Der Unberingte und die
Elsässerin, im letzten Jahr regelmäßig hier zu beobachten,
sind auch dieses Frühjahr wieder da. Ob es diesmal mit einer Brut
klappt? Zumindest sah es bei der letzten Kontrolle am 12. April sehr danach
aus. 2004: Am Markdorfer
Eisweiher hat es wieder einen Wechsel gegeben. Anfang März kam hier
ein unberingter Storch an, der sich später bei der Begattung als
Männchen zu erkennen gab und also nicht der unberingte Vogel vom
letzten Jahr ist (dieser war ein Weibchen). Er blieb lange alleine. Erst
Anfang April gesellte sich ihm eine Störchin hinzu, die einen Straßburger
Ring trägt und bisher in Oberschwaben als Brutvogel unbekannt ist.
2003: Ende März
ist es endlich gelungen, den Ring des leicht hinkenden Männchens
(dasselbe wie letztes Jahr) abzulesen. Mit der Ringnummer kann nun die
Identität des Storchs bei der Vogelwarte Radolfzell festgestellt
werden. |