Die Störche Oberschwabens



Zogenweiler


Zogenweiler

Seit 2009: Keine neuen Beobachtungen zu verzeichnen.

2008: Zogenweiler mit seinen vielen Äckern ist nicht gerade ein idealer Brutort für Weißstörche. Bei schlechtem Wetter, wenn die Störche nicht ins Schussental fliegen können, gibt es hier kaum etwas zu futtern. Das haben wohl nun auch die Störche eingesehen. Denn der Horst ist derzeit unbesetzt.

Juni: Nichts Neues aus Zogenweiler. Auch im späten Frühjahr haben sich keine Störche in Zogenweiler eingefunden.

2007: Erst Mitte April wurde der Zogenweiler Horst bezogen. Am 14. April waren zeitweise sechs Störche in Zogenweiler zu sehen, zwei davon blieben. Es sind der zweijährige Storch A4500 aus Salem, der in den Tagen zuvor schon in Wilhemsdorf, dann in Hasenweiler und Zußdorf sein Glück versuchte, sowie eine unberingte Störchin, die möglicherweise schon letztes Jahr in Zogenweiler gebrütet hat.
Einer der beiden unberingten Zogenweiler Brutstörche kam ja letztes Jahr kurz nach dem Schlupf der Jungen um, und so war sein Platz frei.

Die Beiden sind wirklich von der schnellen Truppe: Da man ja schon etwas spät dran war, fackelte man nicht lange, paarte sich und machte sich schon Ende April an das Brutgeschäft.

Juni: Ende Mai schlüpfte das erste Junge. Ob es mehr als ein Junges wurde, kann nicht gesagt werden, denn bei der nächsten Kontrolle am 29. Mai stand der hudernde Storch während einer zweistündigen Beobachtungszeit wegen des Regens und des starken Windes nicht auf, und schon am nächsten Tag wurde von einem Nachbarn berichtet, dass beide Altstörche wieder gemeinsam unterwegs seien. Die oder das Junge(n) war(en) also bereits tot.

2006: Noch ein neuer Horst! Hoch über dem Schussental in Zogenweiler erschienen im April zwei Störche und bauten im Ortszentrum auf einem Niederspannungsmast ein Nest. Etwas zum Leidwesen der direkten Anwohner, muss man sagen, denn der Mast steht in ihrem Garten ("die Himbeeren können wir dieses Jahr wohl vergessen"). Das Paar lebt in "wilder Ehe", denn es trägt keine Ringe....; wir wissen also nichts über Alter und Herkunft der Beiden.
Zwischen Anfang und Mitte Mai fingen sie an zu brüten und mittlerweile sind mindestens zwei Junge geschlüpft (das Nest ist schlecht einsehbar).
Die Auswahl von Niederspannungsmasten zum Horstbau scheint bei den Störchen dieser Gegend gerade groß in Mode zu sein: Mit Zußdorf fing es vor zwei Jahren an, letztes Jahr kam Hasenweiler dazu und dieses Jahr brüten zwei weitere Paare auf solchen Masten: Esenhausen und Zogenweiler. Außerdem begannen Störche kürzlich in Ostrach-Wangen und in Spöck Nistmaterial auf den selben Masttyp aufzubringen, ob hier nächstes Jahr gebrütet wird?


Aber zurück zum Horstgeschehen in Zogenweiler:

Insgesamt schlüpften in Zogenweiler 3 Junge, denen jedoch nur ein kurzes Leben beschert war. Mitte Juli verschwand nämlich einer der Altstörche spurlos – man hat ihn bis heute nicht gefunden -, und da wir nicht rechtzeitig Bescheid erhielten, verhungerten die Jungen, die in diesem Stadium sowohl den ständigen Schutz eines der Altstörche als natürlich auch regelmäßig Nahrung brauchen, und wurden 3 Tage später von einem Milan geholt.
Ob es nächstes Jahr eine Fortsetzung der Weißstorchgeschichte in Zogenweiler gibt, weiß heute noch niemand. Warten wir´s ab.



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