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Die Störche Oberschwabens |
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Emerkingen
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| 2011: Neues Nest und neue Störche in Emerkingen: Auf Initiative von Herrn Bürgermeister Rieger und tatkräftiger Unterstützung der Herren Frölich, Kohlruß und Molde wurde im Winter das alte Nest komplett gegen ein neues ausgetauscht. Zu diesem neuen Nest gesellte sich im März ein neues Storchenpaar das jetzt hoffentlich für zahlreichen neuen Nachwuchs sorgt. Der Storchenmann ist 2005 in Riedhausen beim Pfrunger Ried geschlüpft und brütete die vergangenen Jahre in Bad Schussenried. Das Weibchen war in den vergangenen neun Jahren in Griesingen zuhause und war dort allein, seit das Griesinger Männchen letztes Jahr von einem Motorrad angefahren worden war und dabei umkam. Seit Anfang April wird gebrütet. Juni: Hagel muß nicht immer tödlich sein für junge Storchenfamilien. Völlig ungefährlich ist er, wenn er Kurt mit Vornamen heißt und in seiner Eigenschaft als Kommandant der Munderkinger Feuerwehr jedes Jahr zusammen mit dem Beringer an den Storchennestern im Munderkinger Raum erscheint. So auch dieses Jahr wieder, als am 10. Juni zwei Nestlinge ihre "Kennmarken" ans linke Bein geklickt bekamen. Von den übrigen drei Nestlingen, die am 1. Mai vom nahen Römerturm aus noch zu sehen waren, fehlte jede Spur. Das Duo verließ das erste Mal gegen Mitte Juli das Nest auf dem ehemaligen Molkereikamin. 2010: In Emerkingen läßt der Brutbeginn noch auf sich warten. Ende März konnten auf dem Molkereikamin das letztjährige Weibchen mit einem unberingten Männchen beobachtet werden. Alle Zeichen standen insgesamt auf Brut. Juni: Um den 10. April ließ man sich dann schließlich auch in Emerkingen zur Brut nieder und brachte es nach 32 anstrengenden Bebrütungstagen auf insgesamt vier muntere Storchenküken. Aukust: Aber auch dieses Storchenjahr sollte hier kein gutes Ende nehmen. Fast drei Wochen lang waren die vier Küken im Nest zu beobachten und es deutete nichts auf eine Gefährdung des Nachwuchses hin. Nach etwas mehr als drei Wochen fehlte der erste Nestling und es waren immerhin noch drei Jungstörche bis einen Tag vor der Beringung am 17. Juni im Nest. Am 17. Juni wurde ein Jungstorch frischtot aus dem Nest geborgen und später zur Untersuchung nach Aulendorf zum Tierärztlichen Untersuchungsamt gebracht (die Untersuchungsergebnisse lagen bei der Verfassung dieses Textes noch nicht vor). Die beiden überlebenden Jungstörche wurden beringt und gewogen und waren mit rund 3000 Gramm und 2700 Gramm in insgesamt gutem Zustand. Zwei Tage später, am 19. Juni, waren beide tot. Als Todesursache könnte vielleicht der heftige Regen am 18. Juni eine Rolle gespielt haben. Ganz überzeugend ist diese Erklärung aber nicht, da die beiden Jungstörche augenscheinlich in guter Konstitution waren und aus dem regenempfindlichsten Alter eigentlich raus waren. 2009: Ob es sich
bei dem diesjährigen Emerkinger Brutpaar um
dasselbe Paar wie in den vorangegangenen Jahren handelt kann nicht mit
letzter Sicherheit geklärt werden. Wie an der Ringnummer zu erkennen,
ist das Weibchen jedenfalls dasselbe und besetzt den Emerkinger Horst
sommers wie winters nun schon im sechsten Jahr in Folge. Das unberingte
Männchen ist möglicherweise ein anderer Brutpartner als noch
im vergangenen Jahr - Mitte Februar wurde nämlich ein unberingter
toter Storch im Siedlungsbereich unter einer Stromleitung gefunden.
2008: Einmal Emerkingen – immer Emerkingen, sagte sich das nun im fünften Jahr hier brütende Weibchen und bleibt sogar im Winter da. Seit Ende März brütet sie schon wieder zusammen mit einem unberingten Partner. Am 2. Mai konnten 4 frische Küken auf dem Kaminnest beobachtet werden, 12 Tage später waren es nur noch 2, weitere 6 Tage später saß nur noch ein einziger Nestling im Storchenhorst. Was aus den Küken geworden ist, konnte nicht festgestellt werden. Juni: Nun sollte man annehmen, dass wenigstens dieser Nestling gut in Form wäre, weil er den gefüllten Schlund seiner Eltern ja mit niemandem mehr teilen musste. Bei der Beringung am 30. Mai brachte der Einzelkämpfer jedoch nur leicht- bis untergewichtige 1,8 kg auf die Waage! Juli: Die Altstörche schafften es schließlich doch noch, ihr Einzelkind bis zum ersten Freiflug über die Dächer Emerkingens Mitte Juli durchzufüttern. 2007: In Emerkingen sitzt nun das vierte Jahr dasselbe südbadische Weibchen im Nest. Ihr Partner war, ist und bleibt unberingt. Der letzte Stand der Dinge: Als die Emerkinger ihren Maibaum aufstellten, waren die ersten beiden Storchenküken bereits geschlüpft. Der Rest von der Brut wird im Gegensatz zu ihren älteren Geschwistern im Mai Geburtstag haben. Juni: Zum Schlupfabschluß um den 5. Mai konnten 5(!) propere Küken im Emerkinger Nest beobachtet werden. Die "Fünflinge" hielten bis zum 14. Mai durch, bei der nächsten Kontrolle waren nur noch 3 Nestlinge übrig. In der Nacht zum 28. Mai setzte ein verheerendes
Regenwetter mit kühlem
und starkem Wind ein, das noch fast den ganzen 29. Mai über anhielt
und mehr als 70% aller oberschwäbischen Storchennestlinge das Leben
kostete. Auch der verbliebene dreiköpfige Emerkinger Nachwuchs kam
dabei um. 2006: Nicht nur Emerkingens Bürgermeister Rieger wird es freuen, dass das Nest auf dem Kamin der alten Molke wieder besetzt ist. Wie im letzten Jahr siedelt dort dieselbe beringte Störchin mit einem unberingten Männchen. Juni: Das Paar begann um den 7. April mit der Brut. Am 13. Mai bevölkerten 4 Nestlinge den Emerkinger Horst. Gut zwei Wochen lang konnte der Nachwuchs im Quartett klappern, Ende Mai konnten nur noch 3 Nestlinge beobachtet werden. Am 6. Juni bekam der verbliebene Nachwuchs sein unveränderliches Kennzeichen in Form eines Ringes verabreicht. Die drei Jungstörche wagten am 19.7. das erste Mal einen kurzen Rundflug mit Zwischenstopp an der Bodenstation. 2005: Genau wie 2004
hält das letztjährige beringte Weibchen mit einem ringlosen
Männchen das Emerkinger Nest besetzt. Die beiden stellten sich hier
Mitte März ein und schritten Anfang April zur Brut. 2004: In Emerkingen
hält ein ringloses Männchen und ein beringtes Weibchen das Nest
besetzt. Der Ringstorch brütete letztes Jahr in Schemmerhofen.
Das 2003 in Emerkingen brütende Weibchen sitzt dieses Jahr im Nest
auf dem Munderkinger Rathausdach. Am 14. Mai stellte sich der Bruterfolg auch in Emerkingen in Form von 3 putzmunteren Nestlingen ein. Seit Mitte Juli sind die 3 Jungstörche im Familienverband
in der Umgebung Emerkingens zum Teil schon als Selbstversorger unterwegs. |