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Die Störche Oberschwabens |
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Munderkingen
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| 2011: Seit acht Jahren ist es dasselbe Paar, das in Munderkingen auf dem Rathausdach brütet. Ende März ließ man sich auf dem Gelege in dem runderneuerten Nest nieder, das vor ein paar Wochen von Herrn Merkle unter Mithilfe der Munderkinger Feuerwehr gegen das alte Nest ausgetauscht worden war. Juni: Am 5.5. saßen fünf muntere Munderkinger Storchenküken in der neuen Behausung von denen Anfang Juni noch drei am Leben waren. Das übriggebliebene Trio wurde am 3. Juni beringt. Anfang Juli verließen drei muntere Jungmunderkinger per eigenem Flügelschlag das Nest auf dem Rathausdach um in der Welt nach dem Rechten zu sehen. 2010: Das oberschwäbisch-hohenlohische Storchenduo, das das Munderkinger Rathaus bereits in den vergangenen Jahren sommers wie winters zierte, begann Anfang April mit der Bebrütung des Geleges. Juni: Der Mai macht alles neu. Neue Jungstörche gab´s im Storchennest ab Anfang Mai derer vier. August: Am 8. Juni fand die Beringung statt und sechs Wochen später sah man die Vier das erste Mal am Munderkinger Sommerhimmel. 2009: Seit 2004 brütet dasselbe Storchenpaar auf dem Munderkinger Rathausdach und überwintert dort auch in der Donauaue. Die beiden elf Jahre alten Störche begannen mit dem diesjährigen Brutgeschäft Anfang April und beendeten es Anfang Mai mit dem Schlupf des ersten Jungen, auf das noch drei weitere folgten. Juli: Zum Ausfliegen am 7. Juli kamen allerdings nur drei Jungstörche, das vierte Küken ging im Alter von ca. 20 Tagen verloren. 2008: Feuer und Wasser zum Trotz hält dasselbe Storchenpaar nun im fünften Jahr sein Nest in der Munderkinger City besetzt (Sie: 10-jährig und aus Mengen stammend. Er: 10-jährig und aus dem hohenlohischen Krautheim zwischen Künzelsau und Bad Mergentheim stammend). Gebrütet wird seit Anfang April. Juni: Anfang Mai schlüpften 4 Küken, die allesamt 4 Wochen später beringt werden konnten. Juli: Wie bei anderen diesjährigen 3- bis 4-köpfigen
Gehecken war auch unter den 4 Munderkinger Nachwuchsstörchen ein
Nestling dabei, der zum Zeitpunkt der Beringung viel zu leicht war, so
dass man bangen musste, ob der Nesthaken es überhaupt bis zum Ausflug
schaffen würde.
Mitte Juli konnte sich das Leichtgewicht dann aber doch noch zusammen
mit seinen 3 Geschwistern putzmunter über den Nestrand in die Munderkinger
Lüfte schwingen. 2007: Wie die Jahre zuvor gehört in Munderkingen auch dieses Jahr wieder Klappern zum Geschäft vom Bürgermeister und seinem Verwaltungsteam. Das seit 2004 in derselben Besetzung auf dem Munderkinger Rathausdach brütende Storchenpaar schickt sich an, auch 2007 wieder eine gute Figur zu machen – jedenfalls wird emsig gebrütet. Juni: Nach nunmehr 5 aufeinanderfolgenden, fruchtbaren Jahren mit insgesamt 16 ausfliegenden Jungstörchen wurde dieses Jahr der Munderkinger Storchenstandort, wie so viele andere auch, kalt erwischt: Von den Ende April 4 geschlüpften Küken waren am 26. Mai noch 3 am Leben. In der Nacht zum 28. Mai setzte verheerendes Regenwetter mit kühlem und starkem Wind ein und hielt fast den ganzen 29. Mai über an. Mehr als 70% aller oberschwäbischen Storchennestlinge kamen dabei um, in vielen Nestern war Anfang Juni kein Leben mehr – so auch im Munderkinger Nest. 2006: Reichlich kalte Füße haben sich die auf den Algershofer Wiesen überwinternden Munderkinger Störche geholt. Aber sie haben durchgehalten. Noch bevor das diesjährige Donauhochwasser richtig abgeklungen war wurde im Nest auf dem Rathausdach schon gebrütet. Juni: Aus jedem der 5 Eier schlüpfte Anfang Mai ein Küken von denen aber 3 Tage später schon nur noch 4 übrig waren. Die 4 Nestlinge konnten am 6. Juni beringt werden. Zwei Tage später wurde allerdings das Nesthäkchen tot im Schneefang des Rathauses gefunden. Die drei verbleibenden Geschwister verließen um den 18. Juli das erste Mal ihre Kinderstube. Einer dieser Jungstörche wurde Anfang August in der Nähe des Ehinger Storchennestes am Boden mit einer Flügelverletzung von Herrn Kohlruß (Ehingen) aufgesammelt. Dr. Biegert (Munderkingen) päppelt den angeschlagenen Bruchpiloten in der Hoffnung auf, dass der Jungstorch bis zum Wegzug seiner gleichaltrigen Kollegen wieder flugtauglich ist. 2005: Das Munderkinger
Nest ist mit denselben Protagonisten wie letztes Jahr besetzt. 2004: Munderkingen wird im Storchenvolk als Überwinterungsplatz von Jahr zu Jahr beliebter. Im Januar musste Dr. Biegert dort insgesamt 6 Störche füttern: Einer davon wurde verletzt bei Oberdischingen gefunden, des weiteren waren das Munderkinger und das Uttenweiler Paar zugegen und schließlich kam auch noch das Weibchen dazu, das 2003 in Emerkingen brütete – möglicherweise bereits des Guten zu viel. Am 2.2.2004 wurde das seit drei Jahren in Munderkingen brütende Weibchen tot unter einer Stromleitung gefunden. Da am Fütterungsplatz häufiger Streitigkeiten beobachtet wurden, besteht der Verdacht, dass die Emerkinger Störchin das ortskundige Munderkinger Weibchen in den Tod getrieben hat. Überhaupt scheint der letztjährige Emerkinger Brutstorch aus seinem unsteten Halbstarkenalter nicht recht raus zu kommen. Während er 2002 noch in Langenschemmern brütete, zog er 2003 in das Nest in Emerkingen ein. Seit Ende März 2004 sitzt er nun wie selbstverständlich mit dem langjährigen Munderkinger Storch in dessen Nest auf einem Vierer-Gelege. Als in der Walpurgisnacht die Hexen auf dem Blocksberg tanzten, klapperten auf dem Munderkinger Rathausdach die ersten Jungstorchschnäbel den Takt dazu. Nach dem 1. Mai konnten kurzfristig vier Küken beobachtet werden, seit dem 7. Mai sind es nur noch drei Nestlinge. Anfang Juli verließen die 3 Jungstörche
gesund und munter zusammen das Nest. 2003: Ein Storch beringt,
derselbe wie letztes Jahr. Der andere Storch wie letztes Jahr unberingt.
2002: Wie bereits 2001
brütete auch dieses Jahr wieder das 1998 im hohenlohischen Krautheim
geborene Männchen auf dem Munderkinger Rathausdach. Vielleicht war
seine Partnerin dieselbe wie letztes Jahr - auf jeden Fall war seine Störchin
in beiden Jahren unberingt. |