Die Störche Oberschwabens



Uttenweiler

 


2011: Das zusammen 38 Lenze zählende und schon lange in Uttenweiler beheimatete Storchenpaar machte sich auf dem alten Brauereikamin um den 10. April an das Brutgeschäft.

Juni: Im Mai begann dann auch alles recht vielversprechend, Ende Mai war die Aufzucht der am 16. Mai noch sichtbaren vier Storchenküken schon wieder vorbei. Ist das Uttenweiler Paar so sehr in die Jahre gekommen, dass es nicht mehr weiß, wie man seinen Nachwuchs hegt und pflegt?

2010: Seit 1997 steht der Franzose aus dem Oberelsaß mit der Schweizerin aus Widnau in Uttenweiler auf dem Brauereikamin. Eine nicht gerade fruchtbare Liaison. In 12 Jahren zogen die beiden 17 Jungstörche groß: 1,4 Jungstörche pro Jahr. (In Unlingen waren es in acht Jahren durchschnittlich 3,1 Jungstörche). Vor allem die letzten fünf Jahre waren wenig erfolgreich. In dieser Zeit brachte das Paar gerade mal 2 Jungstörche durch. Ist der Zenit überschritten? Immerhin ist das Weibchen auch schon 19 Jahre alt, das Storchenmännchen zählt auch schon 17 Lenze.

Juni: Mitte April begannen die beiden mit der Brut. Aber auch dieses Jahr sollte daraus nichts werden. Ende Mai standen beide Störche untätig auf dem Nest. Es wurde weder gehudert noch gefüttert.

2009: Das Uttenweiler Paar war auch diesen Winter fortwährend rund ums Nest auf dem Brauereikamin zu beobachten. Die Störchin ist mittlerweile nach den Riedlinger Rathausbrutstörchen mit inzwischen 18 Lenzen der drittälteste Storch in der oberschwäbischen Brutpopulation. Seit dem 10. April wurde gebrütet.
Mitte Mai begannen die Jungen zu schlüpfen. Mittlerweile konnten mindestens drei Nestlinge beobachtet werden.

Juli: Zwei der Nestlinge überlebten das Kükenalter nicht, so dass der übriggebliebene Jungstorch ohne gleichaltrige Gesellschaft aufwachsen musste. Erst als der Juli schon fast herum war, verließ der Einzelstorch sein Kinderzimmer.

2008: Seit mindestens 1997 halten der Franzose und die Schweizerin dem Uttenweiler Horst die Treue. Heuer schritten die beiden um den 10. April zu Brut.

Juni: Nach 2004 hat es in Uttenweiler dieses Jahr endlich mal wieder mit dem Storchennachwuchs geklappt. Das Mitte Mai geschlüpfte Einzelküken konnte nach 4 Wochen beringt werden und alle Zeichen stehen auf erfolgreichen Ausflug dieses Jungstorches.

Juli: Weitere 6 Wochen später verließ der Jungstorch das erste Mal sein Nest. Bleibt zu hoffen, dass die neue Umgehungsstraße keine größeren negativen Auswirkungen auf die Nahrungsgrundlage und allgemein keine größeren Störungen für die Uttenweiler Störche nach sich zieht.

2007: In Uttenweiler selbes Team, selbe Besetzung, selber Ort wie die vorangegangenen Jahre. Bleibt nur zu hoffen, dass die seit Mitte  März begonnene Brut ein anderes Ergebnis als die beiden Jahre zuvor bringt: 2005 und 2006 gingen jeweils sämtliche Küken wenige Tage nach dem Schlupf ein.

Juni: Die Hoffnung hat sich inzwischen zerschlagen. Auch 2007 schaffte es das Brutpaar nicht seine 3 Jungen, die Mitte Mai geschlüpft waren, über die Runde zu bringen. Während Ende Mai um die 70% aller oberschwäbischen Nestlinge aufgrund des schlechten Wetters eingingen, war im Uttenweiler Nest bereits am 18. Mai kein Leben mehr – vorausgegangen war allerdings ebenfalls Starkregen, der in anderen Nester aber keine gravierenden Spuren hinterließ.

2006: Das Storchenpaar in Uttenweiler verbrachte wieder teilweise zusammen mit den Munderkinger Störchen und mit denselben kalten Zehen den langen Winter auf den Algershofer Wiesen. Zurück auf ihrem Nest in Uttenweiler hatten sie Anfang April eine heftige Attacke eines Fremdstorches zu überstehen. Routiniert verteidigten sie ihr zu Hause auf dem alten Brauereikamin, wo sie den restlichen April mit der Bebrütung ihres Gelege verbrachten.
Juni: Mitte Mai war es dann soweit: 3 Küken entschlüpften ihren Einzimmerbehausungen und wollten teilhaben am großen Weltgeschehen. Das meinte es aber gar nicht gut mit dem Nachwuchs. Die Nestlinge hielten wie in Achstetten und in Rottenacker den zu der Zeit herrschenden kühlen Temperaturen und teils andauernden Regenfällen nicht Stand so dass sie alle zusammen leider ihre zweite Lebenswoche nicht erreichten. So blieb der Uttenweiler Brauereikamin wie schon letztes Jahr wieder ohne Nachwuchs.

2005: Das Uttenweiler Nest ist mit denselben Hauptdarstellern wie letztes Jahr besetzt.
Wohlgenährt durch Dr. Biegerts Winterzufütterung, die sich das Paar in Munderkingen oder in Emerkingen abholten, schritten die beiden um den 6. April zur Brut.
Was hoffnungsvoll begann war bald nach dem Schlüpfen des ersten bzw. der ersten Küken auch schon wieder beendet: die Altstörche konnten nach 32 Tagen Brutzeit beim Füttern beobachtet werden. Küken waren, weil frisch geschlüpft und noch zu klein, nicht zu sehen. 2 Tage später war mindestens ein Junges im Nest. Nach 5 Tagen aber war das diesjährige Aufzuchtgeschäft für das Uttenweiler Paar dann schon beendet: Die Altstörche standen untätig auf dem Nest und vom nahen Kirchturm aus konnte nur noch ein kükenloses Nest beobachtet werden.

2004: Nichts Neues in Uttenweiler. Auch in diesem Jahr bereichert das seit 1997 auf dem Brauereikamin nistende Paar wieder das Ortsbild. Das Paar brütet seit Ende der ersten Aprildekade. Bleibt zu hoffen, dass das Baugerüst an den Uttenweiler Kirchtürmen noch eine Weile stehen bleibt – von dort bieten sich hervorragende Beobachtungsbedingungen.
Als die Küken um den 10. Mai schlüpften waren die Zwillingstürme der Uttenweiler Kirche längst gestrichen und das Gerüst abgebaut. Von einem weniger günstigen Beobachtungsort aus konnten 4 (bis 5?) Nestlinge gezählt werden.
Während am 1.6. noch 4 Jungstörche im Nest waren, wurden bei der Beringung am 9.6. nur noch 3 Nestlinge angetroffen werden, der vierte war spurlos verschwunden. Am 17.7. schwangen sich zwei der drei Jungstörche durch die Uttenweiler Lüfte, den dritten Jungstorch dürfte es jetzt kaum noch länger im Nest halten.

2003: Beide Altstörche beringt. Dasselbe Paar wie letztes Jahr.
Nach einem ausgeflogenen Jungstorch 2001 und zwei ausgeflogenen Jungstörchen 2002 brachte es das Uttenweiler Paar 2003 auf drei Jungstörche, die am 4.6.2003 beringt wurden. Am 14.7. standen die 3 Jungen noch auf dem Nest, trainierten aber schon kräftig für den ersten Ausflug.

2002: Das Storchennest auf dem Brauereikamin in Uttenweiler war wieder international besetzt. Hier machte dasselbe Team wie letztes Jahr, ein französisches Männchen und ein Weibchen aus der Schweiz, gemeinsame Sache und schritt, nachdem sie von Herrn Dr. Biegert auf den Munderkinger Wiesen durch den Winter gefüttert worden waren, am 8. April 2002 zur Brut.
Der Schlupf erfolgte am 11. Mai, am 20. Mai waren 3 Jungstörche im Nest. Ein Junges ging während der Aufzucht verloren. Am 12. Juli waren beide Jungstörche noch auf dem Nest.

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