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Die Störche Oberschwabens |
| 2011: In Mengen lässt man sich mal wieder etwas Zeit. Das in Süddeutschland überwinternde Männchen, das nun auch schon nahezu 20 Jährchen auf dem Buckel hat, und seine unberingte Storchendame setzten sich erst Anfang April auf ihre ersten Eier. Hoffen wir, dass dieses Frühjahr nicht so feucht wird, und aus den Eiern diesmal kleine Störche schlüpfen. Juni: Das Wetter war trocken, das Gelege in Ordnung, und aus den Eiern schlüpften Anfang Mai drei kleine Störche. Der kleinste bekam jedoch nicht genug Futter und starb vermutlich in den etwas kälteren Tagen an der Monatswende Mai/Juni. Die Beringung der beiden älteren ist am Dienstag, den 14. Juni geplant, sofern der Regen nachlässt, und die Zimmermänner der Fa. Schwarz gefahrlos auf das Dach des Kirchturms klettern können. Anfang August: Die Beringung konnte wie geplant stattfinden, die Nestlinge erwiesen sich dabei als nur leicht untergewichtig. Noch einen Monat brauchten sie, dann konnten sie fliegen. Im Gegensatz zu ihrem Papa, der den Winter wieder in Mengen bzw. am Bodensee verbringen wird, werden sie sich bald aufmachen zu ihrem ersten großen Abenteuer, der Reise nach Spanien oder gar Westafrika. 2010: In Mengen ist wieder unser altbekanntes
Brutpaar, das 1992 in Riedlingen geborene Männchen und das Weibchen, das keinen Ring
trägt. Juni: Irgendetwas stimmte diesmal nicht. Aus dem Gelege der Mengener Störche will nichts schlüpfen. Die Mengener Störche sitzen nun seit fast acht Wochen auf den Eiern und können es anscheinend einfach nicht glauben. Dass der Kampf im April etwas damit zu tun hat, ist eher fraglich. Denn auf zerbrochenen Eiern würden sich die Störche nicht wochenlang niederlassen. Ein Auskühlen der Eier während der kurzen Zeit des Kampfes ist auch unwahrscheinlich, zumal es zu dieser Zeit nicht so kalt war wie später im Mai. Auch dass sämtliche Eier unbefruchtet sein sollen, ist schwer vorstellbar, denn letztes Jahr schlüpften in Mengen fünf Junge. Nach Expertenmeinung (Tierärztliche Untersuchungsanstalt Aulendorf) sind die Eier in der Nässeperiode im Mai wahrscheinlich verpilzt und abgestorben. Pilze oder toxische Substanzen in den Eiern sind aber nun kaum noch nachweisbar. Juli: Mitte Juni gaben die Mengener Störche endlich auf und verließen ihr Gelege. Mit Sicherheit werden wir das alteingesessene Paar aber nächstes Jahr hier wiedersehen und bestimmt gibt es dann auch wieder kleine Störche im Mengener Nest. 2009: Ende Februar begutachteten die Mengener
Störche – es
sind dieselben wie in den Jahren zuvor – erstmals in diesem Frühjahr
ihre neue Wohnung. Das alte, durch Stürme in Schieflage gebrachte
Nest wurde nämlich samt Nistunterlage grundlegend erneuert. So hieß es
also erstmal, den Horst zur Brut wieder wohnlich einzurichten und gut
zu polstern. Anfang April war es dann aber soweit: Eier wurden gelegt
und man begann mit dem Brutgeschäft. Juli: Am Abend des 16. Juni erhielten die beiden Mengener Jungstörche
im Beisein von Mengener Schülern ihre persönliche Kennzeichnung,
den schwarzen Ring mit der weißen Nummer. Die Aktion ermöglichte
wieder Herr Schwarz zusammen mit einem Mitarbeiter, die uns die Störche
vom hohen Kirchendach holten. 2008: Schon Mitte Februar wurde der bei uns überwinternde Mengener
Brutstorch auf den Wiesen im Gewann Walke bei der Futtersuche beobachtet.
Seine unberingte Gattin erschien in den ersten Märztagen. Juli: Um den 20. Juli hielt es einer der beiden auf dem Kirchturm nicht mehr aus, er wollte den Wind unter seinen Schwingen spüren. Er wagte den Sprung vom Nest und los ging´s zu den ersten Runden um den Kirchturm. Mittlerweile ist die gesamte Familie unterwegs auf den Wiesen an der Donau, denn ein Pölsterchen für den kräftezehrenden Flug in den Süden kann ja nicht schaden. 2007: In Mengen bleibt alles beim Alten (vermutlich – denn
das Weibchen ist unberingt und somit nicht eindeutig identifizierbar). Die Mengener Störchin erschien etwa zur gleichen Zeit am Horst und seit Anfang April wird nun wieder auf dem Kirchturm gebrütet. Juni: Um den 7. Mai begann der Schlupf in Mengen. Es wurde allerdings stets nur ein Junges gesehen. Später bei der Beringung fand man dann noch zwei Eier, eines davon außerhalb des Nestes. Das Dasein als Einzelkind gab dem Jungstorch beste Chancen, weshalb er auch das katastrophale Pfingstwetter überstand. Im Alter von fünf Wochen, am 12. Juni, erhielt er seinen "Personalausweis", den schwarzen ELSA-Ring; genau 3 kg brachte er dabei auf die Waage. Im Alter von ca. 10 Wochen schwang sich der Jungstorcherstmals vom Kirchturm auf und flog über die Dächer von Mengen. Von seinen Eltern ist er nun kaum noch zu unterscheiden. Bald heißt es Abschied nehmen von Oberschwaben, denn der sonnige Süden lockt. 2006: Trotz eisigen Wetters wurden die Mengener
Störche schon
Ende Februar erstmals auf ihrem Horst gesichtet. Mangels Fressbarem bei
geschlossener Schneedecke um Mengen legten sie dann allerdings nochmal
eine Urlaubswoche – vermutlich am Bodensee – ein und kehrten
am 5. März wieder zurück, um sich endgültig auf ihrem
Nest einzurichten. Zwischen Anfang und Mitte Mai ist mit Nachwuchs zu
rechnen, denn seit der ersten Aprildekade wird gebrütet. Juni: Gegen Mitte Mai schlüpften die Jungen in Mengen. Insgesamt
kamen drei Junge zur Welt, wobei das Nesthäkchen sich mit einer
erheblichen Verzögerung aus dem Ei pellte. Am 18. Mai wurden die
ersten Jungen im Horst gesehen, am 31. Mai wurde ein erst wenige Tage
altes kleines Küken beobachtet. Allerdings lebten zu dieser Zeit
die beiden älteren Jungen schon nicht mehr. Das Nesthäkchen
hat danach noch einige Zeit gelebt, wurde dann aber schließlich
auch tot aus dem Nest geworfen. Mit Nachwuchs wird es also in diesem
Jahr im Mengener Horst nichts. 2005: In Mengen gab es in diesem Frühjahr zunächst einige Verwirrung. Das Mengener Männchen, das am Bodensee überwintert, erschien pünktlich am Nest und erhielt dort Besuch von der letztjährigen Scheerer Störchin. Der Storchenmann war anfangs nicht sehr begeistert, zischte die Dame böse an und ließ sie nicht auf das Nest. Die hartnäckigen Versuche der Störchin, auf dem Horst Fuß zu fassen hatten jedoch schließlich Erfolg: Bald standen beide einträglich auf dem Nest, klapperten zusammen und paarten sich. Auf dem Scheerer Horst stand zur selben Zeit ein unberingtes Männchen, also ein anderes als letztes Jahr und wartete auf eine Partnerin. Einige Tage später entschloss sich die Scheerer Storchendame allerdings, nun doch wieder zu ihrem eigenen Horst zurückzukehren und sich mit dem Unberingten einzulassen. Der Mengener Storch blieb jedoch nicht lange allein,
denn wiederum nach ein paar Tagen Ende März erschien eine unberingte
Störchin, vermutlich seine Partnerin vom letzten Jahr. Seit Mitte
April wird in Mengen gebrütet. 2004: Auf dem Kirchturm
von Mengen bleibt auch dieses Jahr Jahr alles beim Alten (zumindest der
beringte Storch wurde mittlerweile eindeutig als das vorjährige Männchen
identifiziert). 2003: Wie es den Anschein
hat, sind die brütenden Störche in Mengen doch wieder die alten
der Jahre zuvor. Es hat wohl kurz vor Brutbeginn nochmals ein Wechsel
stattgefunden, und das Scheerer Weibchen wurde
vom angestammten unberingten Weibchen verjagt. 2 Junge, die derzeit (Mitte Juli 2002) ca. 9 Wochen
alt sind.
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