Die Störche Oberschwabens



Mengen

Fotos von 2007, Fotograf: Reinhard Rapp, Mengen:

Mengen Das Junge wird von den Zimmermännern der Fa. Schwarz vom Kirchturm geholt.

Beringung im Dachstuhl des Turms:
Mengen Der Jungstorch bekommt seinen Ring. Mengen Was bringt er wohl auf die Waage?
Mengen Der Schnabel wird gereinigt.

Mengen Zwei unversehrte Eier wurden außerdem im Nest bzw. am Nestrand gefunden.

Mengen Nach getaner Arbeit, auch das muss mal sein....


2011: In Mengen lässt man sich mal wieder etwas Zeit. Das in Süddeutschland überwinternde Männchen, das nun auch schon nahezu 20 Jährchen auf dem Buckel hat, und seine unberingte Storchendame setzten sich erst Anfang April auf ihre ersten Eier. Hoffen wir, dass dieses Frühjahr nicht so feucht wird, und aus den Eiern diesmal kleine Störche schlüpfen.

Juni: Das Wetter war trocken, das Gelege in Ordnung, und aus den Eiern schlüpften Anfang Mai drei kleine Störche. Der kleinste bekam jedoch nicht genug Futter und starb vermutlich in den etwas kälteren Tagen an der Monatswende Mai/Juni. Die Beringung der beiden älteren ist am Dienstag, den 14. Juni geplant, sofern der Regen nachlässt, und die Zimmermänner der Fa. Schwarz gefahrlos auf das Dach des Kirchturms klettern können.

Anfang August: Die Beringung konnte wie geplant stattfinden, die Nestlinge erwiesen sich dabei als nur leicht untergewichtig. Noch einen Monat brauchten sie, dann konnten sie fliegen. Im Gegensatz zu ihrem Papa, der den Winter wieder in Mengen bzw. am Bodensee verbringen wird, werden sie sich bald aufmachen zu ihrem ersten großen Abenteuer, der Reise nach Spanien oder gar Westafrika.

2010: In Mengen ist wieder unser altbekanntes Brutpaar, das 1992 in Riedlingen geborene Männchen und das Weibchen, das keinen Ring trägt.
Sie hatten es nicht besonders eilig, erst in der zweiten Aprilwoche begannen sie mit der Brut. Von den derzeitigen Unruhen in Oberschwaben – es sind immer wieder Störer unterwegs (meist sind es noch junge Zweijährige) – blieben sie nicht verschont, Mitte April griffen einmal sechs Störche das Nest an. Hoffen wir, dass dem Gelege nichts passiert ist.

Juni: Irgendetwas stimmte diesmal nicht. Aus dem Gelege der Mengener Störche will nichts schlüpfen. Die Mengener Störche sitzen nun seit fast acht Wochen auf den Eiern und können es anscheinend einfach nicht glauben. Dass der Kampf im April etwas damit zu tun hat, ist eher fraglich. Denn auf zerbrochenen Eiern würden sich die Störche nicht wochenlang niederlassen. Ein Auskühlen der Eier während der kurzen Zeit des Kampfes ist auch unwahrscheinlich, zumal es zu dieser Zeit nicht so kalt war wie später im Mai. Auch dass sämtliche Eier unbefruchtet sein sollen, ist schwer vorstellbar, denn letztes Jahr schlüpften in Mengen fünf Junge. Nach Expertenmeinung (Tierärztliche Untersuchungsanstalt Aulendorf) sind die Eier in der Nässeperiode im Mai wahrscheinlich verpilzt und abgestorben. Pilze oder toxische Substanzen in den Eiern sind aber nun kaum noch nachweisbar.

Juli: Mitte Juni gaben die Mengener Störche endlich auf und verließen ihr Gelege. Mit Sicherheit werden wir das alteingesessene Paar aber nächstes Jahr hier wiedersehen und bestimmt gibt es dann auch wieder kleine Störche im Mengener Nest.

2009: Ende Februar begutachteten die Mengener Störche – es sind dieselben wie in den Jahren zuvor – erstmals in diesem Frühjahr ihre neue Wohnung. Das alte, durch Stürme in Schieflage gebrachte Nest wurde nämlich samt Nistunterlage grundlegend erneuert. So hieß es also erstmal, den Horst zur Brut wieder wohnlich einzurichten und gut zu polstern. Anfang April war es dann aber soweit: Eier wurden gelegt und man begann mit dem Brutgeschäft.

Juni: Auch in Mengen ist es nicht einfach, die definitive Zahl der geschlüpften Jungen festzustellen, denn nur vom Missionsberg aus hat man eine Chance, die Jungen frühzeitig zu erkennen, und selbst von dieser Höhe aus ist die Nestkuhle nicht einsehbar. So dachten wir zunächst, es seien nur zwei, es sind aber ziemlich sicher doch drei Junge, die in Mengen das Licht der Welt erblickt haben (wie es sich später herausstellte, waren es ganz zu Anfang sogar fünf Junge). Ob alle drei das Unwetter am 26. Mai überlebt haben, ist unwahrscheinlich, denn bei einer letzten Beobachtung wurden nur noch zwei Junge im Nest entdeckt.

Juli: Am Abend des 16. Juni erhielten die beiden Mengener Jungstörche im Beisein von Mengener Schülern ihre persönliche Kennzeichnung, den schwarzen Ring mit der weißen Nummer. Die Aktion ermöglichte wieder Herr Schwarz zusammen mit einem Mitarbeiter, die uns die Störche vom hohen Kirchendach holten.
Bald werden die beiden nun schon fast erwachsenen Störche selbst vom Kirchendach fliegen (nach den hohen Sprüngen zu urteilen, steht der Ausflug unmittelbar bevor) und dann zusammen mit ihren Eltern auf den Donauwiesen herumspazieren, um das Futterfangen zu lernen. 
Denn schon in einem Monat oder sogar noch etwas früher geht´s auf die große Reise.

2008: Schon Mitte Februar wurde der bei uns überwinternde Mengener Brutstorch auf den Wiesen im Gewann Walke bei der Futtersuche beobachtet. Seine unberingte Gattin erschien in den ersten Märztagen.
Das Paar kennt sich ja nun schon seit geraumer Zeit, trotzdem begannen sie erst wieder gegen Ende der ersten Aprildekade mit der Brut.


Juni: Vier Junge schlüpften dieses Jahr in Mengen, von denen jedoch einer kurz nach dem Schlupf und ein weiter vermutlich mangels ausreichender Ernährung Ende Mai starben. Die Beringung der verbliebenen Zwei im Kirchturm mit Hilfe der Firma Schwarz, die auch bei dieser Gelegenheit das überhängende Nest provisorisch sicherte, fand am 16. Juni statt, die Jungen wogen jeweils um die zweieinhalb Kilogramm.

Juli: Um den 20. Juli hielt es einer der beiden auf dem Kirchturm nicht mehr aus, er wollte den Wind unter seinen Schwingen spüren. Er wagte den Sprung vom Nest und los ging´s zu den ersten Runden um den Kirchturm. Mittlerweile ist die gesamte Familie unterwegs auf den Wiesen an der Donau, denn ein Pölsterchen für den kräftezehrenden Flug in den Süden kann ja nicht schaden.

2007: In Mengen bleibt alles beim Alten (vermutlich – denn das Weibchen ist unberingt und somit nicht eindeutig identifizierbar).
Anfang März sah es allerdings ganz so aus, als ob der Mengener Horst von seinem angestammten Paar verlassen würde, denn das Männchen siedelte erstmal nach Beizkofen um. Das im letzten Jahr in Beizkofen brütende Männchen – tatsächlich ein Enkel des Mengener Storchs – kam jedoch am 9. März aus dem Winterquartier zurück und ließ sich die Besitznahme seines Horsts durch seinen Großvater nicht gefallen. Es kam zu einem heftigen Kampf zwischen den beiden Verwandten. Der Großvater musste klein beigeben und kehrte daraufhin auf das Mengener Nest zurück.

Die Mengener Störchin erschien etwa zur gleichen Zeit am Horst und seit Anfang April wird nun wieder auf dem Kirchturm gebrütet.

Juni: Um den 7. Mai begann der Schlupf in Mengen. Es wurde allerdings stets nur ein Junges gesehen. Später bei der Beringung fand man dann noch zwei Eier, eines davon außerhalb des Nestes. Das Dasein als Einzelkind gab dem Jungstorch beste Chancen, weshalb er auch das katastrophale Pfingstwetter überstand. Im Alter von fünf Wochen, am 12. Juni, erhielt er seinen "Personalausweis", den schwarzen ELSA-Ring; genau 3 kg brachte er dabei auf die Waage.

Im Alter von ca. 10 Wochen schwang sich der Jungstorcherstmals vom Kirchturm auf und flog über die Dächer von Mengen. Von seinen Eltern ist er nun kaum noch zu unterscheiden. Bald heißt es Abschied nehmen von Oberschwaben, denn der sonnige Süden lockt.

2006: Trotz eisigen Wetters wurden die Mengener Störche schon Ende Februar erstmals auf ihrem Horst gesichtet. Mangels Fressbarem bei geschlossener Schneedecke um Mengen legten sie dann allerdings nochmal eine Urlaubswoche – vermutlich am Bodensee – ein und kehrten am 5. März wieder zurück, um sich endgültig auf ihrem Nest einzurichten. Zwischen Anfang und Mitte Mai ist mit Nachwuchs zu rechnen, denn seit der ersten Aprildekade wird gebrütet.
Ständiger Anbau, Wind und Wetter haben den Mengener Horst auf dem Kirchturm-Giebel übrigens in eine beträchtliche Schieflage gebracht, sodass eine Sanierung diesen Winter notwendig wird. Vielleicht erinnert sich noch mancher Mengener Bürger an die Sanierung 1976 als man ein Nest von 2 m Höhe und über 2 t Gewicht vom Kirchturm holte.

Juni: Gegen Mitte Mai schlüpften die Jungen in Mengen. Insgesamt kamen drei Junge zur Welt, wobei das Nesthäkchen sich mit einer erheblichen Verzögerung aus dem Ei pellte. Am 18. Mai wurden die ersten Jungen im Horst gesehen, am 31. Mai wurde ein erst wenige Tage altes kleines Küken beobachtet. Allerdings lebten zu dieser Zeit die beiden älteren Jungen schon nicht mehr. Das Nesthäkchen hat danach noch einige Zeit gelebt, wurde dann aber schließlich auch tot aus dem Nest geworfen. Mit Nachwuchs wird es also in diesem Jahr im Mengener Horst nichts.
Die Nahrungssituation bei Mengen ist für die Aufzucht von Jungstörchen problematisch. Doch hat sich die Gemeinde bereit erklärt, demnächst Verbesserungen in Angriff zu nehmen.

2005: In Mengen gab es in diesem Frühjahr zunächst einige Verwirrung. Das Mengener Männchen, das am Bodensee überwintert, erschien pünktlich am Nest und erhielt dort Besuch von der letztjährigen Scheerer Störchin. Der Storchenmann war anfangs nicht sehr begeistert, zischte die Dame böse an und ließ sie nicht auf das Nest. Die hartnäckigen Versuche der Störchin, auf dem Horst Fuß zu fassen hatten jedoch schließlich Erfolg: Bald standen beide einträglich auf dem Nest, klapperten zusammen und paarten sich. Auf dem Scheerer Horst stand zur selben Zeit ein unberingtes Männchen, also ein anderes als letztes Jahr und wartete auf eine Partnerin. Einige Tage später entschloss sich die Scheerer Storchendame allerdings, nun doch wieder zu ihrem eigenen Horst zurückzukehren und sich mit dem Unberingten einzulassen.

Der Mengener Storch blieb jedoch nicht lange allein, denn wiederum nach ein paar Tagen Ende März erschien eine unberingte Störchin, vermutlich seine Partnerin vom letzten Jahr. Seit Mitte April wird in Mengen gebrütet.
Das Mengener Männchen scheint auf die Scheerer Weibchen eine merkwürdige Anziehungskraft auszuüben. Schon die vorige Scheerer Störchin besuchte gelegentlich das Mengener Nest und verbrachte auch regelmäßig den Winter mit dem Mengener Storchenmann. Sie gingen dann auf den Mengener Wiesen gemeinsam auf Futtersuche und flogen auch gemeinsam nach Böhringen an den Bodensee, um sich dort füttern zu lassen. Fast immer erschienen sie am dortigen Futterplatz zusammen und zogen auch zusammen wieder ins Donautal zurück, um dann im Frühjahr jedoch an ihrem eigenen Horst mit jeweils einem anderen Partner zu brüten.

Juni: Doch zurück zum diesjährigen Brutgeschehen: Ca. Mitte Mai stellte sich bei den Mengener Störchen dreiköpfiger Nachwuchs ein. Das Nesthäkchen überlebte allerdings nur wenige Tage und wurde später tot am Nestrand entdeckt. Den beiden Älteren geht es aber gut, am Abend des 15. Juni werden sie unter Mithilfe von Zimmermännern, die die kleinen Störche vom hohen Kirchturm-Horst durch eine Dachluke reichten, beringt.

August: Die Mengener Jungstörche ließen sich mit ihrem ersten Ausflug ziemlich Zeit. Erst im Alter von ca. 11 Wochen, also Ende Juli wagten sie sich vom Nest, um ihre Umgebung mal von Näherem zu erkunden. Bald geht´s auf zur ersten Reise in den sonnigen Süden (wer würde nicht gerne mit ihnen ziehen?).

2004: Auf dem Kirchturm von Mengen bleibt auch dieses Jahr Jahr alles beim Alten (zumindest der beringte Storch wurde mittlerweile eindeutig als das vorjährige Männchen identifiziert).
Mit dem Brutgeschäft wurde Anfang April begonnen.

Die Mengener Storcheneltern haben dieses Jahr drei Junge zu versorgen. Die Küken schlüpften ca. um den 7. Mai. Hoffen wir, dass sie diesmal alle durchkommen werden.

Juli: Am 11. Juni wurde der Mengener Kirchturm bestiegen und alle drei Jungstörche im Alter von ca. 5 Wochen beringt. Sie machten einen recht guten Eindruck und die beiden älteren brachten sogar um die 3 kg auf die Waage.

2003: Wie es den Anschein hat, sind die brütenden Störche in Mengen doch wieder die alten der Jahre zuvor. Es hat wohl kurz vor Brutbeginn nochmals ein Wechsel stattgefunden, und das Scheerer Weibchen wurde vom angestammten unberingten Weibchen verjagt.
Um den 10. Juni schlüpften zwei Junge, von denen eines jedoch leider durch Hagelschlag in der Nacht vom 26. zum 27. Juni ums Leben kam. Der Jungstorch wurde am 9. Juli im Alter von 4 Wochen beringt. Als "Einzelkind" hat er gute Chancen trotz des späten Schlupftermins noch rechtzeitig flügge zu werden und sich für den Wegzug fit zu machen.

2002: Storchpaar - vermutlich ( unberingt) - dasselbe wie im Vorjahr,
1992 in Riedlingen (BC) geboren.

2 Junge, die derzeit (Mitte Juli 2002) ca. 9 Wochen alt sind.

 

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