Die Störche Oberschwabens



Altshausen


2024: 

In Altshausen ist mal wieder richtig was los. Besonders begehrt sind Plätze in der Hindenburgstraße parallel zum Sender und aber vor allem in der Senderstraße. Na, wenn das nicht reichen Kindersegen in diesem Altshauser Stadtteil bedeutet?

In Storchhausen im Lkrs. Storchengäu, das erstbesiedelte Nest in der Senderstraße, brütet wieder unser altbekanntes Paar, er mittlerweile knapp dreizehnjährig aus Beizkofen und seine Frickinger Gattin, noch ein Jahr älter als er. Mit der Eiablage waren sie erstaunlich früh dran, Mitte März ging´s los.
Und weil sie so früh dran waren, überlebte auch einer der beiden geschlüpften Jungstörche das schlechte Wetter um die Monatswende Mai/Juni, denn er war zu diesem Zeitpunkt schon mehr als sechs Wochen alt. Sein Geschwister war übrigens schon vor Mitte Mai gestorben, woran wissen wir nicht.

Auch beim Kindergarten bleibt alles beim Alten: es nistet hier der Deisendorfer mit seiner unberingten Storchendame. In der letzten Märzdekade wurde mit der Brut begonnen.
Im Kindergarten-Nest pellten sich insgesamt vier kleine Störchlein aus den Eierschalen. Das Nesthäkchen lag nach dem Starkregen des 23. Mai tot unter dem Nest, das nächstältere Geschwisterchen fiel dem viertägigen Dauerregen an der Monatswende Mai/Juni zum Opfer. Die beiden Ältesten überlebten jedoch diese üble Schlechtwetterperiode und trainieren mitterweile schon fleißig ihre Flugmuskulatur.

Dieselben Störche wie in den Vorjahren besetzen auch wieder das Nest auf dem Mast "Sendernest 2", welcher dem "Storchengäu" unmittelbar benachbart ist und sich auf der anderen Seite der Bahngleise befindet. Das Männchen ist ein Unberingter (von daher eigentlich nicht eindeutig zu identifizieren, vertrauter Umgang mit dem Weibchen und frühe Brut deuten aber auf den vorjährigen Horstinhaber hin), das Weibchen stammt wie die Nachbarin vom "Storchengäu" aus Frickingen. Gebrütet wird seit Ende März.
Von den insgesamt drei geschlüpften Jungvögeln überlebte immerhin einer das üble Wetter Mai/Juni und ist nun aus dem Gröbsten raus.

Der nun zehnjährige Storch aus Zußdorf und seine ein Jahr jüngere Gattin aus Scheer brüten wieder auf dem Mast in der Senderstraße 35 („Sender 3“). Auch hier war es in der letzten Märzdekade soweit. Abwechselnd sitzen sie auf einem Gelege.
Obwohl sie zum Zeitpunkt des sintflutartigen Dauerregens Mai/Juni noch nicht ganz sechs Wochen alt waren, überlebten alle drei geschlüpften Jungstörche die Katastrophe.
Alle Jungvögel anderer Altshauser Nester, die jünger waren als sie (und seien es nur ein oder zwei Tage) hatten nicht dieses Glück.

Der Mast in der Haupt – bzw. Hindenburgstraße wird ebenfalls von den selben Störchen wie in den Vorjahren besiedelt. Gebrütet wird seit ungefähr 25. März, was ganz erstaunlich ist, denn das Hindenburg-Paar musste sein Wohn- und Schlafzimmer im Frühjahr ganz neu wieder aufbauen ("sportliche Leistung" könnte man sagen, was die Einhaltung von Terminen anbelangt könnten sich gewisse Unternehmen ein Beispiel nehmen....). Das alte, zu schwer gewordene Nest musste man im letzten Spätherbst komplett entfernen.
Im schon seit längerer Zeit existierenden und nun wieder neu aufgebauten Nest in der Hindenburgstraße schlüpften Ende April drei Jungvögel. Alle drei kamen beim katastrophalen Dauerregen um die Monatswende um.

Der Storch vom Affenberg (Geschlecht bisher ungewiss, da bisher keine Paarung beobachtet werden konnte), der letztes Jahr erstmalig auf einem Hausgiebel in der Holzgasse 2 nistete (vormalig als Gartenstraße bezeichnet) ist ein kurzes Stück weiter auf den Horst in der Bachstraße umgezogen. Er oder sie hat sich dort mit einem unberingten Storchenpartner, der letztjährig schon dort ansässig war, zusammengetan. Die ersten Eier wurden um die Monatswende März/April ins Nest gelegt. Hoffen wir, dass dieses Frühjahr schon bei der ersten Brut alles gut geht.
Juni: Nein, kann man nicht behaupten, dass alles gut gegangen ist. Allerdings waren die vier Jungvögel schon vor dem Dauerregen tot. Am 13. Mai wurden noch alle Jungstörche lebend gesehen, sie waren zu diesem Zeitpunkt etwa zwei Wochen alt. Bei der nächsten Nestbeobachtung am 29. Mai regte sich leider nichts mehr.

Alles wie gehabt in der Weidenstraße. Auf Eiern sitzen wieder der Saulgauer und seine unberingte Störchin. Mit der Ablage des Geleges war man dieses Jahr schon etwas früher dran, man begann damit Ende März.
Ende April wurde es im Nest lebendig. nach und nach pellten sich vier kleine Störche aus den Eierschalen. Leider war ihnen jedoch kein Glück beschert. Zwei starben schon zwischen Mitte und Ende Mai, die beiden Ältesten erfroren in den ununterbrochenen Regengüssen Ende Mai/Anfang Juni.

Auch im Tulpenweg gab es keine "personellen" Wechsel. Es brüten dort wieder der Unberingte und seine Storchendame aus Bichtlingen. Wie in vielen Altshauser Nestern begann man auch hier mit der Eiablage in der letzten Märzdekade.
Die kleinen Störche des Tulpenwegs schlüpften zum selben Zeitpunkt wie die Jungvögel im Nest des Kindergartens und der Senderstraße 35. Es war wohl dieser kleine Entwicklungsvorsprung, der ihnen wie den Jungvögeln dort das Leben rettete. Alle drei leben noch heute und werden wohl, wenn beim Jungfernflug alles glatt geht, im Spätsommer die Reise in den Süden antreten können.

Alles beim Alten im Fliederweg. Der Mast wird besetzt von dem Mimmenhausener und seiner Böhringer Gattin, der Störchin mit den beiden Ringen am rechten und am linken Bein (zwei verschiedene Materialien werden auf ihre Eigenschaft bezüglich der Haftung von Kot getestet). Auch hier begann man mit dem Brutgeschäft Ende März, und zwar einige Tage früher als letztes Jahr.
Im Nest des Fliederwegs schlüpfte vermutlich nichts aus den Eiern und es besteht der Verdacht, dass das Gelege im eisigen April erfroren ist. Wahrscheinlich haben die Storcheneltern nicht aufgepasst und nicht sorgfältig genug gebrütet.

Keine "personelle" Veränderung auf dem Rathaus, es nistet hier wieder das Paar vom letzten Jahr. Wie dieses Frühjahrr vielerorts in Oberschwaben üblich, wurde die Brut auch hier etwas nach vorne verlegt: Schon Ende März lagen die ersten Eier im Nest, gebracht hat sie nicht der Osterhase...
Auf dem Rathausdach schlüpften Ende April mindestens drei Jungstörche. Das Nesthäkchen starb schon im Mai, die beiden Ältesten kamen beim Dauerregen Mai/Juni ums Leben.

Erstaunlich ist die Besetzung des Mastnestes im Kreuzweg 4. Trotz der schlechten Erfahrungen im vorigen Jahr sind die damaligen Horstinhaber wieder zu diesem Nest zurückgekehrt und wollen es hier nochmals mit der Aufzucht von Jungen probieren. Der Deisendorfer und seine unberingte Gattin sitzen im Kreuzweg seit Ende März auf einem Gelege. Wünschen wir Ihnen dieses Jahr ein glückliches Familienleben und viel Erfolg.
Juni: Tja, war wohl nichts mit Familienleben. Das grauslige Wetter Mai/Juni war es diesmal aber nicht, denn schon Ende April war nichts mehr los im Kreuzweg-Nest. Stattdessen stand ein Altstorch im Horst, der absolut nicht hierhergehörte, ein Storch vom Affenberg, der im Vorjahr in Esenhausen ein neues Nest gegründet und dort erstmals gebrütet hatte. Was war im Kreuzweg passiert, war überhaupt etwas aus dem Gelege geschlüpft?

Ähnlich früh wie die Störche des "Storchengäus" in der Senderstraße waren wieder die Adebare auf dem Mast beim Gasthaus Hopfen dran. Seit ungefähr Mitte März brütet der Hasenweiler mit seiner unberingten Storchendame. Mal sehen, was draus wird. Lange wird es nicht mehr dauern, dann werden die ersten Küken schlüpfen.
Die Jungvögel im Hopfen-Nest – es schlüpften zwei – wären zum Zeitpunkt der lang anhaltenden Regengüsse Mai/Juni schon alt genug gewesen, um sie schadlos zu überstehen. Allerdings war einer der beiden schon im Mai vermutlich bei einem Starkregen umgekommen, an der Monatswende lebte also nur noch einer. Der ist allerdings nun wirklich aus dem Gröbsten raus, und wenn er fleißig übt, steht seinem erfolgreichen Ausflug nichts mehr im Weg.

An dem neuen Nest auf dem Giebel der Holzgasse 2 (ehemals irrtümlich bezeichnet als Gartenstraße 2) wird weitergebaut. Das Paar vom letzten Jahr ist zwar umgezogen – einer der Partner in die Bachstraße, der andere baut eine neues Nest gegenüber auf dem Kamin der Hindenburgstraße 106 –, dafür haben zwei Störche ihren Platz eingenommen, von denen wir herzlich wenig wissen, denn beide tragen keinen Ring. Auch auf diesem Nest wird fleißig gebrütet, schauen wir mal, was daraus wird.
Junui: Tja, leider wurde nichts draus. Zwar schlüpften Anfang Mai mindestens zwei Jungvögel aus den Eiern, die auch bis Ende Mai wacker durchhielten, doch dann kam das üble Wetter – vier Tage Dauerregen, teilweise schüttete es – und dann war es vorbei mit dem Elternglück. Hoffen wir auf ein besseres nächstes Jahr.

Das auf einer Fichte beim Seniorenheim im letzten Jahr neu errichtete Nest hat sich ebenfalls etabliert. Ein heftiger Kampf am 14. März ging allerdings für die letztjährige Horstinhaberin, eine Storchendame aus Ölkofen, übel aus. Sie prallte im Eifer des Gefechts gegen eine Hauswand in der benachbarten Hindenburgstraße und starb. Ihre Stelle nimmt jetzt eine noch blutjunge, knapp dreijährige Störchin aus Stafflangen ein. Zusammen mit dem unberingten Storchenmännchen hat sie um die Monatswende mit dem Brutgeschäft auf der Fichte begonnen.
Die beiden Jungvögel, die sich in den ersten Maitagen aus den Eiern pellten, waren zur Monatswende Mai/Juni definitiv in einem sehr kritischen Alter: schon zu groß, um noch von den Eltern bedeckt zu werden, das Gefieder aber noch nicht gut den Körper vor Nässe und Wärmeverlust schützend. Sie hielten dem viertägigen Dauerguss nicht stand und wurden Anfang Juni tot unterm Nest gefunden.

Aber nun zu den Neuen:
Und, wie schon gesagt, so richtig ab geht´s in der Region um den Sender:
Gleich zwei Niederspannungsmasten wurden neu besiedelt am Beginn der Senderstraße beim Seniorenheim und dem dortigen Fichtenhorst eng benachbart. Die Nesterbauer auf dem südlichen Mast
sind zwei Unberingte, auf dem nördlichen Mast ein unberingter Storch zusammen mit einem knapp Dreijährigen aus Bayern. In beiden Nestern wurde bei der letzten Beobachtung noch nicht gebrütet, dem Verhalten nach ist man aber kurz davor.
Auf den Eiern sitzt man dagegen schon auf den beiden neuen Nestern in der Hindenburgstraße. Auf dem Giebelnest in der Hindenburgstraße 84 wurde bisher immer ein unberingter Storch angetroffen. Man weiß noch nicht, ist es immer derselbe Vogel oder sind es zwei Unberingte, da wir bisher noch nicht beide gleichzeitig auf dem Nest stehen sahen. Auf einen Kamin in der Hindenburgstraße 106 ist der Böhringer, einer der letztjährigen Brutstörche der Holzgasse 2, umgezogen, sein letztjähriger Partner brütet heuer in der Bachstraße, während sich der Böhringer nun mit einem Storch vergnügt, der wiederum ein großes Geheimnis um sich macht, also keinen Ring trägt. Na, schau'n wir mal, wie es weitergeht.
Juni: Auf allen in diesem Jahr neu erbauten Nestern wurde es nichts mit einer erfolgreichen Brut. Auf den beiden neuen Nestern der Hindenburgstraße schlüpften insgesamt fünf Junge (zwei und drei), die alle beim Dauerregen Mai/Juni umkamen. Auf den Masten beim Seniorenheim in der Senderstraße schlüpfte im nördlichen Nest mindestens ein Jungstorch, der schon Ende Mai nicht mehr lebte, unter dem südlichen Mast lagen Ende April zwei zerbrochene Eier.
Ein weiteres neues Brutnest gibt es aber noch auf einem Schlossdach-Kamin. Ende Mai wurden hier zwei kleine Jungvögel entdeckt, betreut wurden sie von einem dreijährigen Elternstorch, der in Ostrach auf dem Rathaus das Licht der Welt erblickte, und seinem unberingten Partner. Nach dem großen Regen war das Nest allerdings leer.

2023: 

In Storchhausen im Lkrs. Storchengäu in der Senderstraße brütet wieder unser altbekanntes Paar. Zwischen 20. und 25. März wurden die ersten Eier ins Nest gelegt.
Juni: Um den 20. April schlüpften die ersten Storchenküken im Sendernest. Insgesamt wurden es fünf. Die Kälte Anfang Mai forderte allerdings ihrem Tribut und die Zahl reduzierte sich nach und nach. Drei der fünf überlebten jedoch und werden demnächst ausfliegen.

Auch die Störche vom Kindergarten sind wieder dieselben wie in den Jahren zuvor. Es geht daher auch recht routiniert zu, weshalb sie dieses Frühjahr mit der Eiablage wieder ein paar Tage früher dran waren als letztes Jahr, als man nach Auswechslung des Mastes erst noch das Wohnzimmer wohnlich einrichten musste.
Juni: Im Kindergartennest war man etwa eine Woche später dran als im ersten Nest der Senderstraße. Es pellten sich insgesamt vier Jungvögel aus den Eiern, von diesen überlebten zwei. Die beiden – "Ulrika" und "Michael" – zählen seit 19. Juni zur Prominenz der Altshausener Adebare, denn sie bekamen an diesem Tag einen Sender huckepack, durch den man mit der app "animal tracker" demnächst ganz genau verfolgen kann, wo sie sich aufhalten und auf welchem Weg sie in den Süden fliegen. Sobald die Jungstörche ihrem Horst erstmals verlassen, wird es also für die Kinder des Kindergartens spannend.

Auch auf dem Mast „Sender 2“, welcher dem "Storchengäu" unmittelbar benachbart ist und sich auf der anderen Seite der Bahngleise befindet, gab es keine "personellen" Veränderungen. Mit der Brut begann man hier dieses Frühjahr schon Ende März.
Juni: Nicht nur die Jungstörche des Kindergartens, sondern auch Jungvögel der Sendernester (na ja, der Name ist Programm...) wurden besendert. Im Nest Sender 2 schlüpften vier Jungvögel, die Kälteperiode im Mai überlebten wie am Kindergarten zwei. Am 19. Juni bei der Besenderung erwiesen sich "Fritz" und "Koko" als ordentliche Brummer, "Fritz" wog fast 4 Kilogramm. Er wird wohl bis zum Ausflug noch etwas abnehmen müssen.

Auf dem Mast in der Senderstraße 35 („Sender 3“) wurde bei den bisherigen Beobachtungen immer nur das Männchen angetroffen. Eine Gattin hat er aber, denn er saß, nach seinem Verhalten nach zu urteilen, eindeutig auf Eiern. Na, sie wird sich schon mal blicken lassen, und vermutlich ist es wieder die Dame aus Scheer, denn im Fall eines Partnerwechsels hätten sie nicht schon Ende März mit der Brut begonnen.
Juni: Ja, es ist die Dame aus Scheer. Und Anfang Mai hatte das Paar fünf Küken im Nest! Das war dem Zußdorfer und der Scheererin dann aber mit der Zeit doch zuviel und so warfen sie am 27. Mai den kleinsten raus. Glücklicherweise wohlbehalten kam er im Garten unter dem Nest an, wo er von den Anwohnern aufgesammelt und in Sicherheit gebracht wurde. Der örtliche Storchenbetreuer von Ebenweiler und Hoßkirch nahm den noch etwas schmächtigen Vogel bei sich auf und peppelte ihn vier Tage lang (er nahm in diesen drei Tagen mehr als ein halbes Kilogramm zu, der Jungstorch). Dann wurde er als Adoptivkind in das Nest in der Weidenstraße gesetzt, wo bis dahin ein Einzel-Storchenkind – in vergleichbaren Entwicklungszustand wie das abgeworfene Senderstörchlein – sein einsames Dasein fristete. Nun waren sie dort zu zweit, die Eltern akzeptierten den Familienzuwachs mehr oder weniger klaglos (ob das Klappern bei Ankunft am Horst erstaunt oder entrüstet oder aber vielleicht sogar erfreut klang?).
Was geschah weiterhin am 3. Sendernest? Am 19. Juni bekamen die verbliebenen vier Jungstörche der Senderstraße 35 jedenfalls Besuch von der Feuerwehr. Wie die anderen der zu besendernden Störche waren sie zu diesem Zeitpunkt schon sieben Wochen alt und in Anbetracht der derzeit vorherrschenden Hitze nicht besonders gut drauf. Außerdem war man zu viert, und da ist in diesem fortgeschrittenen Alter dann immer einer dabei, der aufmüpfig wird, sich nicht brav absetzen will und noch im Karton davonflattern will. Aber alles Gezappel half nix. Alle vier erhielten ihren Kennzeichnungsring und die beiden größten - "Seppi" und "Clara" – jeweils einen der für Altshausen reservierten Datenlogger. Bald wird's interessant. Wo die ersten Ausflüge von "Ulrika" und "Michael", "Fritz" und "Koko", "Seppi" und "Clara" wohl hingehen werden?

Der mittlerweile knapp 8-jährige Adebar aus Wald und seine gleichaltrige Gattin aus Ummendorf haben wieder den Horst auf dem Mast in der Haupt – bzw. Hindenburgstraße inne. Auf einem Gelege sitzen sie seit Ende März.
Juni: Einen Monat später schlüpften die Storchenküken, insgesamt vermutlich zwei. Die beiden sind putzmunter und werden sicher bald zu ihrem Jungfernflug starten. Hoffen wir, dass alles gutgeht.

Unsere beiden Unberingten (also Störche in wilder Ehe) besetzen wieder das Nest auf dem Mast In der Bachstraße. In den letzten Märztagen begannen auch sie mit der Brut. Mal schauen ob die Bemühungen wieder von Erfolg gekrönt sein werden.
Juni: Irgendetwas muss bei der Bebrütung des Geleges schiefgelaufen sein, denn die Brut wurde aus uns unbekannten Gründen bald abgebrochen, eine Zweitbrut begann in den ersten Maitagen. Anfang Juni schlüpften aus dem Nachgelege zwei kleine Storchenküken, und jetzt heißt es für die Storcheneltern einen Zahn bei der Fütterung zulegen, damit der Nachwuchs rechtzeitig flügge wird, seine Flugkünste vervollständigen und dann zusammen mit den anderen Jungstörchen Anfang August in den Süden ziehen kann.

Der Saulgauer ist auf das Nest in der Weidenstraße zurückgekehrt, hat sich allerdings eine neue Gattin angelacht. Die Dame trägt keinen Ring, macht also ein großes Geheimnis um sich. Da man sich erst noch etwas kennenlernen muss, war es bei der letzten Beobachtung Ende März noch nicht soweit, mit der Eiablage ließ man sich noch etwas Zeit. Ob Ostern wohl die ersten Eier im Nest liegen? Der Osterhase hat sie dann aber nicht gebracht...
Juni: Im Nest der Weidenstraße schlüpfte ein kleines Storchenküken, es blieb ein Einzelkind. Oft vernachlässigen Storcheneltern Einzelkinder ja etwas, deshalb war es für den kleinen Storch wahrscheinlich Glück, dass er am 31. Mai ein Adoptivgeschwisterchen bekam, das Nesthäkchen aus der Senderstraße 35 (siehe dort). Den beiden geht es gut, sie sind putzmunter und werden fleißig von den Eltern/Adoptiveltern gefüttert. Ihre kritische Nestlingszeit dürften auch sie mittlerweile überstanden haben.

Alles beim Alten im Tulpenweg. Die Horstinhaber sind wieder der Unberingte und seine Gattin aus Bichtlingen. Wie in den Jahren zuvor begannen sie Ende März  mit der abwechselnden Bebrütung eines Geleges.
Juni: Pünktlich nach einem Monat Brut gab es Unruhe in den Eiern, zwei Küken schlüpften. Den beiden geht es gut und inzwischen üben sie schon fleißig ihre Flugmuskulatur. Bald wird man sie auf der Wiese sehen.

Die Störchin aus Böhringen ist dem Horst im Fliederweg treu geblieben. Der Gatte wurde allerdings noch nicht identifiziert, weil er in den Beobachtungsstunden stets gerade woanders unterwegs war. Na, irgendwann werden wir ihn schon noch vor die Fernrohrlinse kriegen. Ende März war bei der Störchin jedenfalls ziemlich eindeutig Brutverhalten festzustellen. Schauen wir mal, was daraus wird.
Juni: Das Nest ist nach dem Schlupf zwar nicht gerade überfüllt, aber immerhin, ein Jungstorch tummelt sich im Nest und behauptet sich erfolgreich. Bei der Beringung war er putzmunter und wog etwas über drei Kilogramm, außerdem lag noch ein unbefruchtetes Ei im Nest.
Der Ring des Männchens konnte übrigens zwischenzeitlich abgelesen werden. Es ist der Storch vom letzten Jahr, der Mimmenhausener, 2018 geboren.

Die Stürme des Winters hat das Nest in der Tilgenstraße dann doch nicht überstanden. Bei der letzten Beobachtungsrunde Ende März war die Mastspitze leer. Es ist aber nicht auszuschließen, dass die Störche es wieder versuchen werden. Man darf gespannt sein. Da es sich beim letztjährigen Brutpaar um zwei unberingte Adebare handelte, wissen wir auch nicht, wo die beiden abgeblieben sind.

Auf dem Dach des Rathauses residiert wieder der Tüfinger. Über seine Gattin wissen wir noch nichts, da sie an den beiden bisherigen Kontrolltagen in der Beobachtungszeit jeweils durch Abwesenheit glänzte. Gebrütet wurde am 27. März jedenfalls noch nicht.
Juni: Die Gattin des Rathausstorches ist wie letztes Jahr wieder eine unberingte Storchendame, wahrscheinlich ist es seine Angetraute. Anfang April saß auch das Rathaus-Paar auf seinen Eiern und etwa einen Monat später schlüpften zwei Jungvögel (da das Nest zum Schlupfzeitpunkt ziemlich tief und daher schlecht einsehbar war, könnten es anfangs auch mehr Küken gewesen sein). Jedenfalls wurden zwei Jungstörche groß und konnten am 19. Juni mit Hilfe der Altshausener Feuerwehr beringt werden. Sie erwiesen sich beide mit über drei Kilogramm als gut im Futter, bis zu ihrem Jungfernflug wird es nicht mehr lange dauern.

Die Horstinhaber auf dem Mast im Kreuzweg 4 sind wieder der Deisendorfer und die Unberingte. Wie viele andere Brutpaare in Altshausen begannen auch die Beiden Ende März mit dem Brutgeschäft.
Juni: Bei einer Horstbeobachtung am 9. Mai wurden mindestens zwei kleine Jungvögel gesehen, doch dann ereignete sich ein Drama. Die Hausbesitzer dachten sich wohl nichts dabei, als sie einen Baukran direkt neben das Nest stellten, die Altvögel fühlten sich allerdings durch den sich direkt neben und über dem Nest bewegenden Kran massiv bedroht und flogen daher vermutlich den Horst nicht mehr an. Bei der nächsten Nestkotrolle am 23. Mai war das Nest verlassen, auch von den Jungvögeln war nichts mehr zu sehen. Inzwischen ist der Kran abgebaut und einer der Altstörche liegt ab und zu im Nest, mit Nachwuchs wird das aber dieses Jahr nichts mehr.

Auf dem Mast beim Gasthaus Hopfen gab es ebenfalls keine "personelle" Veränderung. Der Hasenweilerer brütet wieder mit seiner unberingten Storchendame. Wie im Vorjahr begannen sie recht früh mit der Eiablage zwischen 20. und 25. März.
Juni: Die "Hopfen"-Küken schlüpften Ende April aus ihren Eiern. Insgesamt wurden es drei. Sie werden zusammen mit den Jungstörchen des Sendernests "Storchhausen" in Altshausen wohl als erste zu ihrem Jungfernflug starten, vielleicht ist es sogar schon soweit.

Eigentlich hätte das Nest in der Goethestraße mit Angebot eines Ersatznestes in der Nähe entfernt werden sollen. Als die Störche im Frühjahr ankamen, hatte sich diesbezüglich jedoch noch nichts getan, und so nisten die beiden – es sind dieselben Störche wie letztes Jahr – wieder auf ihrem alten Nest. Eine Saison wird der Stromdachständer sicherlich noch durchhalten, dann muss das Nest aber auf jeden Fall beseitigt werden.
Juni: Na, bevor das Nest im Herbst abgebaut wird, wollen es die Störche auf dem Stromdachständer aber nochmal wissen. Vier Jungstörche tummeln sich dieses Jahr im Horst. Das Quartett macht einen putzmunteren Eindruck und hat mittlerweile seine kritische Nestlingszeit überstanden.

Juni: Es gibt aber noch Neues in Altshausen:
Ein weiteres Nest entstand nahe der Goethestraße auf einem Hausdachgiebel der Gartenstraße. Die Bauherren stammen aus Böhringen und vom Affenberg und sind blutjung, beide erst zwei Jahre alt. Sie scheinen aber dennoch erfolgreich Nachwuchs großzuziehen, denn sie versorgen zwei Jungvögel, die demnächst aus dem Gröbsten raus sein dürften.

Ebenfalls neu und bisher untypisch für die Kolonie Altshausen ist die Besiedlung einer Fichte in der Nähe des Altenheims. Die Horstinhaber sind ein dreijähriger Storch aus Ölkofen und sein unberingter Partner. Auch dieses Paar brütete erfolgreich, die beiden Jungvögel konnten am 19. Juni beringt werden.

2022:  

Juni: In Altshausen dürften die Adebare dieses Jahr einen Rekord-Bruterfolg einheimsen. Er ist auch heuer deutlich besser als in vielen anderen Orten Oberschwabens. Am 15. Juni wurden hier in 14 Nestern zusammen 37 Jungvögel gezählt, was einem durchschnittlichen Bruterfolg von fast drei Jungvögeln pro Nest entspricht. Woran liegt's?

Alles wie gehabt im Horst Storchhausen im Lkrs. Storchengäu in der Senderstraße Die Horstinhaber sind wieder der Storch aus Beizkofen, mittlerweile elf Jahre alt und seine ein Jahr ältere Gattin aus Frickingen. Mit der Brut begannen sie ähnlich wie in den Jahren zuvor wieder um den 20. März. Die ersten kleine Störche dürften schon geschlüpft sein.
25. Juni 2022: Im Nest Storchenhausen pellten sich insgesamt vier kleine Storchenküken aus den Eiern. Alle haben sich wacker geschlagen und mitllerweile ihre kritische Nestlingszeit überstanden. Den ersten Sprung vom Nest werden sie demnächst wagen.

Die Störche vom Kindergarten sind wieder der Deisendorfer und seine unberingte Gattin. Da der Mast ausgewechselt wurde, mussten sie sich erstmal um die wohnliche Wiederherrichtung ihres Nestes kümmern, weshalb es diesmal mit dem Brutbeginn etwas später wurde. Ende März war es aber auch hier soweit, und seitdem sitzt man abwechselnd auf einem Gelege.
25. Juni 2022: Pünktlich nach einem Monat wurde es lebendig im Nest beim Kindergarten. Drei kleine Schnäbelchen waren zu sehen. Anfangs noch gut von jeweils einem Elternteil bewacht und beschützt, werden sie nun auch schon mal im Nest alleine gelassen. Die Kinder des Kindergartens können sie jetzt bei ihrem Flugtraining beobachten, die Sprünge über dem Nest werden immer höher, denn lange wird es nicht mehr dauern bis zu ihrem Jungfernflug.

Der Mast „Sender 2“, welcher dem "Storchengäu" unmittelbar benachbart ist und sich auf der anderen Seite der Bahngleise befindet, ist wieder von dem Unberingten und der anderen Störchin aus Frickingen besetzt (sie ist fünf Jahre jünger als die Frickingerin vom "Storchengäu"). Mit dem Gelege ließ man sich etwas Zeit, gebrütet wird seit den ersten Apriltagen.
25. Juni 2022: Drei kleine Störche schlüpften im Nest "Sender 2". Und alle Drei haben mittlerweile ihre kritische Nestlingszeit überstanden. Jetzt heißt es: die Flugmuskulatur trainieren und üben, üben, üben, denn bald wird man den ersten Flug meistern müssen und der sollte ja nicht mit einer Bruchlandung enden.

Alles beim Alten auf dem Mast in der Senderstraße 35 („Sender 3“). Es brüten hier wieder der Zußdorfer und die Storchendame aus Scheer. Seit Ende März sitzt man abwechselnd auf einem Gelege.
25. Juni 2022: Rekord-Schlupf in der Senderstraße 35! Ende April knackte es im ersten Ei und nach und nach in den folgenden Tagen pellten sich fünf kleine Küken aus den Eierschalen. Mitte Mai war das Quintett noch komplett, bei der nächsten Horstbeobachtung einen Monat später waren allerdings nur noch vier zu sehen, das Nesthäkchen hatte wohl doch nicht genügend Futter abbekommen. Na, vier Junge sind ja auch noch eine ganz stattliche Zahl, zumal diese ja nun tatsächlich aus dem Gröbsten raus sind. Die Herausforderung des ersten Fluges steht aber noch aus. Hoffen wir, dass alles gut geht.

Auch auf dem Mast in der Haupt- bzw. Hindenburgstraße ist alles wie gehabt: Die Horstinhaber sind wieder der Storch aus Wald und die Ummendorferin, beide mittlerweile knapp sieben Jahre alt. Mit der Brut wurde in den ersten Apriltagen begonnen.
25. Juni 2022: Anfang Mai schlüpften die kleinen Störchlein im Nest Hindenburgstraße. Insgesamt wurden es drei. Dem Trio geht es gut, alle werden wohl den Ausflug schaffen.

In der Bachstraße sind wieder die beiden unberingten Störche auf dem Masthorst. Wir nehmen an, dass es das angestammte Paar ist (ganz sicher kann man sich ja bei Störchen ohne Kennzeichnungsring nicht sein). Nach der Aufregung vom letzten Jahr hoffen wir diese Saison auf einen ungestörten Brutverlauf ohne gefährliche Schnüre und Bändel. Auf Eiern sitzen die beiden abwechselnd seit Ende März.
25. Juni 2022: Schon in den letzten Apriltagen wurde es in der Bachstraße lebendig. Zwei kleine Schnäbelchen wurden gesehen, und bei diesen Zweien blieb es auch. Die beiden haben nun ihre kritische Nestlingszeit hinter sich, und einem erfolgreichen Ausflug steht nichts mehr im Wege.

Die Österreicherin, welche letzte Jahr in der Weidenstraße gebrütet hatte, leider erfolglos, hat nach dieser schlechten Erfahrung Altshausen den Rücken gekehrt und ist aufs alte Schloss nach Kißlegg gezogen (ob sie dort erfolgreicher sein wird, ist bei den oft heftigen Regengüssen in Kißlegg allerdings leider mehr als fraglich...). Der Mast in der Weidenstraße wurde dieses Frühjahr dagegen von zwei Störchen aus Grasbeuren und von Bad Saulgau bezogen. Beide sind noch recht jung, nämlich knapp zwei und knapp drei Jahre alt. Gebrütet wird auch hier, und zwar seit Anfang April. Mal sehen, was draus wird.
25. Juni 2022: Diesmal scheint es in der Weidenstraße endlich zu klappen. Zwei kleine Störche erblickten Anfang April das Licht der Welt, wuchsen heran und haben die gefährlichste Nestlingszeit jetzt hinter sich. Mittlerweile trainieren die Beiden eifrig ihre Flugmuskulatur, denn beim ersten Ausflug, der schon in wenigen Wochen stattfinden wird, soll ja schließlich nichts schiefgehen.

Auf dem Mast im Tulpenweg brütet wieder der Unberingte zusammen mit seiner Gattin aus Bichtlingen. Mit der Brut begannen sie ähnlich wie letztes Jahr Ende März.
25. Juni 2022: Endlich gibt es auch mal Bruterfolg im Tulpenweg. Die Storcheneltern dürfen sich dieses Jahr über zwei Jungvögel freuen, die sie erfolgreich aufgezogen haben. Der Nachwuchs hat nun schon ein Alter von acht bis neun Wochen erreicht und dürfte bald das fliegen beherrschen. Bis dahin heißt es aber noch etwas üben.

Das Nest im Fliederweg (Ersatznest für Nest Blumenstraße) wurde dieses Frühjahr endgültig vom Mimmenhausenereingenommen, welcher letztes Jahr erfolglos im Kreuzweg gebrütet hatte und sich nach Tod des Fliederweg-Brutmännchens ganz offensichtlich für das Nest im Fliederweg interessierte. Seine letztjährige Gattin vom Kreuzweg, die Störchin aus Böhringen, ist mit ihm umgezogen. Wo dagegen die vorjähige Fliederweg-Brutstörchin aus Volkertshausen abgeblieben ist, wissen wir noch nicht. Altshausen hat sie nach den letztjährigen schlechten Erfahrungen anscheinend den Rücken gekehrt, denn der von ihr alleine aufgezogenene und noch Anfang Juni ganz fidele Jungstorch fehlte Ende Juni plötzlich, die Störchin stand auf dem Dach und im Nest machte sich der Mimmenhausener breit. Was war geschehen?
Dieses Frühjahr nun begann das neue Paar in den ersten Apriltagen im Fliederweg mit der Bebrütung eines Geleges.
25. Juni 2022: In der ersten Maidekade schlüpften die Jungvögel im Fliederweg-Nest. Es waren anfangs zwei. Mitte Juni wurde dann aber nur noch ein Jungvogel im Nest gesehen, und dieser hat nun jedoch definitiv seine kritische Nestlingszeit überstanden. Die Herausforderung seines ersten Abflugs vom Nest steht ihm aber noch bevor. Wünschen wir ihm viel Glück dazu.

Der Holzmast in der Tilgenstraße wurde nach Erteilung einer Ausnahmegenehmigung ausgewechselt, ein Ersatzstandort für das dortige Storchennest wurde leider nicht gefunden. Obwohl die vormals jeweils zu viert abgehenden Kabel, welche das Nest in den Vorjahren hielten, durch einfache isolierte Luftkabel ersetzt wurden, brachten es die Störche fertig, ihren Horst auf dem Mast wieder neu aufzubauen. Kein Zweifel, die Adebare sind richtige Baumeister. Es sind übrigens wie im letzten Jahr wieder die beiden Unberingten. Durch den schwierigen Wiederaufbau verzögerte sich die Brut dieses Jahr in der Tilgenstraße natürlich etwas, die ersten Eier lagen aber trotzdem immerhin Anfang April im Nest.
25. Juni 2022: Etwa 32 Tage nach Brutbeginn schlüpften die ersten kleinen Störchlein aus dem Gelege. Insgesamt wurden es drei. Alle drei kamen bisher einigermaßen problemlos über die Runden, Regen und Kälte können ihnen nun nichts mehr anhaben, denn ihr Deckgefieder ist mittlerweile gut ausgebildet. Die Mutprobe des ersten Abflugs vom Nest steht ihnen allerdings in den nächsten Wochen noch bevor. Hoffen wir, dass alles gut geht.

Auf dem Dach des Rathauses ist alles beim Alten: Es brüten wieder der Tüfinger mit seiner unberingten Gattin.
25. Juni 2022: Mit der Jungenaufzucht scheint es auf dem Rathaus-Nest dieses Jahr etwas besser zu klappen. In der ersten Maidekade schlüpften die Küken, drei an der Zahl, und alle drei scheinen bisher ausreichend mit Futter versorgt zu werden. Die Flugmuskulatur müssen sie aber noch fleißig trainieren, damit der Jungfernflug vom Dach keine Zitterpartie wird.
Der unterernährte Jungvogel vom letzten Jahr hatte übrigens beim Ausflug größte Schwierigkeiten, denn sein Fluggefieder wies infolge der Mangelernährung beträchtliche Lücken auf. Er musste eingefangen und in Pflege genommen werden, erlernte im Laufe des Sommers aber dann doch trotz einiger fehlender Handschwingen erfolgreich das Fliegen.

Seit ungefähr Mitte April gibt es auch wieder eine Brut auf dem Mast im Kreuzweg 4. Ein zweijähriger Storch aus Deisendorf hat sich nach einigem Gekappel mit dem letztjährigen Horsteigentümer (welcher jetzt im Fliederweg brütet) durchgesetzt und wechselt sich mit einer unberingten Storchendame im Brutgeschäft ab.
25. Juni 2022: Mitte Mai waren, dem Verhalten der Altsstörche nach zu urteilen, auch im Kreuzweg Jungvögel geschlüpft. Man konnte die kleinen Köpfchen allerdings noch nicht sehen. Einen Monat später wurde dann ein einzelner Jungvogel im Nest gesehen, ob er von Anfang an ein Einzelkind gewesen war, wissen wir allerdings nicht. Mittlerweile hat auch er seine kritische Nestlingszeit hinter sich, Nässe und Kälte können ihm nichts mehr anhaben. Den Ausflug muss er jedoch noch meistern, keine geringe Herausforderung für einen jungen Vogel, der bisher immer den sicheren Nestboden unter sich hatte. Meistens müssen die Storcheneltern ja etwas "nachhelfen", indem sie dem Jungvogel nur noch wenig Futter bringen und ihm so klarmachen, dass er sich nun schon selbst vom Nest wegbewegen muss, wenn er seinen Hunger stillen will.

Es wurde aber vor zwei Jahren noch ein weiterer Mast in Altshausen besiedelt, und zwar ganz im Süden des Ortes beim Gasthaus Hopfen. Schon 2020 wurden hier drei Jungvögel großgezogen, letztes Jahr waren es zwei. Der männliche Horstinhaber stammt aus Hasenweiler, dort 2014 geboren, seine Gattin ist unberingt. Da sie mit dem Brutgeschäft bereits gut vertraut sind und auch wenige streitende Nachbarn haben, begannen sie recht früh mit der Eiablage: zwischen 20. und 25. März war es soweit.
25. Juni 2022: Im Nest beim Gasthaus Hopfen wurden dieses Jahr wie zwei Jahre zuvor drei Jungvögel groß. Sie schlüpften als erste aller Altshausener Jungvögel aus dem Ei, sind nun, Ende Juni, schon an die neun Wochen alt und werden demnächst erstmals das Nest verlassen.

25. Juni 2022: Neues Nest in der Goethestraße: Auf einem Stromdachständer wurde hier von einem Storchenpaar ein neues Nest errichtet. Einer der Störche ist unberingt, der andere konnte aufgrund der derzeitigen Verschmutzung des Rings lange nicht eindeutig identifiziert werden. Mittlerweile bin ich mir aber sicher, dass es sich bei dem Ringstorch um die Störchin aus Deisendorf Deisendorf (2017 geboren) handelt, welche letztes Jahr mit einem unberingten Partner in Mochenwangen im Sägewerk brütete. Die Brut war im Gegensatz zu diesem Jahr damals nicht erfolgreich. Seit Ende Mai gibt es nämlich auch hier drei Jungvögel. Gegen Wetterkapriolen sind sie allerdings noch nicht gefeit, sie sind die kleinsten der Altshausener.

2021: Im Horst Storchhausen im Lkrs. Storchengäu in der Senderstraße ist alles beim Alten. Die Horstinhaber sind wieder der Storch aus Beizkofen, mittlerweile zehn Jahre alt und seine Gattin aus Frickingen, ein Jahr älter als er. Mit der Brut begannen sie (ähnlich wie im Jahr zuvor) wieder um den 20. März. 
Juni: Mindestens zwei Jungvögel schlüpften um den 20. April im alten Horst der Senderstraße. Am 4. Mai waren sie noch zu sehen, bei einer Kontrolle zehn Tage später regte sich allerdings nichts mehr im Nest. Für die Altvögel ist die diesjährige Saison damit leider beendet, es bleibt nur die Hoffnung auf ein besseres nächstes Jahr.

Die Störche vom Kindergarten sind wieder der Deisendorfer (mittlerweile acht Jahre alt) und seine unberingte Gattin. Von Umzugseskapaden sahen sie dieses Jahr ab, und so lag dieses Frühjahr auch schon ungefähr um den 20. März das erste Ei im Nest.
Juni: Diesmal hatten die Kindergarten-Störche kein Glück. In der letzten Aprildekade schlüpften vier kleine Storchenküken aus den Eiern. Sie überstanden das nasskalte Wetter der ersten Maitage jedoch nicht, alle vier wurden am 4. Mai tot unter dem Nest gefunden.

Auf dem Mast "Sender 2", der Mast, welcher dem "Storchengäu" unmittelbar benachbart ist und sich auf der anderen Seite der Bahngleise befindet, sind noch nicht beide Brutstörche identifiziert. Bei sämtlichen Nestbeobachtungen war jeweils ein unberinger Adebar auf dem Nest (vermutlich das Brutmännchen vom vorigen Jahr), die Partnerin ließ sich nicht blicken. Da die Störche hier aber schon deutlich vor Ostern (ca. um den 25. März) mit der Brut begannen, ist anzunehmen, dass es keinen Partnerwechsel gegeben hat.
Juni: Im Nest "Sender 2" pellten sich Ende April drei oder sogar vier kleine storchenküken aus den Eiern. Zwei überlebten den kalten Mai und konnten am 10. Juni mit Hilfe der Altshauser Feuerwehr beringt werden.

Für Irritationen sorgte Anfang März auf dem Mast in der Senderstraße 35 ("Sender 3") das Auftauchen eines Schweizer Storchs aus Murimoos, welcher 2020 in Ebenweiler ein neues Nest gebaut, jedoch nicht dort gebrütet hatte. Schon einige Tage später wurde dieser Storch jedoch wieder in Ebenweiler auf seinem vorjährigen Nest gesichtet und blieb dann auch dort dieses Frühjahr zur Brut. Der Mast in der Senderstraße 35 in Altshausen wurde wieder vom vorjährigen Horstinhaber eingenommen, dem mittlerweile siebenjährigen Zußdorfer. Seine diesjährige Angetraute war bei den bisherigen Horstbeobachtungen zufällig immer gerade auf Nahrungssuche, konnte also bisher nicht identifiziert werden. Sicher ist allerdings, dass wieder gebrütet wird, und zwar etwa seit Ostern oder kurz zuvor.   
Juni: Auch im Nest der Senderstraße 35 wurde es Anfang Mai ziemlich lebendig. Hier erblickten vier kleine Störchlein das Licht der Welt, wobei das Nesthäckchen allerdings nicht überlebte. Drei wuchsen jedoch erfolgreich auf und wurden am 10. Juni beringt. Sie waren zu diesem Zeitpunkt ganz gut beieinander, der Größte wog dreieinhalb Kilogramm. Die diesjährige Brutstörchin wurde übrigens in der Zwischenzeit identifiziert. Es ist dieselbe wie im letzten Jahr: das Storchenweibchen aus Scheer, dort 2015 geboren.
Nachtrag: Beim Unwetter am Nachmittag des 29. Juni wurden zwei der drei Jungvögel vom Nest geblasen. Einer der beiden blieb unverletzt und wurde nach Salem gebracht. Er bleibt dort, bis er fliegen kann. Der andere starb leider an seinen inneren Verletzungen.

Die Störche auf dem Mast in der Haupt- bzw. Hindenburgstraße sind wieder der Walder und die Ummendorferin, beide mittlerweile knapp sechs Jahre alt. Mit der Brut wurde Ende März/Anfang April begonnen.
Juni: In der Hindenburgstraße schlüpften zwei Küken (evtl. auch mehr, genau war es nicht zu sehen). Zwei Jungvögel wuchsen auf und wurden am 10. Juni beringt, wobei sie sich noch als etwas schmächtig erwiesen. Immerhin wurde zwei Wochen nach der Beringung bei einer Nestbeobachtung festgestellt, dass es beiden gut geht. Ihre kritische Nestlingszeit haben also auch sie überstanden, Nässe und Kälte können ihnen nun nichts mehr anhaben.

Ein Riesenproblem haben wir dieses Frühjahr in der Bachstraße. Auf dem Horst sind wieder die beiden Unberingten, vermutlich dieselben Störche wie letztes Jahr, insofern alles in Ordnung. Auch eine Brut gibt es wieder, Eier lagen vermutlich schon Ende März im Nest. Allerdings hat sich einer der beiden Störche Mitte März mit dem Fuß in einer Schnur verfangen, die sich um sein Fußgelenk gewickelt hat und die mit einem ca. 2 Meter langen blauen Kunststoff-Geschenkband verbunden ist, welches der Storch nun ständig hinter sich herzieht und mit welchem er auch vermutlich irgendwann am Nest, auf einem Dach oder sonstwo hängenbleibt. Einen voll flugtüchtigen Storch einzufangen, ist praktisch unmöglich, Versuche mit Betäubungsmitteln sollte man besser unterlassen. Uns bleibt nur zu hoffen, dass wir im Falle eines Unglücks schnell genug eingreifen können, um den Storch ohne große Verletzungen zu retten. Hoffentlich schnürt sich das Band auch nicht weiter zu, so dass die Durchblutung des Fußes erhalten bleibt. 
Es ist doch immer wieder grausig, was gedankenlos in die Landschaft geworfener Müll anrichtet. Vor allem Seile, Schnüre, Ringe, Säcke, Tüten mit Plastikanteil sind ein großes Problem, da sie nicht verrotten oder zerrissen werden können.
Juni: Die Sache mit dem Geschenkband hat sich inzwischen erledigt: Anwohner berichten, dass das Band von der Schnur abgerissen ist. Die Schnur befindet sich allerdings vermutlich immer noch am Bein. Um den ersten Mai pellte sich ein Jungvogel aus dem Ei, möglicherweise war es nur dieser Eine. Mitte Mai wurde er noch im Nest gesichtet, am 4. Juni war der Horst jedoch leer, der Jungvogel hatte die Kälteperiode Ende Mai nicht überstanden.

Ob es in der Weidenstraße dieses Frühjahr mit der Brut etwas wird, ist noch nicht sicher. Die Störche sind hier bisher etwas unstet.
Juni: Tatsächlich wurde auch hier gebrütet, und es ist ein sehr prominentes Paar, welches sich in der Weidenstraße niedergelassen hat. Es handelt sich nämlich um die Österreicherin, die letztes Jahr in Meßhausen Junge großzog, auf dem dortigen Kamin jedoch nicht bleiben konnte, und einen unberingten Gatten, möglicherweise auch ihren Gatten vom letzten Jahr. Um Mitte Mai schlüpften zwei Junge aus dem Gelege, welche am 30. Juni als letzte oberschwäbische Jungstörche dieses Jahr ihren Personalausweis, den schwarzen ELSA-Ring, erhalten sollen. Bisher fiel wegen Corona jegliches Beringungsfest in Altshausen aus, die Beringung des prominenten Nachwuchses, der letzten Beringung dieses Jahr, soll allerdings gebührend gefeiert werden.

Alles wie gehabt im Tulpenweg: der Unberingte ist wieder da zusammen mit seiner jungen Störchin aus Bichtlingen. Mit der Brut begannen sie um den 25. März.
Juni: Im Tulpenweg wurde es nichts mit dem Nachwuchs. Bei einer Nestbeobachtung Mitte Mai waren keine Jungvögel im Nest.

Das Nest der Blumenstraße wurde auf einen von der Gemeinde eigens dafür aufgestellten Mast in unmittelbarer Nachbarschaft verlegt bzw. wurde hier eine Nistplattform installiert, die dann auch angenommen wurde. Es ist wieder das Paar vom letzten Jahr: der mittlerweile knapp vierjährige Moosheimer und seine ein Jahr jüngere Partnerin vom Hegau. Die ersten Eier im Nest gab es um Ostern.
Juni: Um den ersten Mai begann der Schlupf im Ersatznest (jetzt Fliederweg). Es waren ein oder zwei Jungvögel, später wurde nur einer gesehen. Es war auch ganz gut so, dass es nicht mehr waren, denn am 2. Juni verunglückte das Männchen in Aulendorf, und die Störchin musste ihren Sprössling alleine großziehen. Auf eine Beringung wurde deshalb auch verzichtet. Denn die Störchin soll ja fleißig Futter sammeln und die Bewachung ihres Nachkommen auf ein absolutes Minimum reduzieren.

Auch in der Tilgenstraße wird wieder gebrütet. Es sind wieder die beiden Unberingten, von denen wir mangels der Kennzeichnung leider nicht wissen, woher sie stammen oder wie alt sie sind.
Juni: Auf dem Horst in der Tilgenstraße schlüpften drei Junge, von denen zwei überlebten. Eine Beringung fand nicht statt, da die Kabel des Masts leider noch nicht isoliert wurden. 

Auf dem Dach des Rathauses gibt es ebenfalls wieder Storchengeklapper. Der Storchenmann aus Tüfingen, dort 2018 aus dem Ei geschlüpft, und seine unberingte Storchendame haben wie im Vorjahr das Nest eingenommen und begannen  wie viele ihrer Artgenossen ungefähr um Ostern mit dem Brutgeschäft.
Juni: Anfang Mai wurden zwei kleine Küken auf dem Rathaus entdeckt (evtl. waren es auch mehr), um den 20. Mai war es allerdings nur noch einer. Der Schnabel des Jungstorchs war, vermutlich durch zuviel Regenwurmkost bei dem nassen Wetter, stark verklebt und mit Gras angefüllt, weshalb er sich bei der Beringung auch als stark untergewichtig erwies. Jetzt nach der "Schnabliküre", welche den kleinen Störchen immer als besonderer Service anlässlich der Beringung zuteil wird, kann er wieder kräftig reinhauen und wird das Versäumte sicherlich nachholen.

Einen ernsthaften Nistversuch gibt es dieses Frühjahr auch auf dem Mast im Kreuzweg 4. Es versuchen sich zwei Störche aus der Bodenseeregion: ein knapp dreijähriger Adebar aus Mimmenhausen (letztes Jahr schon hier gesichtet) und ein Storchenweibchen aus Frickingen, welches ein Jahr jünger ist als er. Bei der letzten Beobachtung am 8. April hatte man allerdings noch nicht mit einer Brut begonnen.
Juni: Auf dem Kreuzweg-Nest gab es noch einen personellen Wechsel. Ein dreijähriges Weibchen aus Böhringen wurde nämlich später als Brutstörchin identifiziert, die Frickingerin hatte das Feld geräumt. Am 21. Mai sah es nach einer Fütterung aus, bei späteren Beobachtungen konnten allerdings keine Jungvögel im Nest festgestellt werden.


2020:
In Altshausen ist dieses Frühjahr richtig was los. Man könnte schon fast sagen: Hier und im Nachbarort Ebenweiler geht es bei den Adebaren drunter und drüber.

Zuerst zu den bereits bestehenden, schon etwas älteren Brutnestern:
Wie auch im letzten Jahr alles beim Alten im Horst Storchhausen im Lkrs. Storchengäu in der Senderstraße. Das alteingesessene Paar – er aus Beizkofen (neun Jahre alt), sie aus Frickingen (zehn Jahre alt) – begann um den 20. März mit der Brut.
Juni: Ziemlich sicher Schlupf eines einzigen Jungvogels, beringt am 2. Juni, Gewicht 3,2 kg.

Die Störche vom Kindergarten wollten anscheinend mal eine andere Aussicht von ihrem Horst und zogen um in die Weidenstraße. Wie so oft bei dem Neubezug eines Niederspannungsmasten im Ort waren die Drähte dieses Masts nicht isoliert, was wir mit dem Hintergedanken, die Störche würden sich durch die Störung belästigt fühlen und wieder auf ihr altes Nest zurückgehen, umgehend änderten. Hat geklappt. Die Störche bezogen wieder ihr altes Nest, die Kinder haben ihre Störche wieder. Anfang April lagen Eier im Nest.
Ende April/Anfang Mai nacheinander Schlupf von insgesamt vier Jungvögeln, das Nesthäkchen Ende Mai gestorben. Drei Junge beringt am  2. Juni, die beiden ältesten 3 kg schwer, der kleinere wog 2,3 kg.

Ziemlich viel Hin und Her gab es auf dem Mast "Sender 2" (Mast ist dem "Storchengäu" unmittelbar benachbart, nur auf der anderen Seite der Bahngleise), von welchem Nest am 13. April letzten Jahres das Brutmännchen von einem Zug überfahren wurde. Mitte März machte sich zeitweise ein zweijähriger Storch aus Frickingen im Horst breit, wurde aber immer wieder von einem Pärchen angegriffen; es war die letztjährige Störchin, die von den Kämpfen offensichtlich leichte Blessuren am Bein davon trug – sie humpelte – und ein Dreijähriger aus Deisendorf, welcher 2019 bereits einmal in Isny gesichtet wurde und Anfang März 2020 bei einem Kampf in Wolpertswende beteiligt war. Der Frickinger hatte keine Chance und vagabundiert seitdem in Altshausen in der Nähe des Kreuzwegs, aber auch der Deisendorfer räumte alsbald das Feld zugunsten eines unberingten Männchens. Wir erinnern uns, dass die Störchin von "Sender 2" sich letztes Jahr wenige Wochen nach dem Tod ihres Partners mit einem Unberingten angefreundet hatte, vermutlich war es dieser. Der wieder heimatlose Deisendorfer tauchte daraufhin wieder in Wolpertswende auf und wird wohl dort mit einer unberingten Partnerin sein Glück versuchen. Auf "Sender 2" ist dagegen endlich Ruhe eingekehrt. Man sitzt auf einem Gelege.
Juni: Es sind vier Junge geschlüpft. Ende Mai und in den ersten Junitagen starben die beiden kleinsten. Den beiden Ältesten geht es aber gut, am 20.Juni. wurden sie gesund und munter im Nest gesehen.

Das Männchen aus Zußdorf auf dem Mast in der Senderstraße 35 ("Sender 3") hat eine neue Gattin. Die Storchendame aus Scheer, 2015 dort aus dem Ei geschlüpft, hatte 2019 in Eichstegen gebrütet, dort aber keinen Erfolg gehabt. Wahrscheinlich erschien ihr Altshausen mit seinen vielen Störchen besonders lukrativ. Hoffen wir, dass ihre Hoffnung nicht enttäuscht wird. Seit Ende März/Anfang April brütet das Paar.
Leider kein Bruterfolg. Schlupf von mindestens zwei Jungvögeln, bei den Eisheiligen ist einer der beiden umgekommen, am 28. Mai lag ein weiterer Jungvogel tot unter dem Nest.

Im Nest auf dem Mast in der Haupt – bzw. Hindenburgstraße bleibt wie voriges Jahr alles beim Alten. Gebrütet wird seit Ende März.
Juni: Mindestens drei Jungvögel geschlüpft. Drei Jungvögel beringt am 2. Juni im Alter von ca. 5 Wochen, Gewichte 2,7 kg, 2,4 kg und 2,1 kg. Die Schafskälte haben sie überstanden, am 20. Juni alle drei putzmunter.

In der Bachstraße ist die Affenbergerin offensichtlich nicht zurückgekehrt. Ihren Platz nimmt eine unberingte Störchin ein. Auch das Männchen war anfangs März ein anderes, nämlich ein knapp dreijähriger Storch aus Michelwinnaden. Später gab es aber nochmals einen Wechsel, möglicherweise war das Männchen vom letzten Jahr (ein Storch ohne Ring) zurückgekehrt und beanspruchte seinen Horst. Jedenfalls waren Ende März zwei Unberingte auf dem Nest zugange, und Anfang April wurde gebrütet.
Ein Jungvogel beringt am 10. Juni (Gewicht 3 kg), außerdem zwei vermutlich unbefruchtete Eier im Nest.

Die Geschichte der Adebare in Altshausen ist aber hier noch lange nicht zu Ende:
Auf dem Mast in der Weidenstraße ließen sich nach Abzug der Kindergarten-Störche ein Zweijähriger aus Tüfingen und ein Unberingter nieder und bauten weiter am Nest. Am 7. April traf ich hier allerdings keinen Storch an. Waren sie unterwegs oder hatte sie die Lust verlassen?
Juni: Das Nest wurde doch noch von einem Storchenpaar bezogen: die Störchin trägt keinen Ring, ihr Gatte stammt aus Owingen, dort 2015 aus dem Ei geschlüpft. Der Owinger ist kein Unbekannter, er brütete im vorigen Jahr in Danketsweiler und zog dort zwei Junge groß. Am 6. Mai sah es nach Brut aus, bei der letzten Nestbeobachtung am 20. Juni waren allerdings keine Jungvögel zu sehen.

Im Tulpenweg bauten ein Unberingter zusammen mit einer zweijährigen Störchin aus Bichtlingen ein Nest auf einem weiteren Strommast, hier sitzt man bereits auf den Eiern.
Juni: am 21. Mai wurden kleine Junge im Nest vermutet, am 20. Juni verhielt sich der Altstorch jedoch merkwürdig, es waren keine Jungvögel zu sehen.

Gebrütet wird auch in der Blumenstraße. Auch hier – wer glaubt etwas anderes? – natürlich auf einem Niederspannungsmast. Einer der beiden Brutstörche stammt aus Volkertshausen im Hegau. Auch er blutjung, knapp zwei Jahre alt.
Juni: Inzwischen konnte auch vom zweiten Storch der Ring abgelesen werden: er stammt aus Moosheim bei Bad Saulgau und wurde dort 2017 geboren. Das Paar in der Blumenstraße ist bisher erfolgreich: es sind zwei Jungvögel im Nest, die auch bald das Schlimmste überstanden haben.

Ja, und schließlich wurde noch in der Tilgenstraße mit einer Brut begonnen. 
Juni: Zwei Jungvögel gibt es auch in der Tilgenstraße, beide am 20. Juni putzmunter. Und über die Eltern wissen wir nun auch bescheid (soweit man das bei unberingten Vögeln behaupten kann...): beide Altstörche sind nämlich unberingt.

Aber damit nicht genug, sind noch andere Störche in Altshausen unterwegs:  Außer dem Frickinger treiben sich noch ein weiterer junger Deisendorfer und ein Jungspund aus Mimmenhausen in der Weidenstraße und im Kreuzweg herum, klappern und machen ein bißchen die Gegend unsicher. Wahrscheinlich schauen sie auch gelegentlich in Ebenweiler vorbei, wo gerade ebenfalls der Bär (oder wohl besser der Storch?) abgeht.

Rathaus: Und last but not least (aber bisher noch nicht erwähnt) gibt es noch eine Brut  auf dem Rathaus. Die beiden Störche, welche im März nach den Kindergartenstörchen am Nest auf dem Mast in der Weidenstraße weiterbauten, zogen Ende März/Anfang April auf die Nistunterlage auf dem Rathausdach um. Sie ziehen hier derzeit einen Jungvogel groß, der nun auch schon mindestens an die fünf Wochen alt und damit bald gegenüber Wetterkapriolen unempfindlich ist.

2019: Alles beim Alten im Horst Storchhausen im Lkrs. Storchengäu in der Senderstraße. Das alteingesessene Paar - er aus Beizkofen (acht Jahre alt), sie aus Frickingen (neun Jahre alt) - begann Ende März mit der Brut.
Juni: Um den 25. April wurde es lebendig im Senderstraßen-Nest im "Storchengäu". Mitte Mai konnte man es etwas genauer erkennen: es waren drei Junge im Nest. Sicherlich haben sie in der Kälte- und Nässeperiode bis 21. Mai ziemlich gefroren, aber alle drei, also auch das NesthäkcheJun, kamen durch und so werden sie demnächst Bekanntschaft mit der Feuerwehr machen, die zur Beringung am 3. Juni das Nest anfahren wird.


Auch auf dem Mast am Kindergarten nisten dieselben Störche wie im Vorjahr (er aus Deisendorf, dort 2013 geboren, seine Gattin unberingt, d.h. so ganz sicher können wir uns nicht sein, dass es wirklich dieselbe ist). Und auch beim Kindergarten saß man Ende März bereits auf den ersten Eiern.
Juni: In den Eierschalen auf dem Kindergarten-Nest knackte es ein oder zwei Tage später als auf dem Sendernest, dann waren aber auch hier schließlich drei Küken versammelt. Bei den Adebaren des Kindergarten schaffte es das Nesthäkchen nicht, aber immhin zwei Störchlein geht es gut, und so erhalten auch sie am 3. Juni ihren Personalausweis, den schwarzen ELSA-Ring mit der individuellen weißen Nummer.

Auf dem Mast "Sender 2", dem "Storchengäu" unmittelbar benachbart, nur auf der anderen Seite der Bahngleise, fanden sich ebenfalls dieselben Störche wie im Vorjahr ein: beide 2015 im Bodenseekreis geboren, er in Weildorf, sie in Frickingen. Sie ließen sich mit der Brut etwas mehr Zeit, am 1. April saßen aber auch sie auf einem Gelege (sie haben mich doch wohl nicht vergackeiert, April, April....?)
Juni: Schlechte Nachrichten von Sender 2: Am 13. April verunglückte das Brutmännchen und brach sich das Bein. Die Anwohner versuchten, den verletzten Storch einzufangen. Der erste Versuch misslang, der Storch flog ihnen davon auf die unmittelbar benachbarten Bahngleise. Und dann geschah das Unglaubliche: Die Helfer wollten den Storch bergen, doch ein Zug näherte sich. Der Zugführer konnte rechtzeitig bremsen, hielt an, die Helfer wollten den Vogel holen, in dem Moment fährt der Zug wieder an und überfährt den Storch vor den Augen der Menschen, die fassungslos zusehen mussten!
Das Weibchen hat die Brut daraufhin aufgegeben und sich inzwischen mit einem neuen Männchen angefreundet, welches keinen Ring trägt. Man muss sich aber noch etwas näher kennenlernen, zu einer zweiten Brut reichte es dieses Jahr nicht mehr.

Trotz ihres Komplettverlustes 2018 kehrten die beiden vorjährigen Brutstörche auf ihren Horst in der Senderstraße 35 ("Sender 3") zurück. Mit der Eiablage begannen sie ähnlich früh wie die Störche im Storchengäu und beim Kindergarten.
Juni: Die Küken der Senderstraße 35 pellten sich um die Monatswende April/Mai aus den Eierschalen. Es wurden insgesamt vier. Für das Nesthäkchen waren Kälte und Nässe dann aber doch zuviel, so dass nach der Schlechtwetterperiode nur noch drei Köpfchen im Nest entdeckt wurden. Diese drei sind aber putzmunter und werden wie ihre Nachbarn im "Storchengäu" am 3. Juni ihren Ring erhalten. Wie die anderen kleinen Altshausener Störche werden sie dann auch gewogen und bekommen die übliche "Schnabliküre", ein Service, der besonders bei feuchtem Wetter, wenn die Schnäbel oft durch Regenwurmkost mit Gras- und Lehmresten verklebt sind und im Extremfall deshalb deformiert wachsen, lebensrettend werden kann.

Auch im Horst in der Haupt- bzw. Hindenburgstraße bleibt alles beim Alten. Gebrütet wird seit Ende März.
Juni: Im Horst "Hindenburgstraße" wurden Mitte Mai drei Jungvögel entdeckt, von denen einer jedoch nicht durchkam. Das verbliebene Duo, ähnlich alt wie die Jungvögel des Kindergartens und des Senders werden am 3. Juni beringt. Gefeiert wird das Ereignis von den Altshausener Bürgern einschließlich Kind und Kegel (bei letzteren stehen natürlich besonders das Feuerwehrauto und die Drehleiter hoch im Kurs) wieder mit Limonade, Kaffee und Kuchen auf dem Scheunenhof gegenüber.

Das Nest in der Bachstraße wurde ebenfalls wieder besetzt. Die Störchin ist wieder das Weibchen vom Affenberg, er ist jedoch noch nicht eindeutig identifiziert. Denn bei den bisherigen Horstbeobachtungen war sie entweder allein auf dem Nest oder er leistete ihr Gesellschaft, hatte aber eines seiner Beine eingezogen, so dass nicht zweifelsfrei festgestellt werden konnte, ob es sich tatsächlich um den Unberingten handelt. Am 1. April zeigte man noch kein eindeutiges Brutverhalten, "Probesitzen" war aber schon angesagt.

Juni: Es hat zwar etwas gedauert, denn es war bei jeder Nestbeobachtung (mit Ausnahme der letzten am 27. Mai) zufällig immer die Störchin auf dem Horst, aber jetzt ist der Gatte endlich als der Unberingte identifiziert. Die Bachstraßen-Störche waren um Einiges später dran als die übrigen Altshausener Adebare, aber auch hier dürften inzwischen Junge geschlüpft sein.


2018: Alles beim Alten im Horst Storchhausen im Lkrs. Storchengäu in der Senderstraße. Das alteingesessene Paar begann trotz der Kälte noch im März mit der Brut. Hoffentlich haben sie die Eier immer gut gewärmt, denn die Minustemperaturen lagen zeitweise noch im zweistelligen Bereich.

Man ließ es diese Saison in der Senderstraße etwas gemütlich angehen: Es waren zwei Junge zu versorgen. Kein Problem für die Eltern, und die beiden kleinen (na ja, sie waren zu diesem Zeitpunkt schon ganz schön groß...) erwiesen sich bei der Beringung am 7. Juni als ziemlich gut genährt. Bald ist es soweit, und das Nest in der Senderstraße ist für sie endgültig Vergangenheit.

Auf dem Mast am Kindergarten – es sind wohl dieselben Störche wie im Vorjahr – hat man sich dieses Frühjahr verständlicherweise mit der Brut etwas Zeit gelassen. Ziemlich genau um Ostern legte die Störchin die ersten Eier ins Nest, wobei diese sicher nicht aus Schokolade oder mit Marzipan gefüllt waren. Na, wir werden sehen, was Anfang Mai herauskommt!

Juni: Drei putzmuntere kleine Storchenküken schlüpften aus dem Gelege. Das Gejohle und Geschrei unterhalb ihres Kinderzimmers störte sie nicht im Geringsten, und für die Kinder des Kindergartens war die Beobachtung der Klapperstorch-Familie ein großer Spaß. Zur Beringung der kleinen Störche am 7. Juni kamen dann auch alle Kinder zusammen mit ihren Eltern und konnten dieses Mal ganz nah dabei sein, denn einer der Jungstörche (war es Hannibal, Steinbart oder Lisa?) wurde vom Nest geholt und auf der Kindergarten-Wiese beringt und gewogen. Ja, und wie wunderbar fühlt sich so ein warmes, weiches Gefieder an? Das "Storchenkind-Streicheln" war natürlich der absolute Höhepunkt des Tages. Die Storcheneltern stören sich nicht daran.

Auch für diese Adebar-Familie heißt es jedoch bald Abschied nehmen. Die Eltern kommen nächstes Jahr sicherlich wieder; Lisa, Hannibal und Steinbart werden jedoch erstmal eine Weile im Süden bleiben und sich in zwei bis drei Jahren andere Plätze zum Nestbau suchen.

Auch auf Mast "Sender 2" fanden sich Anfang März die gleichen Störche wie im letzten Jahr ein, wobei das Männchen sich allerdings auch für den Nachbarhorst im "Storchengäu" interessierte und – wenn die Besitzer gerade nicht da waren – zeitweise heimlich an ihm mitbaute. An Ostern war man zwar noch nicht soweit, doch eine gute Woche später wurde auch auf diesem Mast gebrütet.

Um den 10. Mai schlüpften auf "Sender 2" nach und nach drei Junge. Überlebt hat jedoch nur eines. Die beiden anderen kamen vermutlich beim Unwetter am 23. Mai bzw. in der nasskalten Nacht vom 12. auf den 13. Juni ums Leben. Der Jungstorch von Sender 2 ist einer derjenigen Jungstörche, die dieses Jahr in Oberschwaben unberingt ausgeflogen sind. Denn die zur Verfügung stehende Anzahl der Ringe war 2018 begrenzt, auf Beringungen, welche mit einem hohen Aufwand verbunden sind (die Sicherung des Masts wurde im vorangegangenen Winter von der EnBW nicht vorgenommen) wurde verzichtet.

Wie 2017 sind die Adebare der Senderstraße 35 ("Sender 3") unsere beiden Störche aus Zußdorf und aus Neukirch-Wildpoltsweiler. Sie beabsichtigen wohl, ihre Erfolgsgeschichte vom letzten Jahr dieses Jahr fortzusetzen. Einige Tage nach Ostern begann man mit der Eiablage.

Leider hatte dieses Paar in dieser Brutsaison großes Pech. Vier Jungstörche waren im Nest und schon ziemlich groß, da kam die nasskalte Nacht vom 12. auf den 13. Juni, die sogenannte, wenn auch dieses Jahr eigentlich sehr kurze "„Schafskälte". Fünfwöchige Jungstörche, zumal vier an der Zahl, passen nicht mehr unter die Altstörche, weshalb sich diese dann auch nicht mehr schützend auf ihren Nachwuchs setzen. Die Jungen, sehr wahrscheinlich schon etwas vorgeschwächt und deshalb nur wenig widerstandsfähig, waren dem Wetter schutzlos ausgesetzt und starben.

Dieselben wie im letzten Jahr sind – trotz ihres letztjährigen Mißerfolgs – auch die beiden Störche in der Haupt – bzw. Hindenburgstraße. Sie begannen mit der Brut zu einem ähnlichen Zeitpunkt wie die Störche am Kindergarten. Mit Nachwuchs ist also Anfang Mai zu rechnen.

Mindestens drei Jungvögel hatten die Storcheneltern anfangs zu versorgen. Bei der Beringung am 14. Juni lebten allerdings nur noch zwei, und auch diese zeigten sich  deutlich unterernährt. Der dritte war noch nicht lange gestorben (vermutlich in der nasskalten Nacht vom 12. auf den 13. Juni) und lag noch im Horst. Die beiden noch lebenden Geschwister werden's jedoch schaffen und bald auf ihre erste große Reise gehen. Wünschen wir ihnen viel Glück.

Die Besiedlung der Strommasten in der Nähe des Senders geht aber noch weiter, "Storchhausen im Storchengäu" macht also seinem Namen alle Ehre: Ein weiterer, direkt mit dem Mast der Hindenburgstraße vernetzter Niederspannungsmast in der Bachstraße wurde von einem Storchenpaar für ein neues Brutnest auserkoren. Das Männchen trägt keinen Ring, ist aber offensichtlich fest vermählt mit einer dreijährigen Störchin vom Affenberg. Die beiden fackelten nicht lange, legten sich beim Horstbau mächtig ins Zeug und legten bereits Anfang der zweiten Aprilwoche das erste Ei ins Nest.

Na, vielleicht hätten sie sich doch etwas mehr Zeit nehmen sollen? Zumindest bei der Paarung? Aus den Eiern schlüpfte nämlich nichts. Versuchen wir es nächstes Jahr nochmal? Bis dahin kann man ja noch etwas üben.

2017: Vor einigen Jahren in Göggingen, vor zwei Jahren in Isny, letztes Jahr in Bad Saulgau und dieses Jahr in Altshausen: Störche entdecken die Geselligkeit in Oberschwaben und im Allgäu.

In der Senderstraße (Horst "Storchhausen im Lkrs. Storchengäu") ist wieder unser altbekanntes Paar: Der sechsjährige Storchenmann aus Beizkofen zusammen mit der siebenjährigen Frickingerin. Sie erschienen Mitte Februar. Mit der Brut begannen sie ähnlich wie im letzten Jahr zu Beginn der letzten Märzdekade. Die ersten kleinen Störche sind hier schon um den 20. April geschlüpft.

Auf dem Mast am Kindergarten ist man dieses Jahr etwas früher dran als 2016. Ähnlich wie in der Senderstraße wurden auch hier die ersten Eier um den 20. März ins Nest gelegt. Bei der letzten Horstbeobachtung am 23. April waren anscheinend jedoch noch keine Storchenküken geschlüpft.
Die Eltern-Störche scheinen dieselben zu sein wie im Jahr zuvor. Bei der Storchendame weiß man das nicht so genau, da sie keinen Ring trägt. Da sich die beiden aber von Anfang an gut verstanden und diesmal recht zügig zur Brut schritten, ist anzunehmen, dass es sich auch bei der Störchin um dieselbe handelt wie letztes Jahr.

Ende März erschienen dann aber noch weitere Störche in Altshausen. Und sie machten nicht etwa nur eine Stippvisite, um die bereits Ansässigen zu ärgern. Nein, sie ließen sich tatsächlich häuslich nieder! Zwei Störche bauten auf dem Kamin des Schießgebäudes am Ortsausgang Richtung Ostrach, ein weiteres Nest wurde auf einem Mast in Nähe des bereits belegten Mastes in der Senderstraße angelegt.
Die beiden alten und nun auch eines der neuen Altshausener Nester befanden sich also auf Niederspannungsmasten, da wollte das Paar, welches anfangs auf dem Kamin baute, offensichtlich nicht aus dem Rahmen fallen. Sie ließen ihren Kamin links liegen, zogen kurzerhand um und bauen nun ebenfalls auf einem Niederspannungsmast in Nähe der ehemaligen Gärtnerei an der Hindenburgstraße.
Ja und potzblitz – bei meinem letzten Besuch in Altshausen am 23. April klapperte es doch tatsächlich von einem weiteren Mast in der Senderstraße, der bisher noch frei gewesen war: nur wenige Meter neben dem alten Sendermast-Horst ("Storchhausen") entstand auf dem unmittelbaren Nachbarmast ein weiteres Nest! Die Störche waren erst vor wenigen Tagen angekommen.

Bei den sechs Neuankömmlingen handelt es sich übrigens durchweg um junge "Einheimische": die Störche des Masts "Sender 2" (Nachbarmast des Masts "Storchhausen"), beide zwei Jahre jung, stammen aus dem benachbarten Bodenseekreis, und zwar aus Frickingen und aus Weildorf (bei Salem); die Adebare von "Sender 3" sind aus Zußdorf und aus Neukirch-Wildpoltsweiler (drei bzw. zwei Jahre alt); die Störche der Masts an der Hauptstraße sind zwei Zweijährige aus Wald und Ummendorf.
Na, was sie wohl zustande bringen werden?

Juli:

Lange Zeit sah man immer nur zwei kleine Störche auf dem Horst „Storchhausen“, bis sich bei der Beringung am Pfingstsamstag herausstellte, dass sich noch ein kleines Nesthäkchen zwischen den beiden größeren Geschwistern tummelte. Es brachte auch zu diesem Zeitpunkt nur knapp zwei Kilogramm auf die Waage und war damit ein gutes Kilo leichter als die Nestgeschwister. Da allerdings keine lang andauernden Schlechtwettereinbrüche in den Tagen nach der Beringung angesagt waren, war zu erwarten, dass auch der Kleinste seine kritische Zeit noch gut überstehen würde. Es wird nun nicht mehr lange dauern, bis alle drei das Fliegen gelernt haben und zusammen mit den anderen Altshausener Störchen auf den umliegenden Wiesen und Feldern auf Mäusejagd gehen.

Kindergarten: Gegen Ende April war es soweit, die ersten Eierschalen wurden aufgebrochen, und nach einigen Tagen war die Jungschar schließlich auf vier angewachsen. Der Kleinste, schon nach kurzer Zeit deutlich zurückgeblieben, starb im Alter von etwa einer Woche, die drei älteren Geschwister überstanden ihre kritische Nestlingszeit jedoch trotz der anfangs wüsten Witterung gut. Zusammen mit den „Senderstörchen“ wurden sie am 3. Juni beringt, und inzwischen beobachten staunende Kinderaugen jeden Tag, wie die Sprünge der Jungstörche immer höher werden. Denn das Fliegen will erstmal gelernt sein. Bald aber schon werden die Trupps der Jungstörche in den Süden ziehen, und da will man schließlich dabei sein!

Weitere:

Tatsächlich gibt es noch weiteren Nachwuchs bei den Störchen von Altshausen:
In der Senderstraße 35 (Nest Sender 3) wuchsen drei kleine Störche auf, die erst vor kurzem mit Hilfe der Feuerwehr und der EnBW (der Strom musste zur Beringung hier kurzzeitig abgestellt werden) ihren Personalausweis erhielten.
Auf dem Mast an der Hauptstraße (bzw. Hindenburgstraße) schlüpften zwei Junge, welche ebenfalls am 29. Juni beringt wurden.
Keine ernsthafte Brut gab es dagegen beim Weildorfer und der Frickingerin auf dem Mast „Sender 2“. Sie wollten wohl noch ihre Jugend etwas genießen und warten bis zum nächsten Jahr.

 

2016: In der Senderstraße ist wieder unser altbekanntes Paar eingetroffen: Er aus Beizkofen, mittlerweise fünf Jahre alt, sie ein Jahr älter und aus Frickingen am Bodensee. Um den 20. März wurde das erste Ei ins Nest gelegt und noch vor Ende April tummelten sich zwei kleine Storchenküken im Horst. Ob vielleicht in den letzten Apriltagen noch ein drittes oder gar viertes Junges geschlüpft ist, kann nicht mit Sicherheit ausgeschlossen werden. Die letzten Apriltage waren sehr kalt. Möglich also, dass sie geschlüpft sind und ihre ersten Tage nicht überlebt haben. Jedenfalls waren bei der letzten Kontrolle am 4. Mai immer noch zwei Junge im Nest, die allerdings einen munteren Eindruck machten. 
Auch das Nest auf dem Mast am Kindergarten ist wieder besetzt. Der schon im letzten Jahr hier – allerdings erfolglos –  brütende junge Storch aus Deisendorf hat jedoch eine neue Gattin, diesmal ohne Ring. Seine Letztjährige zog es vor, einen neuen Brutplatz auszuprobieren; sie brütet dieses Jahr in Hasenweiler. Das Paar des Kindergarten-Nestes war etwas später dran als die Senderstraßen-Störche. Sie saßen ab Anfang April auf einem Gelege. Die ersten kleinen Störche dürften auch hier mittlerweile geschlüpft sein.

Juli: Die beiden Jungstörche in der Senderstraße haben das gefährlichste Nestlingsalter mittlerweile überschritten und sind putzmunter. Am 2. Juni erhielten die Beiden mit Hilfe der Feuerwehr ihren Personalausweis, den schwarzen ELSA-Ring, was wieder mit Kaffee und Kuchen gebührend gefeiert wurde.

Und auch im Kindergarten gab es einen Grund zu feiern. Dieses Jahr stattete die Feuerwehr am 17. Juni nämlich zwecks Beringung auch dem Mast beim Kindergarten einen Besuch ab. Zwar hatte nur der größere der beiden fast sechswöchigen Jungstörche die nasse, kalte und windige Nacht zuvor überlebt, aber die kleinen Jungs und Mädels des Kindergartens freuten sich riesig über den kleinen Storch – Michael soll er heißen (obwohl zuerst die Namen "Schweini" und "Boateng" zur Debatte standen...). Sie hatten ihm zu Ehren Schokoladen-Muffins und jede Menge andere Kuchen gebacken. Freund Adebar erschien höchstpersönlich in einem Storchenkostüm, erzählte von sich und bekam sogar ein Ständchen von den Kindern vorgetragen, und so wurde es ein fröhliches Fest.

2015: Das Altshausener Brutpaar verspürte diesen Winter wenig Lust auf den sonnigen Süden. Bis zum ersten starken Frost blieben sie in Altshausen und zogen auch dann vermutlich nur noch an den Bodensee. Ab 21. Februar waren sie dann wieder in Altshausen, wo sie auf ihrem Horst auf dem Mast in der Senderstraße Ende März mit der Brut begannen.

Um den 22. April schlüpften die ersten kleinen Störche in der Senderstraße. Insgesamt wurden es vier. Noch am 30. April wurden die vier Küken gesehen, eine Woche später jedoch gab es keine Bewegung mehr im Nest. Möglicherweise waren die Jungen einer Infektion zum Opfer gefallen. Die Jungen wurden unterhalb des Nestes nicht gefunden und konnten auch nicht aus dem Horst geborgen werden, da es ganz danach aussah, dass die Störche ziemlich schnell mit einem Nachgelege begannen. Allerdings zerstörte sich auch diese Hoffnung, denn schon eine Woche vor dem erstmöglichen Schlupfzeitpunkt wurde das Nest auf einmal von beiden Störchen zeitweise verlassen.
Es bleibt uns also nur die Hoffnung auf das nächste Jahr.

Am 10. April erschien jedoch ein zweites Storchenpaar in Altshausen und baute sich auf einem Mast beim Kindergarten ein Nest. Auch diese Störche – er aus Deisendorf, sie aus Ostrach, beide sehr jung (zwei Jahre alt) – brüteten und hatten Ende Mai drei Junge im Nest. Allerdings war das Paar wohl doch zu unerfahren, um seinen Nachwuchs durch die kurze Schlechtwetterperiode mit Regen und niedrigen Temperaturen um den 8. Juni zu bringen, und so wurde am 10. Juni kein Leben mehr im Nest festgestellt. Ob die beiden ihr Glück nächstes Jahr nochmals hier versuchen werden?

2014: Das Altshausener Storchenmännchen war Anfang März gerade mit einer neuen Partnerin angekommen und ruhte sich zusammen mit ihr von seiner anstrengenden Rückreise auf seinem von einem Altshausener Bürger frisch hergerichteten Horst aus, da fiel es einem Anwohner ein, anlässlich seines Geburtstags nicht weit vom Nest ein Feuerwerk abzuhalten. Die Knallerei war zuviel für die Adebare, sie verließen Altshausen umgehend und kehrten auch nicht mehr zurück.
Glücklicherweise erschien am 22. März ein neues Paar, noch recht jung, und besetzte das verwaiste Nest. Der Storchenmann stammt aus Beizkofen und wurde dort im Jahr 2011 geboren. Er versuchte schon letztes Jahr in Unterweiler bei Ostrach eine Brut, hatte jedoch wegen des grausligen Wetters keinen Erfolg. Seine Partnerin schlüpfte im Jahr 2010 in Frickingen in Nähe des Bodensees aus dem Ei. Die beiden hatten es besonders eilig, denn bereits nach einer guten Woche saßen sie auf einem Gelege. Und so wird es hoffentlich trotz aller Widrigkeiten wieder kleine Störche in Altshausen geben.

Ende Juni: Anfang Juni schlüpften im Altshausener Nest, genannt "Storchengäu", vier kleine Störche. Alle vier kamen durch, zeigten bei der Beringung zwar etwas Untergewicht, sind im Übrigen jedoch gesund. Am 11. Juni, als die Feuerwehr zur Beringung anrückte, wurden die Altshausener Jungstörche sogar zu Fernsehstars. Gleich zwei Teams des SWR erschienen mit Mikrofonen und Kameras,  um das Ereignis im Nest und auch das Spektakel unterhalb des Nestes – es gab mal wieder ein kleines Fest mit Kaffee und reichlich leckeren, selbstgebackenen Kuchen – gebührend zu dokumentieren. Der Erlös aus der Bewirtung geht dieses Jahr an den Altshausener Kindergarten.

Altshausen AltshausenAltshausen(Fotos: Georg Steinhauser Mai 2014)

2013: Der Zug in den Süden ist voller Gefahren. Von den noch unerfahrenen Jungstörchen kommen mehr als die Hälfte nicht mehr zurück. Aber auch erfahrene Altstörche erreichen oft kaum ihr zehntes Lebensjahr. So ist auch unsere Brutstörchin aus Fleischwangen dieses Frühjahr anscheinend nicht aus ihrem Winterquartier zurückgekehrt. Zumindest ist sie bisher weder in Altshausen noch an einem anderen Ort in Oberschwaben gesichtet worden.
Ihren Platz hat die vormals in Ebenweiler brütende Störchin eingenommen, die dort im letzten Jahr – vermutlich durch einen Kampf - ihre Jungen verloren hatte.  Das Altshausener unberingte Männchen hat die neue Partnerin akzeptiert und so wird seit Ende März gemeinsam gebrütet.

Vermutlich ist den Altshausener Störchen bei der Kälte vor und um Ostern das Gelege erfroren. Denn aus den Eiern schlüpften keine Jungen. Allerdings wurde um den 25. April, also kurz vor dem erwarteten Schlupfzeitpunkt auch ein Kampf beobachtet. Vier Fremdstörche bedrängten das Paar. Bei der Aufregung über die Eindringlinge könnte das Gelege zu Bruch gegangen sein. Allerdings hätten sich die Altstörche in diesem Fall nicht weiter darauf gesetzt, was sie jedoch taten, und zwar noch den ganzen Mai hindurch. Anscheinend konnten sie es einfach nicht glauben, dass aus ihren Eiern nichts schlüpfen wollte. Es gibt also dieses Jahr leider keine kleinen Störche in Altshausen. Und wer weiß, vielleicht ist das auch gut so, denn Petrus hätte sowieso kaum gute Tage für sie bereit gehalten.

Juni: Soeben wurde mir vom Storchenbetreuer von Aulendorf berichtet, dass die Altshauser Störchin anscheinend ihren diesjährigen Brutplatz verlassen hat und nach Aulendorf umgezogen ist, wo sie sich mit dem vor wenigen Tagen verwitweten Storchenmännchen zusammengetan hat. Wir wissen ja schon aus diesem Frühjahr, dass die Störchin Brutorten, die ihr kein Kinderglück beschert haben, ziemlich schnell den Rücken kehrt (Frühjahr 2012 Umzug von Ebenweiler nach Altshausen). Ihr jetziges Verhalten zeigt, dass sie wirklich von der ganz schnellen Truppe ist.

2012: Wir erinnern uns: Die nunmehr zehnjährige Altshausener Brutstörchin hatte im letzten Jahr während der Jungenaufzucht ihren Storchenmann verloren und zog einen ihrer Zöglinge ganz alleine auf. Nun hat sie wieder einen Partner. Mit nur zwei Tagen Abstand erschienen sie und ein unberingtes Storchenmännchen – vermutlich aus dem Elsass stammend – Anfang März auf dem Horst in der Senderstraße. Es dauerte nicht lange, da wurde man sich einig. So wurde in den letzten Märztagen das erste Ei gelegt und bald darauf eifrig gebrütet.

Anfang Juni: Es dauerte von da an ziemlich genau einen Monat, da regte sich das erste Leben im Altshauser Nest, und ein paar Tage später tummelten sich hier drei kleine Störche. Dank der Fürsorge der Eltern überstanden sie die kalten Nächte der Eisheiligen und die späteren kleineren Unwetter gut. Anfang Juni wird es also anlässlich ihrer Beringung wieder ein kleines Fest in Altshausen geben.

August: Großeinsatz der Altshausener Feuerwehr am 5. Juni: Ganz Altshausen, Jung und Alt war unter dem Storchennest versammelt, als die kleinen Störche ihren Personalausweis erhielten. Bei Kaffeee und Kuchen wurde viel Wissenswertes über die oberschwäbischen Adebare ausgetauscht während seitab – in ausreichender Entfernung vom Storchenhorst – die Männer der Feuerwehr jeden mit dem Korb in die Lüfte hoben, der einmal die Welt aus der Storchenperspektive sehen wollte. Das Storchenfest diente auch noch einem weiteren guten Zweck. Die Einnahmen wurden nämlich für leukämiekranke Kinder gespendet, und es kamen zweihundert Euro zusammen.
Altshausen 2012 Altshausen 2012Altshausen 2012Altshausen 2012Altshausen 2012
Mitte Juni hielten es die jungen Störche schließlich nicht mehr auf ihrem Nest aus. Flugübungen hatte man genug gemacht, jetzt hieß es Mut fassen und los geht's. Frisch gewagt ist halb gewonnen. Und tatsächlich klappte es problemlos. Zwar war beim kleinsten der drei die dritte Feder der Handschwingen des rechten Flügels nicht vollständig aus dem Kiel gekommen und stark verkürzt, aber da nur eine einzige Feder betroffen ist, wird der Jungstorch in seiner Flugfähigkeit dadurch kaum beeinträchtigt. Am 18. Juli, drei Tage später als seine beiden Geschwister, flog auch er. Gefiederschäden solcher Art sind gewöhnlich nur vorübergehender Natur, bei der nächsten Mauser wird die Feder ganz normal wachsen.
Die Familie erkundet nun gemeinsam die Altshausener Wiesen, und schon in wenigen Wochen heißt es für die Jungen, Abschied zu nehmen und sich auf die Reise zu machen. Vielleicht schließen sie sich auch schon in den nächsten Tagen dem zwanzigköpfigen Weißstorch-Trupp an, der sich derzeit im Altshauser Ried verköstigt und ziehen mit diesem fort. Viel Glück.

2011: Den Illmenseer A3725 sind sie los, die Altshausener Störche, denn er ist 2010 aufs Riedlinger Rathaus (wo im Frühjahr eine uralte Liebe zerbrach) umgezogen und hat jetzt wohl endlich seinen Platz gefunden.
Trotzdem gab es wieder Zoff auf dem Mast in der Senderstraße. Ein dreijähriger Storchenmann hatte sich Anfang März den Horst in der Nähe seines Geburtsorts – er stammt aus Fleischwangen – ausgesucht und sich mit dem dortigen Weibchen angefreundet. Wieder fand also das Altshauser Brutmännchen bei seiner Ankunft am 20. März seinen Horst bereits besetzt vor, wieder musste er um seine angestammten Rechte kämpfen. Bei der heftigen Streiterei mussten die Männchen Federn lassen (man fand die Federn nach dem Kampf am Fuß des Mastes), der junge Fleischwangener konnte sich gegen den kampferprobten Altshauser Brutstorch nicht durchsetzen und musste das Feld räumen, der Horstinhaber war siegreich wie in den Jahren zuvor.
Und dann ging alles sehr schnell, denn man ist ja ein vertrautes Ehepaar. Es dauerte gerade mal 10 Tage, da saß man schon auf den ersten Eiern.

Juni: Die Küken im Altshausener Horst schlüpften in den ersten Maitagen. Es wurden vier an der Zahl, und am 18. Mai war das Quartett noch vollzählig. Bei der nächsten Beobachtung eine Woche später wurden dann aber nur noch drei Junge gezählt, das Kleinste hatte nicht genug Futter abbekommen, war zu schwach geworden und hatte nicht überlebt.
Kurz vor der Beringung der Jungstörche, die am Dienstag, den 7. Juni stattfinden sollte, geschah dann jedoch ein Unglück. Der Vater der Jungen wurde stark geschwächt in der Nähe einer Straße aufgefunden. Man brachte ihn zum Tierarzt, wo Abschürfungen am Bein und eine starke Dehydrierung festgestellt wurden. Man gab ihm Infusionen, die allerdings leider nichts mehr nützten, er starb noch beim Arzt. Was war geschehen? Am Tag zuvor war es sehr windig, fast stürmisch gewesen, und es wurde beobachtet, dass ein Storch von Altshausen Richtung Ravensburg abgedriftet wurde und vergeblich versuchte, gegen den Wind anzukämpfen. Ziemlich sicher handelte es sich um unser Storchenmännchen, denn sein Fundort befand sich in dieser Richtung. Obwohl im Kampf gegen Konkurrenten an seinem Horst immer siegreich, kam er gegen die Böen nicht an, war vermutlich gegen ein Hindernis geprallt und dann irgendwann erschöpft liegen geblieben. Anstrengung, Wind und Sonne hatten ihn ausgedörrt, so dass er sich nicht mehr aufrappeln konnte.
Da es für die Störchin nun sehr schwierig geworden wäre, allein die drei Jungen aufzuziehen, wurden zwei davon aus dem Nest genommen, beringt und gewogen und nach Salem gebracht, wo sie zu etwa gleichaltrigen Jungstörchen in zwei verschiedene Horste gesetzt wurden. Der Altshauser Störchin ließen wir das größte der drei, und weil es zu diesem Zeitpunkt bereits an die fünf Wochen alt war, sind seine Chancen recht gut. Jungstörche in diesem Alter werden während der Nahrungssuche sowieso meist schon allein im Horst gelassen und bei Regen auch nicht mehr von den Altstörchen abgedeckt, weil sie hierfür bereits zu groß sind.

Anfang August: Der verwitweten Störchin ist es gelungen, den Jungstorch bis zum Ausfliegen groß zu ziehen. Zwar benötigte er fast zwölf Wochen bis er sich erstmals vom Nest wagte (vielleicht wurde er als Einzelkind auch etwas zu sehr von seiner Mutter verwöhnt), doch dann hat er es gepackt. Am 2. August wurde er zusammen mit anderen Jungstörchen und einigen Einjährigen auf den Wiesen der Auhöfe bei Zußdorf beobachtet. Auch den beiden ausgehorsteten, in Nestern des Affenbergs großgezogenen Jungstörchen geht es gut, so dass die Saison für den Altshausener Nachwuchs insgesamt trotz des Unglücks noch ein gutes Ende nahm.

Altshausen
Foto oben: Georg Steinhauser, 25.03.2010

2010: Der Illmenseer kann´s nicht lassen. Ende Februar erschien das Altshauser Weibchen auf dem Mastnest in der Senderstraße und am selben Tag ein Männchen (A3725, geboren in Illmensee), das sich schon seit 2008 in Altshausen herumtreibt. Letztes Frühjahr – das angestammte Altshauser Männchen war noch nicht zurückgekehrt – vermählte sich dieser Storch mit dem Altshauser Weibchen auf dem Mastnest. Man hatte schon angefangen zu brüten, als der Horstinhaber (A3402) am 30. März in Altshausen ankam, und der war verständlicherweise von der Situation nicht begeistert: Es flogen die Fetzen, der Horstinhaber gewann den Kampf.
Dieses Jahr nun ist das Männchen A3402 in weiser Voraussicht zwar früher aus dem Süden zurückgekommen, nämlich am 18. März, aber eben nicht früh genug! Wieder fand er den Illmenseer auf seinem Horst zusammen mit seiner Angetrauten vor. Anfangs sah es so aus, als würde er diesmal sein Nest nicht zurückgewinnen, obwohl das Weibchen sich nur sehr halbherzig am Kampf beteiligte, sich meistens heraushielt und während der Kämpfe das Weite suchte. Immer wieder wurde der noch vom Zug geschwächte Horstinhaber durch den Illmenseer vom Nest abgedrängt. Schließlich aber hat er es doch wieder geschafft: Mit einigen Blessuren und deutlichen Blutspuren im Brustgefieder stand er zwei Tage später fest auf seinen beiden Beinen im Horst, vom Rivalen war nichts mehr zu sehen.
Das Paar klappert nun wieder einträchtig, die Eier sind bereits gelegt, und seit den ersten Apriltagen brütet man.

Juni: Anfang Mai schlüpften dann auch die ersten Jungen. Insgesamt wurden es fünf an der Zahl, von denen das Jüngste jedoch kurz nach dem Schlupf tot unterhalb des Nestes gefunden wurde. Die übrigen vier haben sich wacker gehalten, das kalte Maiwetter haben diese vier alle überstanden. Die beiden Jüngeren des Quartetts scheinen aber in der Familie etwas zu kurz zu kommen, denn sie sind deutlich kleiner als ihre beiden älteren Geschwister. Vor allem das Viertgeschlüpfte ist in der Entwicklung stark zurückgeblieben, und je größer der Abstand zu den älteren Geschwistern wird, desto schwerer wird es für ihn, bei der Fütterung seinen Anteil zu ergattern. Die kritische Zeit wird sich daher für ihn verlängern, hoffen wir, dass er sie schadlos übersteht.
Die Beringung der vier ist auf den 11. Juni angesetzt. Die Kuchenbäckerinnen von Altshausen stehen also schon in den Startlöchern, denn anlässlich der Beringung der kleinen Störche mit der Feuerwehr gibt es in "Storchenhausen" in der Senderstraße immer ein kleines Straßenfest.

August: Was ist nur los in Altshausen? Alles sah zuerst ganz gut aus, und bei der Beringung freuten sich Jung und Alt über den Storchennachwuchs (ganz besonders "jung", denn die Feuerwehr beförderte wieder zahlreiche Kinder – in gebührendem Abstand vom Storchennest, versteht sich – in luftige Höhen und ließ sie die Welt einmal aus Storchenperspektive sehen). Als die Jungstörche aber dann langsam erwachsen wurden, stellten sich wie im letzten Jahr Schäden am Fluggefieder heraus. Einer der Beiden kam noch ganz gut weg dabei, bei ihm war an beiden Flügeln nur jeweils eine Handschwinge nicht ausgewachsen, und so brauchte er zwar sehr lange – er war schon 13 Wochen alt – bis er sich am 1. August erstmals vom Nest wagte, aber er flog, und er schaffte es auch zum Horst zurück. Nicht so sein Geschwister: Bei ihm waren gleich mehrere Schwungfedern an beiden Flügeln sehr stark verkürzt. Sein Jungfernflug zwei Tage später – er hielt es jetzt natürlich auch nicht mehr alleine auf dem Nest aus - endete gleich unterhalb des Horstes, wo er eingefangen werden konnte (die Feuerwehr war gerade für diesen Tag schon organisiert, falls er sich nicht vom Nest trauen würde).
Zur Zeit befindet er sich in Pflege am Affenberg, wo er der alten Riedlingerin in einer großen Voliére Gesellschaft leistet. Hoffentlich lässt ihm die Greisin auch ab und zu etwas Futter übrig, denn der Ölkofer Jungstorch, der vorher zeitweise bei ihr einquartiert war (inzwischen aber erfreulicherweise fliegen kann), hatte es angeblich schwer, sich bei Tisch gegen die Dame durchzusetzen (nach dem Motto: Alter vor Schönheit...).
Die Flugunfähigkeit des Altshauser Storchs wird ebenfalls nicht von Dauer sein. Nach Gefiederwechsel wird er sich wie seine Artgenossen in die Lüfte erheben können.
Es wird mittlerweile angezweifelt, ob für das mangelhafte Auswachsen der Hand- und Armschwingen – in den letzten Jahren in bestimmten Regionen gehäuft auftretend – tatsächlich Nahrungsmangel zur Gefiederentwicklungszeit verantwortlich ist; den Ursachen soll in nächster Zeit gezielt nachgegangen werden. Nur die durchsichtige Querstreifung einiger Federn, wie sie beim Altshauser Jungstorch ebenfalls zu beobachten ist, ist wohl ziemlich sicher auf Nahrungsmangel während des Gefiederwachstums zurückzuführen.

2009: In Altshausen geht es dieses Frühjahr hoch her. Das Storchenweibchen ist heiß umworben, ein Kampf folgt dem anderen, und mittlerweile hat die Dame schon den dritten Gatten. Dieser ist der letztjährige Brutstorch und hat nun wohl endgültig das Rennen gemacht.
Aber von Anfang an:
Am 28. Februar erschienen auf dem Masthorst der Senderstraße, wo letztes Jahr gebrütet wurde, zwei Störche: die letztjährige Brutstörchin A1704, gebürtig in Salem (Affenberg) und ein Männchen A5328, das 2008 südlich von Altshausen im Föhrenried gebrütet hatte (ohne Bruterfolg). Auch Anfang März waren beide noch zusammen auf dem Altshausener Mastnest zu beobachten. Am 2. März erschien außerdem auf dem Postnest wieder – und wieder allein - unser altbekanntes erfolgloses Männchen A3725 aus Illmensee, das schon mal in Bad Schussenried drei Junge hatte (alle allerdings bei dem schrecklichen Pfingstwetter eingegangen) und die letzte Brutsaison einsam auf dem alten Postgebäude verbrachte. Hartnäckiger Bursche, dachte ich, gibt auch auf anscheinend verlorenem Posten nie auf!
Dann erfuhr ich, dass A5328 auf einmal in Fronhofen gesichtet wurde und dachte: Hoppla, ist das letztjährige Brutmännchen nach Altshausen zurückgekehrt und hat ihn vertrieben? Weit gefehlt! Ich fuhr nach Altshausen und fand ziemlich unerwartet in trauter Zweisamkeit turtelnd die Brutstörchin A1704 zusammen mit dem Illmenseer A3725 auf dem Mastnest vor. Geduld zahlt sich eben manchmal doch aus, dachte ich, denn bei den folgenden Nestkontrollen waren die Beiden immer noch zusammen, und Ende März begann man mit der Brut.
Insgesamt drei Wochen dauerte das Glück des Illmenseers; dann, am 30. März, kehrte auf einmal der Horstinhaber vom letzten Jahr (A3402) zurück. Der ließ sich das Ganze nicht gefallen und zettelte einen heftigen Streit an, bei dem er den Eindringling vertrieb und außerdem auch ein Ei aus dem Nest purzelte.
Derzeit wird die Brut fortgesetzt. Der Vater der Küken ist jedoch mit Sicherheit der Illmenseer, der sich nun wieder auf dem Postnest niedergelassen hat, von wo aus er immer wieder das Paar angreift. Wie das wohl weitergeht?


Juni: Bis jetzt verläuft alles ziemlich friedlich. Die Jungen sind geschlüpft, vier an der Zahl. Das Weibchen hatte also fünf Eier gelegt (wir erinnern uns, eines wurde aus dem Nest geworfen, vermutlich war es das erste Ei). Die Brut hatte – vermutlich aufgrund des Kampfes – etwas verzögert begonnen, ca. um den 5./6. April. Zwei der Jungen sind noch recht klein; hoffen wir, dass ihre großen Geschwister ihnen beim Schmaus genug übrig lassen und sie die nächsten Wochen gut überstehen. Das Unwetter am 26. Mai konnte ihnen jedenfalls nichts anhaben.

Juli: Das kleinste der vier Jungen scheint schließlich doch zu schwach gewesen zu sein, um Kälte und Nässe Anfang Juni zu überstehen, denn am 9. Juni konnten nur noch drei Junge im Nest festgestellt werden. Am 16. Juni versammelten sich wieder die Altshauser Bürger in Storchhausen im Storchengäu (so wurde der horstbelegte Mast von den Eigentümern des Hausgartens, in welchem der Mast steht, benannt), brachten Kaffee und Kuchen sowie beste Laune mit und feierten die bis dahin erfolgreiche Aufzucht der drei kleinen Adebare. Diese waren zwar zunächt wohl etwas erschrocken, als der Korb der Altshauser Feuerwehr – diese erstmals im Besitz einer eigenen Drehleiter – auf einmal am Nestrand auftauchte; die Beringung hatten sie jedoch schnell überstanden, und als ihnen die Kinder des Altshauser Kindergartens ein Ständchen vortrugen, wurden sie bereits wieder von den Storcheneltern umsorgt.
Kurz vor ihrem ersten Ausflug wurden dann allerdings bei einem der Jungstörche Defekte im Gefieder des rechten Flügels festgestellt, und es bestanden berechtigte Zweifel an seiner Flugfähigkeit. Tatsächlich schafften auch nur zwei der nun schon recht großen Jungstörche problemlos ihren ersten Flug auf die Wiese und zurück zum Horst, während der Flug des dritten in einer Bruchlandung endete. Die aufmerksamen Anwohner kümmerten sich sofort um den Unglücklichen; er wurde untersucht und schließlich nach Salem auf den Affenberg gebracht. Wie es sich herausstellte, ist der Schaden glücklicherweise reparabel: man konnte die Fahnen der Federn aus den Federkielen befreien, und möglicherweise kann der Storch schon in ein paar Tagen freigelassen werden (Stand: 31. Juli).

2008: Zuerst konnten sich die Störche noch nicht so richtig entscheiden, auf welchem der Horste in Altshausen sie nun in diesem Jahr brüten sollten – wir erinnern uns, das Paar hatte sich im letzten Sommer eine "Zweit-" und sogar eine "Drittwohnung" zugelegt. Aber dann ließ sich das nun fünfjährige Männchen aus Salem mit seiner ein Jahr älteren, ebenfalls vom Affenberg stammenden Gattin endgültig auf dem Mast in der Senderstraße im Südteil von Altshausen nieder, und Anfang April begannen sie dort zusammen das Brutgeschäft.
Auch auf dem Horst des alten Postgebäudes gegenüber dem Rathaus waren jedoch immer wieder Störche zu sehen. Besonders gut gefällt er anscheinend einem aus Illmensee stammenden Storchenmännchen, das im letzten Jahr in Bad Schussenried drei Junge an Pfingsten verloren hatte. Seit Ende März ist es hier regelmäßig – zuweilen einsam klappernd oder im Horst vor sich hindösend – zu beobachten.  Ob sich ihm noch ein Weibchen zugesellen wird?


Juni: Der Storch auf dem Horst des alten Postgebäudes war auch Anfang Juni immer noch allein. Dennoch gab er den Horst bis jetzt noch nicht auf. Ob er auch im nächsten Jahr wiederkommen wird und sich dann eine Partnerin mitbringt?
In der Senderstraße ist dagegen seit ca. Mitte Juni die Familie komplett. Um den 8. Mai schlüpften hier die ersten Storchenküken aus den Eiern. Insgesamt wurden es drei. Man freute sich sehr in Altshausen, dass das Trio seine ersten Lebenswochen gut überstand und am Freitag, den 13. Juni, beringt werden konnte. Und deshalb war auch so richtig was los am Morgen dieses Freitags. Ein kleines Straßenfest war in der Senderstraße organisiert worden, es gab Kaffee und Kuchen und die Kinder des Kindergartens brachten den kleinen Störchen sogar ein Ständchen dar: "Auf unserer Wiese gehet was, watet durch die Sümpfe..." Die Storchenfreunde erfuhren, dass alle drei Jungstörche gut genährt sind (sie wogen zwischen zweidreiviertel und dreieinviertel Kilogramm) und allerbeste Chancen haben, auch noch die kommende Woche bis zur vollständigen Gefiederentwicklung gut zu überstehen. Als dann noch der Feuerwehrmann anbot, alle Kinder (in angemessener Entfernung vom Horst, damit die Storcheneltern wieder in Ruhe ihren Nachwuchs versorgen konnten) mit dem Korb hinaufzufahren und einmal aus luftigen Höhen auf Storchennest und Festgesellschaft hinunterblicken zu lassen, war die Begeisterung der Sprösslinge nicht mehr zu bremsen. Denn so etwas erlebt man schließlich nicht alle Tage, und dass wir Freitag, den 13. hatten, hat keinen gestört.

Juli: Fast hätte es unter den Altshausener Jungstörchen doch noch ein Unglück gegeben: Am 19. Juni fiel einer der Kleinen aus dem Nest – vermutlich hatte er sich beim Abkoten zu weit an den Nestrand gewagt. Glücklicherweise schlug er nicht auf der Erde auf, sondern fiel in ein Gebüsch. So hatte er sich nichts gebrochen und blieb auch im Übrigen unverletzt. Nach Untersuchung bei einer Tierärztin und einer kleinen Aufbauspritze wurde er wieder zu seinen Geschwistern ins Nest zurück gebracht.
Jetzt kann so etwas nicht mehr passieren, denn seit Mitte Juli verlassen die Störche das Nest so wie es sich gehört: Flügel ausbreiten und los! Noch vervollständigen sie ihre Flugkünste und die Techniken des Nahrungsfangs, aber bald geht es ab in den Süden.
Fotos aus 2008

2007: Schon Anfang März erschien dieses Jahr ein Storchenpaar in Altshausen. Vermutlich waren es andere als letztes Jahr, denn sie verschwanden bald wieder. Dann schaute sich kurzzeitig das in Isny geborene, im letzten Jahr in Aulendorf brütende Männchen in Altshausen um, verzog sich dann aber wieder nach Aulendorf. Am 20. März erschien schließlich ein Storch, der vor drei Jahren in Ummendorf geboren wurde, entschloss sich dann aber ebenfalls bald, sein Glück woanders zu suchen.

Ende März war es dann endlich soweit. Später als letztes Jahr kam das angestammte Altshausener Männchen an seinen Horst zurück, an seiner Seite jedoch nicht seine letztjährige unberingte Dame, sondern ein am rechten Bein beringtes Weibchen, das sich bald als die letztjährige Fleischwangener Brutstörchin herausstellte. In Fleischwangen schlüpften in der letzten Brutsaison keine Jungen aus den Eiern. Vermutlich hat diese Erfahrung das Weibchen dazu bewogen, Horst und Männchen zu wechseln. Ca. am 10. April begann das neu vermählte Paar mit der Brut.

Juni: Um den 10. Mai schlüpften die ersten Jungen in Altshausen, Insgesamt wurden es drei. Das nasskalt-stürmische Wetter am Pfingstmontag und dem nachfolgenden Dienstag überstanden die zu diesem Zeitpunkt fast drei Wochen alten Jungen jedoch leider nicht. Hoffen wir auf bessere Bedingungen im nächsten Jahr.

Die Altstörche, nun ohne elterliche Verpflichtungen, haben sich derweil wieder auf den Nestbau verlegt. Auf einen Niederspannungsmast in Nähe des Rathauses bringen sie Äste auf und geben so ihrem wieder auflebenden Nisttrieb Ausdruck, auf einem weiteren Mast beim Steinmetz Vogler haben sie sogar mit dem Bau eines dritten Nestes begonnen. Nestbauaktivitäten sind derzeit in vielen Orten Oberschwabens und auch anderswo, wo Störche ihre Jungen verloren haben, zu beobachten. Ein solcher Bau eines "Alternativ-Nestes" wird gelegentlich auch von "arbeitslosen" Altstörchen unternommen, deren Jungen bereits flügge geworden sind (siehe vor ein paar Jahren in Bad Waldsee).

Fotos aus 2007, Fotograf: Michael Epp, Altshausen:

Altshausen
Nach verlorener Brut bauen sich die Altshauser Störche ein Alternativnest auf einem Mast in Nähe des Rathauses.


Altshausen
Romantik pur

Altshausen
Fund unterhalb des Nests. Und es stimmt doch...

2006: Den Störchen scheint es letztes Jahr in Altshausen gefallen zu haben, denn Mitte März kamen sie wieder und bezogen ihren Horst.
Nach Geturtel und Herrichten der Wohnstatt legte das Weibchen schon in der ersten Aprildekade die ersten Eier, die jetzt abwechselnd von beiden Partnern bebrütet werden. Sie sind mit dem Brutgeschäft also fast einen Monat früher dran als letztes Jahr, aber da mussten sie sich ja auch erst mal orientieren und sich kennenlernen.
Immer wieder ist ein dritter Storch am Nest zu beobachten. Das Geplänkel mit dem Fremdstorch ließ sich zunächst harmlos an, um den 20. April kam es jedoch zu einem heftigen Kampf, bei dem ein Ei aus dem Horst geworfen wurde.

Juni: Um den 12. Mai schlüpfte ein Junges. Ihm gilt seitdem die ganze Fürsorge seiner Eltern, denn es blieb ein Einzelkind. Die kalten und nassen Tage im Mai hat der Jungstorch gut überstanden, denn er musste die in Regenzeiten knappere Nahrung nicht mit Geschwistern teilen und erhielt stets ausreichend Schutz vor Wind und Wetter unter dem Körper des jeweilig am Nest wachenden Altstorchs.
Am 19. Juni um 2 Uhr nachmittags wird es wieder ein kleines Fest in Altshausen geben; um 2 Uhr nachmittags an diesem Tag soll der kleine Storch nämlich seinen Personalausweis, den Ring, erhalten, und das Ereignis wird mit Kaffee und Kuchen gefeiert.

Im Alter von ca. 75 Tagen erhob sich der Altshausener Jungstorch zu seinem Jungfernflug in die Lüfte, und man kann jetzt die ganze Familie zusammen auf Nahrungssuche auf den Wiesen um Altshausen beobachten. Doch nicht mehr lange. Denn die ersten Jungstorch-Zugtrupps sammeln sich schon seit Ende Juli im Pfrunger-Burgweiler-Ried, und der Altshausener Jungstorch wird bald von seinen Eltern Abschied nehmen, sich den Trupps anschließen und in den Süden ziehen.

2005: Seit langer Zeit gibt es zum erstenmal wieder brütende Störche in Altshausen. 1946 - also vor ca. 60 Jahren - brüteten hier zum letzten Mal Störche auf der Reitschule, 1962 hielt sich ein Paar einige Wochen in Altshausen auf, brütete jedoch nicht.
Schon letztes Jahr versuchten Störche auf einem Elektromasten in der Stadtmitte ein Nest zu bauen. Der Mast wurde umgehend gesichert, und es wurde von der Stadt den Störchen ein Alternativ-Nest auf dem benachbarten Postsaal der Gemeinde angeboten, das jedoch zunächst nicht angenommen wurde. Stattdessen zogen die Adebare nach wenigen Tagen wieder ab.
Auch in diesem Jahr schien die Besiedlung des Horstes zunächst unsicher, denn das am 31. März erschienene Paar sah sich Anfang April außerdem kurzzeitig in Aulendorf um, entschied sich dann jedoch endgültig für den Altshausener Horst. Einer der Störche ist beringt, er stammt aus Salem-Affenberg und ist erst zwei Jahre alt, sein Partner ist unberingt.

Anfang Mai begannen sie – für die Altshausener Bürger fast unsichtbar, denn ein liegender Storch ist in dem Nest von unten kaum auszumachen - mit dem Brutgeschäft. Aus dem Gelege schlüpften zwei Junge, die hoffentlich die Regengüsse in der Nacht vom 14. auf den 15. Juni gut überstanden haben (eine Nesteinsicht ist nur vom Dachboden des Schlosses möglich, Nestkontrolle hier am 13. Juni mit freundlicher Erlaubnis der Schlossherren).

August: Tatsächlich haben die Altshausener Jungen ihre Nestlingszeit bisher gut überstanden, am 15. Juli wurden sie beringt, was von den Altshausenern Bürgern als besonderes Ereignis mit Kaffee und Kuchen gefeiert wurde. Sie sind jetzt schon fast so groß wie ihre Eltern und sind sogar bald soweit, ihren ersten Ausflug zu wagen. Langsam wird es ja auch Zeit, denn ihre Artgenossen sammeln sich schon langsam zum Wegzug. Wünschen wir ihnen weiterhin viel Glück.

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