Die Störche Oberschwabens



Bad Waldsee



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Da ist was los bei der Fuetterung der 4 Jungstörche in Bad Waldsee. 28.06.2014. Fotos: Georg Steinhauser

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War das schon alles, oder gibt's noch was?

2016: In Bad Waldsee gab es keinen Wechsel. Beide Störche erschienen schon im Februar, das Weibchen am 22. Februar, ihr Gatte ca. eine Woche später. Immer mal wieder waren fremde Störche auf dem Nest zu sehen, sie zogen aber stets mehr oder weniger freiwillig wieder ab, zu einem heftigen Kampf kam es nicht.
Am 23. März lag dann das erste Ei im Nest. Nach und nach folgten weitere vier. Pünktlich 32 Tage nach Ablage des zweiten Eis am 25. März (Brutbeginn) schlüpfte das erste Storchenküken. Insgesamt wurden es drei. Ihre ersten Lebenstage haben sie gut überstanden. Hoffen wir, dass das so bleibt.
Auch in Bad Waldsee gibt es eine webcam. Weitere Informationen und Bilder aus dem Bad Waldseer Storchennest gibt es wie immer auf der webseite.

2015: Die aus Mühlhofen am Bodensee stammende Bad Waldseer Brutstörchin kam am 2. März in Bad Waldsee-Steinach an. Ihr Gatte, gebürtig in Grasbeuren und nun zehn Jahre alt – übrigens auch den Winter über in Bad Waldsee gesichtet - erschien zwei Tage später auf dem Steinacher Horst.
Das erste Ei wurde über die Nestkamera am 25. März im Nest gesehen. Insgesamt wurden es fünf. Ende April ist der Schlupf der ersten kleinen Storchenküken zu erwarten.

Pünktlich am 28. April pellten sich die ersten kleinen Storchenküken aus ihren Eiern. Insgesamt wurden es fünf. Am 20. Mai, nachdem es ziemlich viel geregnet hatte und zum Schluss auch noch kalt wurde, starb das Nesthäkchen, das nächstkleinere Geschwister folgte ihm ca. zehn Tage später. Drei Jungstörche konnten aber wohlbehalten am 9. Juni beringt werden und erwiesen sich als recht gut im Futter. Jetzt üben sie fleißig, und so wird es nicht mehr lange dauern, bis sie sich erstmals vom hohen Kamin wagen.

Weitere Informationen und Bilder aus dem Bad Waldseer Storchennest gibt es wie immer auf der Webseite.

2014: Die mittlerweile füfjährige Brutstörchin von Bad Waldsee erschien in diesem Frühjahr schon zwei Wochen vor ihrem Angetrauten, nämlich am 25. Februar. Der langjährig mit einem Männchen verpaarte, seit zwei Jahren nun aber vorbildich als Familienvater agierende Gatte kam am 7. März in Bad Waldsee Steinach an.
Das erste Ei lag am 24. März im Nest, zwei Tage später das nächste, und man begann mit der Brut. Insgesamt wurde es ein Gelege aus fünf Eiern. Die ersten kleinen Störche werden sich voraussichtlich um den 25. April aus den Eierschalen pellen. Weitere Informationen und Bilder aus dem Bad Waldseer Storchennest gibt es wie immer hier.

Ende Juni: Vier Junge konnten am 6. Juni im Waldseer Nest beringt werden und sie erwiesen sich dieses Jahr als recht gut genährt. Der schwerste brachte fast dreieinhalb Kilo auf die Waage und auch der kleinste wog noch mehr als zweieinhalb Kilogramm. So ist es ein gutes Jahr für die Bad Waldseer Störche, und wenn beim ersten Ausflug alles gut geht und die Flugkünste nach und nach perfektioniert werden, wird sich die sechsköpfige Familie – die Jungen zuerst – bald auf die Reise in den Süden begeben.

Bad Waldsee

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Fotos: Georg Steinhauser 2013

 

2013: Zunächst erhielt Bad Waldsee Steinach Ausgang des Winters Besuch von einem Südbadener Storch aus Schutterwald, was sich das letztjährige  Paar natürlich nicht gefallen lassen konnte. Sie vertrieben kurzerhand den Eindringling und verteidigten auch gegen weitere Interessenten erfolgreich ihren Horst.
Die Eier, ziemlich sicher fünf an der Zahl, wurden Ende März und Anfang April, also um Ostern herum (wie es sich gehört) gelegt und von Roy und seiner Gattin (sie erhielt den Namen Sieglinde) eifrig bebrütet. Bilder vom Nest und weitere Informationen gibt es wie immer auf der homepage.

Juni: Es waren tatsächlich fünf Eier, und aus allen schlüpfte ein Küken, denn am 16. Mai – die Übertragung der Nestkamera war gerade defekt – konnten von einem nahegelegenen Hügel aus fünf kleine Störchlein im Nest gezählt werden. Ob die Storcheneltern den zahlreichen Nachwuchs durchbringen würden? Die beiden kleinsten waren nicht sehr widerstandsfähig und überlebten die Schlechtwetterperiode um den 25. Mai nicht. Ein weiterer starb am 31. Mai, als es in Oberschwaben ganz fürchterlich und lang anhaltend goss. Das schlechte Wetter hatte jedoch noch kein Ende, und schließlich hielten auch die beiden letzten Jungstörche nicht mehr durch. So ist es jetzt ruhig geworden im Steinacher Nest. Wir können nur auf ein besseres nächstes Jahr hoffen.

Bad Waldsee
Foto: Georg Steinhauser 2012

2012: Nach mehrjährigem Pech in Bad Waldsee – 2008 Brutmännchen verunglückt, dann zweijährige Besetzung durch ein Männchen-Paar, letztes Jahr dann das Brutmännchen verschollen –, steht jetzt auf dem Nest des Steinacher Brauereikamins wieder ein Storchenpaar, wenn auch wieder durchaus ein etwas skurriles. Die Sache ist nämlich so:
Siggi, der Ältere des Männchen-Paars, der im Jahr 2006 schon einmal in Ingoldingen gebrütet hatte, hat nach nun fünfjähriger gleichgeschlechtlicher Ehe, die von beispielhafter Treue und gemeinsam angezettelten und durchgestandenen Kämpfen geprägt war, tatsächlich seinen Partner Roy verlassen. Und zwar tat er sich just mit der Ölkofener Störchin zusammen, deren von ihr allein aufgezogener Jungstorch letztes Jahr durch die üblen Aktivitäten des Männchen-Paars ums Leben kam (siehe Ölkofen 2011). Roy blieb zunächst allein und war immer wieder auf dem Ingoldinger Horst zu sehen. Am 21. März erschien dann dort eine junge Störchin (gebürtig in Mühlhofen am Bodensee), die letztes Jahr in Baltringen erstmals mit einem Partner ein Nest besetzt hatte, jedoch nicht brütete. Roy lieferte sich mit der Störchin ständige Kämpfe ums Ingoldinger Nest, und selbst als sie sich ein paar Tage später schließlich dazu entschlossen hatten, es miteinander zu versuchen und sich eifrig paarten, hörten ihre Streitereien nicht auf. Ein dritter Storch machte ihnen aber auf einmal das Leben schwer, und so zogen sie ab nach Bad Waldsee-Steinach, ein Nest, das Roy ja wohl bekannt war. Man darf gespannt sein, was draus werden wird. Die Kamera www.stoerche-bw.de wird´s zeigen.

Mitte Juni: Roy hat sich tatsächlich berappelt und ist braver Storchenpapa geworden. Am 7. April legte seine Gattin das erste Ei, nach und nach legte sie noch weitere vier dazu. Aus dem Gelege schlüpften dann nach etwas mehr als einem Monat drei Störchlein. Die ersten vier Wochen überlebten alle drei. Die Schafskälte kam jedoch für sie zu einer kritischen Zeit. Zu groß, um noch von den Eltern geschützt zu werden, und mit noch lückigem Deckgefieder mussten sie den auskühlenden Regengüssen trotzen, und das überstand der Kleinste nicht. Da die Schafskälte und nicht etwa eine Infektion oder Müll im Nest für den Tod des Jungstorchs verantwortlich ist, wurde von einem Anfahren des Nests zum jetzigen Zeitpunkt dringend abgeraten. Es würde nur unnötigen Stress für die beiden Überlebenden bedeuten. Der Kadaver wird entweder von den Altstörchen noch aus dem Nest geworfen oder etwas zugedeckt und gefährdet die beiden anderen Jungstörche nicht. Bei der Beringung, die am 15. Juni stattfinden soll, wenn die Jungstörche schon widerstandsfähiger geworden sind, kann er problemlos entfernt werden.

August: Die beiden fünfwöchigen Störchlein auf dem Steinacher Kamin wurden bei der Beringung  zufriedenstellend ernährt vorgefunden. Beide wogen über drei Kilogramm. Noch genau einen Monat dauerte es von da an, bis sich der erste der beiden vom Nest wagte. Einen Tag später blickten die webcam-Beobachter auf einen leeren Horst. Die beiden Jungstörche entzogen sich von da an der ständigen Kontrolle. Wer sie sehen will, muss sich jetzt auf die Steinacher Wiesen bemühen, wo die Jungstörche nun selbst Heuschrecken und andere Leckereien fangen und sich einverleiben. Der nächste Winter kommt bestimmt, und schon den Herbst werden die beiden nicht mehr bei uns verbringen.

Bad Waldsee
Foto: Georg Steinhauser 2012

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Foto: Georg Steinhauser 2012

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Foto: Georg Steinhauser 2011

2011: Die Bad Waldseer und wahrscheinlich auch andere, die regelmäßig im Internet die Waldseer Storchen-webcam besuchen, freuen sich. Das gleichgeschlechtliche Paar ist umgezogen, und zwar an den selben Ort, von dem aus sie vor einigen Jahren nach Bad Waldsee gekommen waren, sie sind wieder in Ingoldingen.
Der Horst auf dem Brauereikamin in Steinach war also im Frühjahr wieder zu haben, und wurde am 5. April auch prompt von einem anderen Storchenpaar angenommen. Und zwar ist es ein ganz besonderes Pärchen, das sich da niedergelassen hat. Das Männchen stammt nämlich aus Tschechien, das Weibchen aus dem oberschwäbischen Herbertingen. Die noch junge Störchin hatte letztes Jahr erstmals in Oberschwaben gebrütet, sie hatte in Waldbeuren vier Junge, diese jedoch – teilweise auch wegen des schlechten Wetters – nicht durchgebracht.
Die Ansiedlung tschechischer Störche in Baden-Württemberg ist selten. 1964 brütete einmal ein Tscheche in Zell am Andelsbach, 1999 und 2000 brütete ein tschechischer Storch in Achstetten und 2004 ebenfalls ein tschechisches Männchen in Zwiefaltendorf. Die tschechischen Storchendamen schienen sich bisher für Oberschwaben nicht zu interessieren, dieses Jahr ist jedoch erstmals in Kirchbierlingen eine tschechische Störchin aufgetaucht, die anscheinend auch vor hat, dort zu brüten.
Aber zurück zum Geschehen in Bad Waldsee:
Am 8. April mussten der Tscheche und die Herbertingerin das Steinacher Nest gegen Angreifer verteidigen (näheres zum Kampf und Bilder aus dem Bad Waldseer Storchennest). Sie waren erfolgreich und konnten sich behaupten. Sicher wird man bald mit der Brut beginnen.

Juni: Mitte April, genau gesagt am 17. April, lag das 2. Ei im Nest, und es wurde mit der Brut begonnen. In den nächsten vier Tagen kamen noch zwei weitere Eier zum Gelege hinzu. Man freute sich, endlich wieder einmal Jungstörche mit der Steinacher webcamera beobachten zu können, doch es hat nicht sollen sein. Am 1. Mai kam auf einmal der männliche Altstorch nicht mehr zum Nest zurück, er blieb von da an verschollen. Die Störchin blieb stoisch auf ihren Eiern sitzen, aber es war klar, dass sie das auf Dauer nicht würde durchhalten können. Wir beschlossen, einen Versuch zur Rettung des Geleges zu unternehmen und fuhren am 3. Mai hoch zum Horst, um die Eier zu entnehmen und sie Siggi und Roy in Ingoldingen (siehe dort) unterzuschieben. Erfahrungen mit anderen Männchenpaaren zeigen, dass solche Paare ihnen untergeschobene Gelege ausbrüten und sich auch liebevoll um die geschlüpften Jungen kümmern. Es war allerdings schon eine Ironie des Schicksals dass das Gelege, das die beiden zum Brüten bekamen, ausgerechnet aus Bad Waldsee stammte, das sich nach jahrelanger Besetzung des Waldseer Nestes durch Siggi und Roy erstmals wieder auf Nachwuchs freute. Mit dieser Vorgehensweise wollten wir sozusagen zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Erstens das Gelege retten, zweitens die beiden Männchen beschäftigen, damit sie nicht wie letztes Jahr andere Horste angreifen und dort für Brutverlust sorgen.
Es ist jedoch nur der zweite Wunsch in Erfüllung gegangen: Die beiden Männchen brüten seit Wochen äußerst gewissenhaft und lassen andere Paare in Ruhe. Aus dem Gelege wird allerdings mit Sicherheit nichts schlüpfen, denn die beiden Jungs waren – obwohl eine Viertelstunde vor Anfahren des Nestes mit dem Gelege noch an ihrem Horst – wider Erwarten trotz schlechten Wetters plötzlich aus Ingoldingen abgezogen (wahrscheinlich, um wieder mal irgendwo Rabbatz zu machen). Wir versuchten, sie mit Klangatrappen anzulocken - einen Tag zuvor hatten sie nämlich Zoff mit einem Fremdstorch, das Geklapper hätte sie also, wären sie in der Nähe gewesen, sofort zu ihrem Horst zurücklocken müssen - und suchten sie im Ingoldinger Nahrungsgebiet, um sie dort aufzuscheuchen, aber Fehlanzeige. Sie waren weg, die Eier kühlten aus.
Bad Waldsee-Steinach hat aber in der Zwischenzeit wieder ein neues Storchenpaar bekommen. Er ist diesmal ein Oberschwabe und stammt aus Untersulmetingen, wo er vor 3 Jahren geschlüpft ist, seine Parntnerin ist unberingt. Für eine Brut ist es dieses Jahr etwas spät, aber sicher werden sie im nächsten Jahr wiederkommen. Hoffen wir, dass ihnen dann mehr Glück beschert ist wie dem Tschechen und der Herbertingerin.

2010: Die beiden Männchen sind dem Steinacher Horst treu geblieben, sehr zum Leidwesen einiger Storchenfreunde, die gern einmal wieder Nachwuchs im Nest auf dem Steinacher Brauerei-Kamin sehen würden. Da die Brutzeit gerade erst begonnen hat, ist es immer noch möglich, dass in einem anderen Horst Oberschwabens ein Gelege durch ein unglückliches Ereignis elternlos wird (was wir aber natürlich nicht hoffen). In diesem Fall würde man die Eier den beiden Männchen unterjubeln, die – ihrem Verhalten nach zu urteilen – sogar sicher glücklich darüber wären. Die Beobachtung der Aufzucht von Jungen durch die beiden Männchen mit Hilfe der Nestkamera wäre selbstverständlich spannend.
"Antonia", die Brutstörchin des Jahres 2008, die 2009 im Föhrenried (in der Nähe von Weingarten) brütete, wegen eines Sturms jedoch ihre gesamte Brut verlor, bleibt 2010 verschollen. Bisher ist sie noch nirgends gesichtet worden.

Juni: Weder in Salem noch in den Nestern Oberschwabens wurde ein Gelege elternlos. Die beiden Männchen blieben daher wieder ohne Jungen und konnten ihre sicherlich vorhandene väterliche Fürsorge nicht unter Beweis stellen.
Wahrscheinlich ist es großteils auf ihre daraus resultierende Langeweile zurückzuführen: Am 29. Mai erschienen sie in Messkirch, also an einem Horst, der zu dem am weitesten von Bad Waldsee entfernten Horsten gehört, und griffen zusammen mit einem dritten Storch (wahrscheinlich ein Halbstarker) das Messkircher Storchenpaar an, das zu dieser Zeit drei Junge hatte. Auch am nächsten Morgen waren die beiden Waldseer noch da und ließen das Messkircher Paar nicht in Ruhe. Meistens standen sie auf der benachbarten Sirene und flogen gelegentliche Angriffsflüge auf das Nest. Damit der Horst verteidigt werden konnte, blieben beide Messkircher Störche bei ihren Jungen, die Futtersuche fiel damit aus. Gegen 11 Uhr schließlich machte einer der beiden Altstörche einen letzten massiven Versuch, die beiden Waldseer zu vertreiben und flog dann Richtung Nahrungsgebiet. Die beiden Waldseer kamen jedoch auf die Sirene zurück. Zu dieser Zeit war kaum noch Bewegung im Nest zu sehen. Zumindest ein sich bewegendes Köpfchen konnte man aber noch erkennen. Einige Minuten passierte nichts, dann griffen die Waldseer gemeinsam den bewachenden Altstorch an. Es gab einen kurzen, aber sehr heftigen Kampf, bei dem das letzte Junge getötet wurde. Ein Altstorch zog ab, zwei kamen auf das Nest zurück, es waren nicht die Messkircher. Möglicherweise haben die Bad Waldseer jetzt ihr Schwulenpaar los. Denn es weist alles darauf hin, dass sie nach Messkirch umgezogen sind.
Übrigens, kurz vor ihrem Umzug wurden sie in Bad Waldsee noch Radio- und Fernsehstars (sowas kann man sich ja nicht entgehen lassen – oder ist ihnen der Auftritt zu Kopf gestiegen?).
Aktuellste Nachricht aus Bad Waldsee vom 4. Juni: Die beiden sind zurück in Bad Waldsee und stehen wieder auf dem Steinacher Horst. Wie geht das weiter?

Juli: Sie ziehen zwar immer noch manchmal umher, scheinen sich aber am Steinacher Horst heimisch zu fühlen. Wahrscheinlich werden sie sich auch im nächsten Jahr wieder hier niederlassen.

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Foto: Storch auf der Nestkamera stehend. Georg Steinhauser, Aulendorf, 08.04.2010

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Foto: Georg Steinhauser, Aulendorf

 

2009: Auf dem Steinacher Kaminhorst haben sich Mitte März wieder die beiden Männchen eingefunden, die Mitte Mai 2008 den Horst eroberten und sich ausgesprochen treu sind. Sollten sie nicht noch vertrieben werden, wird es demnach dieses Jahr nichts mit Nachwuchs in Bad Waldsee-Steinach. Sollte in einem anderen Horst Oberschwabens allerdings ein Unglück passieren und ein Gelege elternlos werden, wird man die Eier diesem gleichgeschlechtlichen Paar unterschieben. Denn die Chance, dass sie die Eier ausbrüten und die Jungen großziehen würden, ist ziemlich groß. Das Horstgeschehen ist wie in den letzten Jahren wieder auf der Seite www.stoerche-bw.de zu beobachten.
"Antonia", die Brutstörchin des letzten Jahres ist übrigens ins Föhrenried im Schussental (zwischen Mochenwangen und Weingarten) umgezogen, wo sie auf neues Glück hofft.


Juni: Nichts Neues aus Bad Waldsee. Da bisher (man muss sagen: glücklicherweise) kein Gelege elternlos wurde, das man dem "Paar" hätte unterschieben können, werden sich die beiden Männchen dieses Jahr wohl keiner Aufzucht von Jungen erfreuen können.

2008: Obwohl "Antonia" ja letztes Frühjahr von Aulendorf nach Bad Waldsee umgezogen ist, hängt ihr Herz anscheinend immer noch etwas an Aulendorf, denn dort hat sie den größten Teil des Winters verbracht. Erst zu Heilige Drei König zog die Französin wieder auf den Steinacher Horst, wo sie noch eineinhalb Monate auf die Ankunft ihres Gatten warten musste. Seit 24. Februar sind sie wieder traulich vereint, und wer das Horstgeschehen aufmerksam über die Webkamera der Internetseite www.stoerche-bw.de verfolgt hat, konnte am 27. März das erste gelegte Ei im Nest sehen. Insgesamt wurden es vier, und ungefähr am 30. April ist mit dem ersten schlüpfenden Küken zu rechnen.

Juni: Ende April / Anfang Mai schlüpften vier Junge in Bad Waldsee. Ihnen war jedoch keine unbeschwerte Kindheit in ihrem Horst beschert, denn am 5. Mai verunglückte ihr Vater. Der zwölfjährige Storchenmann aus Gundelfingen stürzte, wie man im Tierärztlichen Untersuchungsamt in Aulendorf feststellte, infolge eines Leberschadens ab, verletzte sich dabei schwer und starb einen Tag darauf. Da die Jungen noch sehr klein waren und deshalb nicht von "Antonia" allein versorgt werden konnten, brachte Herr Daiber sie zum Affenberg in Salem. Dort wurden die Küken in drei verschiedene Horste gesetzt, wo sie jetzt von ihren Pflegeeltern gut versorgt werden. "Antonia", nun am Steinacher Horst allein geblieben, wurde Mitte Mai von zwei Fremdstörchen vertrieben. Die Freude des Betreuers der Bad Waldseer Storchen-Webcam war nicht gerade groß, als er erfuhr, dass es sich bei den beiden Horsteroberern um das seit zwei Jahren in Ingoldingen ansässige Schwulenpaar handelt. Denn falls das Paar bleibt, ist kein Nachwuchs zu erwarten.

2007: Schon am 18. Februar kam der Waldseer Storchen-Mann aus seinem Winterquartier zurück. Er blieb nicht lange allein, obwohl seine Angetraute noch auf sich warten ließ. Schon am nächsten Tag erschien die Aulendorfer Störchin ("Antonia") und leistete ihm auf dem Horst Gesellschaft. Die Bad Waldseer Störchin, die Ende Februar ihren Horst ansteuerte, war von dieser Liaison selbstverständlich nicht begeistert und zettelte einen heftigen Kampf an, bei dem sie jedoch unterlag und von ihrem Horst vertrieben wurde. Wie es mit ihr weiterging, können Sie unter Aulendorf nachlesen.

"Antonia", die Französin, die sich in Bad Waldsee behauptet hatte, brütet nun seit 5. April zusammen mit dem mittlerweile 11-jährigen Männchen aus Gundelfingen auf dem Kamin-Horst in Bad Waldsee-Steinach. Abwechselnd sitzen sie auf mindestens 4 Eiern. Die Brut kann auf der Seite www.stoerche-bw.de per Webkamera beobachtet werden.

Juni: Am 7. Mai schlüpfte auf dem Schornstein-Horst das erste Bad Waldseer Storchenküken. Es wurden insgesamt vier. Nach ca. 10 Tagen starb jedoch das Kleinste und wurde von seinen Eltern aus dem Nest geworfen. Allerdings waren auch die übrigen drei nicht besonders gut im Futter, vermutlich hätten sie ihre Nestlingszeit auch bei gutem Wetter nicht überstanden. Denn kurz nach ihrem Tod an Pfingsten holte Herr Daiber sie vom Nest und stellte bei allen ein erhebliches Untergewicht fest: Die beiden Ältesten wogen nur wenig mehr als ein Kilo, das dritte Junge brachte ein gutes Pfund auf die Waage. Sie waren also deutlich unterernährt und möglicherweise auch mit Krankheitskeimen bzw. Pilzen infiziert.

2006: Obwohl der Winter zu dieser Zeit Oberschwaben noch fest im Griff hielt, erschien der erste Storch auf dem Kamin-Horst in Bad Waldsee-Steinach schon am 23. Februar. Auf seinen Partner musste er allerdings noch 2 Wochen warten. Es sind unsere alten Bekannten.
Seit diesem Jahr schaut eine Kamera ins Nest, die zwar etwas witterungsanfällig ist (es gibt immer wieder Ausfälle bei starkem Wind), ansonsten aber recht gute Bilder liefert.
Wir wissen deshalb auch, dass die Steinacher Störche dieses Jahr auf 5 Eiern sitzen, von denen das letzte am 12. April gelegt wurde. Mit dem Schlupf des ersten Kükens ist somit um den 8. Mai zu rechnen. Wenn Sie das Familienleben der Steinacher Störche genauer verfolgen wollen, gehen Sie auf die Seite www.stoerche-bw.de: die Webkamera schießt alle 10 Sekunden ein Bild.
Es gab übrigens zeitweise ein zweites Storchenpaar in Bad Waldsee. Es belegte den Horst auf dem Gemeindehaus im Stadtzentrum. Das Weibchen stellte sich als die letztjährige Brutstörchin von Wangen i. Allg. heraus, wo es sie nach ca. 2 Wochen auch wieder hinzog. Der Horst auf dem Gemeindehaus blieb daraufhin verwaist. Da die Nahrungsgrundlagen in Bad Waldsee für Störche nicht sehr gut sind, ist es fraglich, ob hier zwei Paare ihre Jungen hätten durchbringen können. Solange in dieser Hinsicht um Bad Waldsee nichts geschieht, ist es für die Steinacher Störche besser, wenn der Horst auf dem Gemeindehaus leer bleibt.

Juni: Das erste Storchenküken schlüpfte in Bad Waldsee am 8. Mai. Insgesamt wurden es 4 Jungstörche. Das Nesthäkchen überlebte seine ersten Tage allerdings nicht, es starb zwischen dem 12. und 18. Mai. Für vier Störche war die Nahrung wohl doch zu knapp, denn der Dauerregen und die extreme Kälte kamen erst später.
Immerhin konnten am 12. Juni drei Jungstörche in Bad Waldsee beringt werden. Der schwerste wog 2,7 kg und auch der kleinste brachte noch knapp über 2 kg auf die Waage. Auch wurde noch ein Ei am Nestrand gefunden, das zur Vermessung und als Anschauungsmaterial mitgenommen wurde.

Am 15. Juli, also im Alter von ca. 9 Wochen, machte der erste Jungstorch in Bad Waldsee-Steinach seinen ersten Ausflug vom Nest. Das Geschwister-Trio ist im Aussehen mittlerweile kaum noch von seinen Eltern  zu unterscheiden. Sie sind putzmunter und machen sich zunehmend selbständig. Es wird auch Zeit, denn der Abreisetermin – die Jungen beginnen ihren Zug in den Süden vor den Alten - naht.

2005: Auch in diesem Jahr bleibt in Bad Waldsee alles beim Alten. Am 10. März trafen sich die jetzt fünfjährige Storchendame aus Salem und ihr 1996 in Gundelfingen geborener Gatte am Steinacher Horst. Seit Anfang April brüteten sie.

Juni: Anfang Mai schlüpften im Horst auf dem Brauerei-Schornstein vier Junge. Trotz kalter und teils regnerischer Witterung waren sie bei einer Kontrolle am 11. Mai alle noch am Leben. Bald jedoch starb das jüngste des Quartetts und ca. am 23. Mai – es regnete an diesem Tag unaufhörlich – starb auch das zweitjüngste. Die beiden älteren überstanden ihre ersten Lebenswochen jedoch gut und brachten bei der Beringung am 9. Juni jeweils knappe 3 kg auf die Waage. Das stattliche Gewicht verwundert nicht, mussten sie ihr Futter ja nicht noch mit zwei jüngeren Geschwistern teilen. Die kritische Zeit ist für sie überstanden, bis zum ersten Ausflug dauert es jedoch noch eine Weile.'

August: Die Bad Waldseer Jungstörche haben es geschafft. Am 15. Juli starteten sie das erste Mal von ihrem Nest auf dem Schornstein und kamen auch wohlbehalten auf der Wiese an. Ihren Eltern ist es, seitdem sie ihre Jungen etwas auf Schmalkost gesetzt hatten, um sie vom Horst herunter zu locken, etwas langweilig, weshalb sie sich die Zeit mit dem Bau eines Zweitnestes vertrieben, und zwar auf der gegenüberliegenden Gaststätte. Sie zogen es dann auch vor, ganz ungestört von ihren Kindern dort zu übernachten.

Die Internetseite über die Störche Bad Waldsees ist übrigens immer noch online und aktuell!

2004: Dieses Jahr erschien am 3. März zuerst das Storchenweibchen am Horst. Es ist die vor vier Jahren in der Aufzuchtstation Salem-Affenberg geborene Storchendame, die schon letztes Jahr auf dem Steinacher Horst in Bad Waldsee brütete. 5 Tage später gesellte sich dann das Männchen zu ihm, das bis jetzt noch nicht eindeutig identifiziert werden konnte. Vermutlich handelt es sich um das angestammte Steinacher Männchen, da es den Ring an der selben Stelle trägt, wie der Storchenmann der letzten Jahre.
Seit Anfang April saß das Paar abwechselnd auf den Eiern.


Das sorgfältige Brüten hat sich für das Steinacher Paar gelohnt: 5 Junge schälten sich Anfang Mai aus den Eiern. Gut beschützt von den Eltern – sie waren ja noch recht klein und passten so noch gut unter das schützende Gefieder der abwechselnd wachenden Altvögel - überstanden sie alle das recht ungemütliche kalte Wetter in der ersten Maihälfte. Bei der letzten Kontrollbeobachtung am 19. Mai waren alle fünf noch am Leben und machten einen munteren Eindruck. Wünschen wir den Eltern gute Jagdbeute, denn fünf Schnäbel wollen erstmal gefüttert sein; und die Nahrungsmenge, die sie benötigen, wird von Tag zu Tag größer.

Juli: Das Nahrungsangebot um Bad Waldsee war für die fünf Jungstörche tatsächlich nicht ausreichend. Um den 10. Juni starben die zwei jüngsten; das Nesthäkchen war schon bei der Beringung seiner Nestgeschwister am 4. Juni so schwach, dass entschieden wurde, ihm die Aufregung einer Beringung und Gewichtsbestimmung zu ersparen. Die drei anderen sind jedoch wohlauf und trainieren schon fleißig ihre Flugmuskulatur, denn im August soll´s auf die Reise in den Süden gehen.

2003: Das Storchenmännchen erschien schon Ende Februar, während sich das Weibchen noch etwas Zeit ließ und fast eine Woche später in Bad Waldsee ankam.
Dass sich die beiden gut kennen, war zunächst zu vermuten, denn sie fackelten nicht lange, sondern begatteten sich schon am ersten Tag der Ankunft des Weibchens.
Bei der Ablesung des Rings hat sich nun aber herausgestellt, dass das Weibchen auf dem Waldseer Horst ein anderes als letztes Jahr ist. Es ist erst drei Jahre alt und wurde in der Aufzuchtstation Salem-Affenberg geboren.
Das Paar begann Anfang April mit der Brut, und Anfang Mai schlüpften 3Junge, von denen das Nesthäkchen – offensichtlich unterernährt - allerdings am 25. Mai tot unterhalb des Nests aufgefunden wurde.
Die beiden überlebenden Nestlinge wurden am 3. Juni beringt, vermessen und gewogen. Mit jeweils um die 2 kg gehörten sie zu den Leichtgewichten der diesjährigen Jungstörche, ein Hinweis darauf, dass die Nahrungsgebiete um Bad Waldsee verbessert werden müssen.
Nach fleißigem Training der Flugmuskulatur gelang den beiden Jungstörchen am 15. Juli ihr erster Ausflug vom Nest.

Es gibt noch eine weitere sensationelle Neuigkeit aus Bad Waldsee: In einem Wald in der näheren Umgebung brütet dieses Jahr ein Schwarzstorch. Wer Näheres hierzu erfahren möchte, kann dies auf der Internetseite über die Störche Bad Waldsees unter der Rubrik „Aktuelles“ nachlesen.


2002: Storchpaar:
dasselbe wie letztes Jahr, 1996 geboren in Gundelfingen (FR)
noch nicht identifiziert

Die erste Brut begann am 25. März 2002. Nach einem Storchenkampf am 28. März wurde die Brut verlassen. Ca. Mitte April fing das Männchen dann mit einem anderen Weibchen nochmals an zu brüten.
Es schlüpften 2 Junge.
Genauere Informationen unter der homepage Störche in Bad Waldsee.


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