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Die Störche Oberschwabens |
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Waldbeuren
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| 2011: Seitdem ihn sein langjähriges Weibchen im Jahr 2009 verlassen hat und nach Meßkirch umgezogen war (seit 2010 ist sie allerdings verschollen), ist die Kontinuität in Waldbeuren flöten gegangen. Zuerst war eine Saison lang das Männchen "Bodi" mit dem Waldbeurener zusammen, dann 2010 war zwar wieder eine Dame mit ihm auf dem Horst, aber sie brachten die Jungenschar nicht durch. Seine frühere Angetraute hielt ihm auch nach vorangegangenem Brutverlust die Stange, die neue Dame war da nicht so geduldig, sondern schaute sich dieses Frühjahr gleich nach einem anderen Brutplatz um, sie zog nämlich nach Bad Waldsee, wo sie sich nun mit einem Tschechen zusammengetan hat. Juni: Nach längerer Pause wird man in diesem Jahr wohl wieder einmal Jungstörche in Waldbeuren ausfliegen sehen. Am 7. Mai regte sich erstmals etwas im Waldbeurener Horst, das erste Junge pellte sich aus dem Ei. Vermutlich noch am selben Tag schlüpfte ein zweites, und in den folgenden Tagen gesellten sich diesen beiden nochmals zwei kleine Störche dazu. Dann war die Familie komplett. Das Nesthäkchen fiel in der Entwicklung jedoch immer mehr zurück und starb im Alter von etwa zwei Wochen. Den übrigen geht es aber einigermaßen gut, allerdings zeigten sie bei der Beringung ein etwas löchriges Gefieder (durchsichtige Streifung in den Federfahnen, die auf Mangelernährung während des Gefiederwachstums zurückzuführen ist). Anfang August: Obwohl sie schon Anfang Juli beeindruckend hohe Sprünge in ihrem Nest vollführten, dauerte es doch noch bis Mitte Juli, bis der erste Waldbeurener Jungstorch fliegen konnte. Mittlerweile lassen sie sich aber schon mit Leichtigkeit durch die Lüfte tragen und sind fast schon Meister ihres neuen Elements. Auch das Anfuttern von Reiseproviant ist im vernässten Ried kein Problem, und so steht dem baldigen ersten Zug ins Winterquartier nichts mehr im Wege. 2010: Für den
Waldbeurener ist der Urlaub vom Brüten, den
er sich zusammen mit "Bodi", einem anderen Männchen,
genommen hatte (nicht allerdings ohne trotzdem dabei Spaß zu haben,
siehe 2009), vorbei. Allerdings brauchte es zwei Anläufe, denn die
erste Anwärterin, eine Dame mit einem unten am linken Fuß angebrachten
Metallring, verließ ihn wieder. Auch von Fremdstörchen, die
ihm seinen Horst streitig machen wollten, blieb der Waldbeurener nicht
verschont. Möglicherweise half ihm in dieser Situation aber sein
vorjähriger Kompagnon, der in diesem Augenblick ebenfalls zugegen
war und das Nest verteidigte (über "Bodi" siehe auch
Illmensee). Juni: Es ist in Waldbeuren wieder mal ähnlich wie in den Jahren vor 2008 (2008 kamen erstmals fast alle geschlüpften Jungen in Waldbeuren durch, 2009 fand keine Brut statt): Viele Junge schlüpfen, wenige kommen durch. Und das bei besten Nahrungsgebieten direkt vor der Haustür. Dieses Jahr am 25. Mai wurden vier kleine Störche im Horst gezählt. Wenige Tage später waren es nur noch zwei. Schon in anderen Jahren wurden mangelnde elterliche Fähigkeiten beim überwinternden Waldbeurener Storch festgestellt (mangelnder Schutz der Jungen bei Schlechtwetter, zu schnelles Umstellen auf große Nahrungstiere). Vielleicht sind die beiden Altstörche auch noch nicht gut aufeinander eingespielt, denn das Weibchen ist ja neu in Waldbeuren und mit zwei Jahren noch unerfahren. Hoffen wir, dass sie die beiden kleinen Störche, die noch im Nest sind, durchbekommen. Juli: Auch die beiden letzten Waldbeurener Jungstörche
sind leider umgekommen. Diesmal lag es allerdings nicht an den mangelnden
Fähigkeiten der Eltern, maßgebliche Ursache war die Schafskälte.
Das Alter zwischen drei und fünf Wochen ist für die kleinen
Störche eine gefährliche Zeit. Von den Altstörchen werden
sie nicht mehr geschützt, da sie schon zu groß sind, das Gefieder
ist jedoch noch nicht ausreichend entwickelt, um Nässe und Kälte
abzuhalten. Die Waldbeurener, die diesmal zu den Nachzüglern in
Oberschwaben zählten, waren gerade vier Wochen alt, als mehrtägiger
Dauerregen einsetzte und die Temperatur nachts auf 5°C oder noch
darunter absank. Die Anfahrt mit der Hebebühne am 24. Juni, zu welchem
Termin die Jungstörche hätten beringt werden sollen, wurde
daher zu einer traurigen Angelegenheit, denn man konnte nur noch die
Toten aus dem Nest holen. 2009: Was ist los in Waldbeuren? Wo bleibt unsere
in Deisendorf geborene langjährige Waldbeurener Brutstörchin, die dem verrückten
Treiben ein Ende macht? 2008: In Waldbeuren trafen sich dieses Frühjahr auf dem Horst
wieder der am Bodensee überwinternde Brutstorch aus der Schweiz,
nun fast schon 20 Jahre alt, und seine ziehende, in Deisendorf gebürtige
Gattin. Mit der Brut begannen sie Anfang April. Juli: Nestkontrolle am 9. Juli: Alle Jungstörche stehen recht untätig
auf dem Nest, kaum eine Flugübung ist zu sehen. Es erscheint das
Weibchen und füttert, fliegt wieder ab, kurz darauf kommt das Männchen
und bringt weiteres Futter. Die Jungen schlingen das Mitgebrachte eifrig
in sich hinein. Wann gedenken die eigentlich endlich, mit dem Flugtraining
zu beginnen, denn schließlich sind sie ja schon über 10 Wochen
alt? Plötzlich springt einer in die Höhe, alle vier breiten
die Flügel aus und schweben gemeinsam vom Horst! Sie drehen eine
tadellose kleine Runde und landen wieder auf dem Nest. So kann man sich
täuschen. Die Anwohner hatten bis dahin keinen der Jungstörche
fliegen sehen, eine gute Flugtechnik hatten sie demnach sehr schnell
gelernt. 2007: In Waldbeuren treffen wir wieder auf die alten Bekannten. Wie in den Jahren zuvor begannen sie Anfang April mit der Brut. Juni: Der Schlupf in Waldbeuren begann am 30. April, und tatsächlich schlüpften wieder einmal fünf Junge. Schon nach wenigen Tagen starb allerdings das Nesthäkchen und wiederum ein paar Tage später folgte ihm das zweite. So waren noch drei lebende Junge im Horst, als das nasskalte Pfingstwetter einsetzte. Regen, Sturm und Kälte am 28. und 29. Mai überlebten diese drei verbliebenen Jungstörche wie viele ihrer Artgenossen ums Pfrunger-Burgweiler Ried nicht. 2006: In Waldbeuren ist wieder das alteingesessene
Paar zusammen. Ähnlich
wie im letzten Jahr begannen sie Anfang April mit dem Brutgeschäft. Juni: Die Waldbeurener Eltern, sonst immer recht fruchtbar, hatten dieses Mal nur zwei geschlüpfte Junge zu füttern (Eier erfroren?). Das eine der Beiden wurde erst ziemlich spät entdeckt. Es schlüpfte vermutlich aus einem der späteren Eier und war dann gegenüber dem größeren Jungen bei der Fütterung im Nachteil. Es überstand die nasskalten Tage nicht, und so konnte am 9. Juni nur noch ein Junges in Waldbeuren beringt werden. Wahrscheinlich war´s dem Waldbeurener Jungstorch so allein auf dem Nest zu langweilig und zu einsam. Er strengte sich bei seinen Flugübungen mächtig an und schaffte das Fliegenlernen in Rekordzeit. Gerade mal 8 Wochen vergingen von seinem Schlupf bis zu seinem Jungfernflug. Jetzt ist er auf jeden Fall fit für die große Reise, für die wir ihm recht viel Glück wünschen. 2005: In Waldbeuren
sind wieder die alten Bekannten. Wie einige andere, sonst schon Ende März
mit der Brut beginnenden Storchenpaare ließen sich dieses Jahr die
Waldbeurener mit dem Beginn des Brutgeschäfts bis Anfang April Zeit.
2004: Seit Ende März
brüten in Waldbeuren wieder die Störche, die im letzten Jahr
vier Junge erfolgreich zum Ausfliegen brachten. Das inzwischen 15-jährige
Männchen überwinterte wieder am Affenberg in Salem, seine langjährig
Auserwählte, inzwischen 10 Jahre alt, kam am 1. März in Waldbeuren
an. 2003: Im letzten Jahr
kamen in Waldbeuren fünf Jungstörche zur Welt, von denen jedoch
keiner flügge wurde. Hoffen wir, dass den Storcheneltern diesmal
mehr Erfolg beschert ist. Gegen Ende April 2002 schlüpften 5 Junge, von
denen die ersten drei während der Schlechtwetterperiode Anfang Mai
starben, die übrigen zwei Jungen kamen bei einem Hagelsturm an Pfingsten
ums Leben. |