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Die Störche Oberschwabens |
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Ostrach-Wangen |
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2011: Chaos und Verwirrung scheinen am Horst von Ostrach-Wangen zum Frühjahr zu gehören. Zuerst war wieder einmal "Bodi" da (dieser hat sich dieses Jahr allerdings zu einer Brut in Königseggwald entschieden). Dann kamen am 18. März zwei am linken Bein beringte Störche, die am 23./24. März in einen heftigen Kampf verwickelt wurden. Danach war ein links beringtes Weibchen, gebürtig 2009 in Ersingen, und ein unberingter Storchenmann auf dem Nest. Als am 1. April der Horst wieder beobachtet wurde, war das Weibchen aus Ersingen verschwunden, stattdessen leistete eine ebenfalls erst zweijährige Storchendame aus Ummendorf dem Unberingten Gesellschaft; in der Luft kreisten derweil drei weitere Störche. Juni: Mitte April war es soweit, die Störche in Ostrach-Wangen hatten mit der Brut begonnen. Und 32 Tage später schlüpften die ersten Jungen, es wurden drei. Nicht einmal zehn Tage hielt das Elternglück an, dann waren alle kleinen Störche tot. Nach Beobachtungen von Anwohnern hatten die noch unerfahrenen Altstörche angeblich zu wenig Wasser gebracht und die Jungen waren wahrscheinlich verdurstet. 2010: Seit er einmal hier gebrütet hat, scheint "Bodi" eine gewisse Schwäche für Ostrach-Wangen zu haben. So ganz gefällt es ihm aber doch nicht hier. Von Ende Februar bis Ende März waren immer wieder Störche am Horst zu beobachten, gelegentlich gab es heftige Kämpfe. Jedoch keiner der Störche blieb. Auch "Bodi" war unter den Besuchern und flog eine Weile zwischen Illmensee und Ostrach-Wangen hin und her. Jetzt hat er sich endgültig für Illmensee entschieden, hat dort auch eine Partnerin und brütet. Der Horst in Ostrach-Wangen wird wohl wie letztes Jahr verwaist bleiben. Vielleicht würden die Störche bleiben, wenn man das Nahrungsangebot um Ostrach-Wangen verbessern würde. Derzeit ist allerdings das Gegenteil der Fall, und es gibt mittlerweile kaum noch Grünland um den Horst. Juni: Nichts neues aus Wangen. Zwar lassen sich gelegentlich Störche auf dem Horst und den wenigen noch vorhandenen Wiesen nieder, doch geblieben ist keiner. 2009: Obwohl, was das
Nahrungsangebot angbelangt, nicht gerade ein Traumort für Adebare,
war das Nest in Ostrach-Wangen Anfang des Jahres heiß begehrt.
Anfang März kam "Bodi" in
Ostrach-Wangen an, zog aber bald nach Waldbeuren ab,
wo er sich seitdem mit dem Waldbeurener Männchen paart (!). Dann
erschien ein Storch, der im Jahr 2005 in Mengen geboren
wurde, zusammen mit einer Unberingten. Diese Beiden mussten jedoch ständig
um den Horst kämpfen, immer wieder griffen andere Störche das
Nest an, "Bodi" war aber nicht darunter. Vielleicht waren
die aufregenden Streitereien dem Weibchen irgendwann zuviel, jedenfalls
scheint die Dame abgezogen zu sein, denn man sieht seit einiger Zeit
nur noch den Mengener allein auf dem Horst. 2008: Das vor vier Jahren in Denkingen geborene
Männchen, das
durch seine Abneigung gegen die Sicherungen der von ihm zum Horststandort
ausgewählten Niederspannungsmaste von sich reden machte, ist dieses
Frühjahr nicht nach Ostrach-Wangen zurückgekehrt, sondern hat
sich für eine Brut auf einem Kirchturm entschieden. Er ersetzt das
letztes Jahr an einem Mittelspannungsmast umgekommene Herbertinger Männchen. Juli: Die beiden Ostrach-Wangener Jungstörche haben ihren ersten Start vom Horst gemeistert. Am 15. Juli wagte der erste seinen Jungfernflug. Noch sind sie gelegentlich auf dem Nest zu sehen, doch bald werden sie sich vom Ostrachtal verabschieden und gen Süden ziehen. 2007: Letztes Jahr
im Mai erschien erstmalig ein Weißstorch
in Ostrach-Wangen und versuchte, auf einem Niederspannungsmast in der
Ortsmitte ein Nest zu bauen. Die umgehende Mastsicherung durch die EnBW
passte ihm jedoch nicht, und so zog er wieder ab. Vermutlich war es dieser
Storch, der dann kurz darauf - Anfang Juni - in Spöck auf dem selben
Masttyp mit dem Nestbau begann; auch hier sicherte die EnBW den Mast,
auch hier verschwand der Storch unmittelbar nach der Mastsicherung. Übrigens machte das Männchen Mitte März einen zweitägigen Ausflug nach Spöck und saß neben dem dortigen, nun mit einem Abweiser versehenen Mast auf einer Lampe. Er wurde durch seinen Ring hier eindeutig identifiziert. Es wird deshalb angenommen, dass es sich letztes Jahr um denselben Storch handelte, der zwischen Ostrach-Wangen und Spöck wechselte und hier eine Vorliebe für die Niederspannungsmaste zeigte. Juni: Um den 10. Mai schlüpften drei Junge im neuen Horst. Das Pfingstwetter – ums Pfrunger-Burgweiler Ried besonders garstig, nass, kalt und stürmisch - verschonte jedoch auch diese Jungen nicht. Die arbeitslosen Eltern haben sich nun wieder auf den Nestbau verlegt, diesmal auf einem Niederspannungsmast im benachbarten Einhart.
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