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Die Störche Oberschwabens |
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Wilhelmsdorf
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| 2011: Am 24. Februar erschien erstmals ein Storch in Wilhelmsdorf und zog wieder ab. Ob es bereits einer der späteren Brutstörche war, ist nicht bekannt. Am 7. und 10. März kamen dann zwei Störche in Wilhelmsdorf an und nahmen den Horst in Besitz. Wie im letzten Jahr und dem Jahr zuvor ist das Männchen unberingt, allerdings trägt auch seine Gattin diesmal keine Kennzeichnung. Die blutjunge letztjährige Schweizer Dame aus Murimoos ist ihm nämlich nach letztjährigem Brutverlust in Wilhelmsdorf untreu geworden und nach Bad Wurzach umgezogen. Dabei waren am Verlust der Jungen weder mangelnde Nahrungsgebiete noch das Männchen schuld, sondern eindeutig die Schafskälte. Juni: Drei Jungstörche schlüpften in Wilhelmsdorf. Sie erhielten von den Eltern zu wenig Futter und starben völlig unterernährt einen Monat später. Da gute Nahrungsgebiete in nächster Nähe liegen und auch die herrschende Trockenheit im Hinblick auf die vorhandenen Vernässungsflächen keine Rolle gespielt haben dürfte, sind in diesem Fall vermutlich mangelnde Fähigkeiten der Altstörche für den Brutverlust verantwortlich (siehe auch Aulendorf, Ostrach-Wangen, Ostrach und Illmensee mit nachweislich bzw. vermutlich überwinternden Männchen). Die meisten benachbarten Brutpaare sind nämlich dieses Jahr in der Jungenaufzucht recht erfolgreich. 2010: Dieses Jahr mussten die Wilhelmsdorfer nicht so lange auf die Adebare warten. Schon am 27. Februar war der erste Weißstorch auf dem Horst. Und der Zweite kam wenige Tage später. Das Männchen ist wie letztes Jahr unberingt, und der auffälligen Größe nach zu urteilen ist es auch dasselbe. Die Dame ist jedoch eine andere, sie stammt nämlich aus der Schweiz und ist noch ziemlich jung. Na, man muss sich erstmal kennenlernen, das dauert..., und vielleicht klappt es anfangs auch nicht so richtig, jedenfalls braucht das Paar eine ganze Weile bis das erste Ei gelegt ist. Mitte Mai ist mit dem Schlupf zu rechnen. Juni: Endlich gibt es wieder Nachwuchs im Wilhelmsdorfer Horst (und auch in Wilhelmsdorf?). Drei flaumige Knäuel tummeln sich im Nest über dem Saalplatz. Von dort sind sie allerdings noch kaum zu sehen. Falls die Eltern genug Futter finden, stehen ihre Chancen nicht schlecht, denn auch das Wetter wird ja nun erträglicher. Wenn man den Wetterfröschen glauben darf, müssen die Eltern sie in nächster Zeit weniger vor Regen als vor Hitze schützen. Juli: Eigentlich dachte man ja, dass die Spätbrüter diesmal die glücklichere Aufzuchtzeit erwischt hätten, was die Witterung anbelangt, da bei ihnen die Jungen in den nasskalten Maiwochen noch nicht geschlüpft waren. Aber irgendwie hatte Petrus dieses Jahr überhaupt kein Einsehen. Ende Mai/Anfang Juni wurde es wieder regnerisch und kalt, und besonders widerlich wurde es Mitte Juni. Alle Nachzügler, die zu diesem Zeitpunkt gerade zwischen vier und fünf Wochen alt waren – die kritschste Zeit für Nestlinge hinsichtlich der Empfindlichkeit gegenüber Nässe und Kälte – überstanden die Schafskälte Mitte Juni nicht. Dazu gehörten die Waldbeurener, die Föhrenrieder, der Krauchenwieser Jungstorch, die Bichtlinger und eben die Wilhelmsdorfer. Das Wilhelmsdorfer Nesthäkchen starb schon Anfang Juni, den beiden übrigen wurde die Schafskälte zum Verhängnis. Hoffentlich kehren die beiden Altstörche nächstes Jahr wieder und starten einen neuen Versuch in Wilhelmsdorf, und hoffentlich haben sie dann mehr Glück.
Fotos: F. Henne 2010 2009: Erneut wurde der Horst in Wilhelmsdorf frisch
hergerichtet, da zum wiederholten Male Quecken darin aufwuchsen. Grüne Horste
schätzen Störche nämlich nicht. Trotzdem kann sich bisher
kein Storchenpaar für den Wilhelmsdorfer Horst erwärmen. Zwar
wurde bei einer Kontrolle am 15. April ein einzelner Storch auf dem Nest
gesichtet, doch stellte sich dieser nach seiner Ringnummer als ein erst
einjähriger Storch aus Tüfingen heraus, wird sich also in diesem
Jahr noch nicht verpaaren. Wenn es dieses Jahr noch mit einer Brut in
Wilhelmsdorf klappen soll, wird es langsam Zeit, dass brutfähige
Störche den Horst besetzen. Juli: Um den 8. Juni schlüpften die Jungen in Wilhelmsdorf. Insgesamt waren es wohl zwei. Es war ihnen aber kein Glück beschieden. Der lang andauernde Regen, verbunden mit beträchtlicher Kälte zwischen dem 20. und 24. Juni war zuviel für sie, und so starben sie im Alter von zwei Wochen. Hoffentlich kommt das Storchenpaar nächstes Jahr wieder und versucht es nochmals mit einer Brut in Wilhelmsdorf. 2008: Zwar schauten immer mal wieder Störche im Frühjahr
in Wilhelmsdorf vorbei – auch die ehemalige Wilhelmsdorfer Brutstörchin
mit dem spanischen Ring kam mal auf kurze Stippvisite – doch blieb
keiner der Adebare. Zum jetzigen Zeitpunkt sieht es so aus, als bliebe
das Nest dieses Jahr verwaist. Doch gibt es immer noch umherziehende
Weißstörche, und eine Horstbesetzung ist auch Anfang Mai durchaus
noch möglich. 2007: Ob es dieses Jahr eine Brut gibt in Wilhelmsdorf?
Noch sind nicht alle Störche da, und es könnte sich durchaus noch ein
Paar ansiedeln. Die angestammten Wilhelmsdorfer sind jedenfalls auf anderen
Horsten und brüten dort – sie in Illmensee, er in Zußdorf und das kam so: Zu dem Franzosen gesellte sich etwa um den 10. März – man staune – eine Störchin, die die letzten Jahre in Wangen im Allgäu gebrütet hatte. Noch am Morgen des 15. März wurde die Wangenerin von Frau Wilhelm auf dem Wilhelmsdorfer Horst gesehen, mittags jedoch entdeckte ich eine andere Störchin dort, nämlich die letztjährige Wilhelmsdorfer Brutstörchin mit dem spanischen Ring. Doch ließ die Wangenerin nicht locker: Sie vertrieb die „Spanierin“ vom Wilhelmsdorfer Horst, die daraufhin nach Illmensee auswich und sich dort mit "Bodi", dem Schweizer Senderstorch, verpaarte. Die Wangenerin, die sich bis dahin in Wilhelmsdorf behauptet hatte, überlegte es sich Anfang April jedoch plötzlich anders. Vielleicht war gute Fernsicht, und sie hatte vom Wilhelmsdorfer Horst aus die Alpen gesehen, jedenfalls rauschte sie auf Nimmerwiedersehen ab nach Wangen und ließ den Wilhelmsdorfer Franzosen allein (hatte sie doch auch in Wangen einen Franzosen!). Nach einigem "Durcheinander" – es waren verschiedene Weibchen auf dem Wilhelmsdorfer Horst zu kurzer Stippvisite – tauchte plötzlich die "Spanierin" am 13. April wieder auf (sie brütete zu diesem Zeitpunkt bereits in Illmensee und ließ "Bodi" allein auf ihren Eiern sitzen!), sie verbrachte den ganzen Vormittag mit ihrem letztjährigen Gemahl, verpaart sich auch mit ihm und kehrt dann zum Illmenseer Horst und ihrem Gelege dort zurück! Der Franzose, der sich am Tag zuvor schon mal in Zußdorf umgeschaut und dort ein neues Weibchen kennengelernt hatt,e beschloss daraufhin, dem Wilhelmsdorfer Horst endgültig den Rücken zu kehren (die Störchinnen dort hatten ihn ja auch wirklich ganz schön "vergackeiert") und mit der tags zuvor schon beglückten, in Zußdorf gebürtigen blutjungen Störchin eine Famile zu gründen. Juni: Nichts Neues aus Wilhelmsdorf. Bis auf einige sporadische Besuche des angestammten Wilhelmsdorfer Franzosen, der nun ein Junges in Zußdorf zu versorgen hat, blieb der Horst leer. 2006: Auf dem Wilhemsdorfer Horst haben sich
wieder der Elsässer
und die Storchendame mit dem spanischen Ring eingefunden. Die Belegung
des Nests gestaltete sich für sie allerdings in diesem Frühjahr
nicht ganz so einfach, denn gleich bei ihrer Ankunft im Februar mussten
sie sich gegen zwei andere Storchenpaare durchsetzen, die sich auch für
ihren Horst interessierten. Juni: Wie in Fleischwangen so saßen auch in Wilhelmsdorf die Störche lange vergeblich auf ihren Eiern, aus denen nichts schlüpfen wollte. Ob auch hier das Gelege erfroren ist oder gibt es möglicherweise andere Ursachen? Vielleicht liefert die Untersuchung des aus bisher unbekannten Gründen gestorbenen Zußdorfer Männchens (nachweislich kein Stromschlag!) Anhaltspunkte. 2005: Das Wilhelmsdorfer
Brutpaar ist wieder das selbe wie im letzten Jahr. Die Storchendame mit
dem spanischen Ring - über deren Herkunft war leider bisher nichts
zu erfahren, da die Vogelwarte in Madrid derzeit nicht arbeitet –
ist jedoch nicht mehr so leicht zu erkennen, da sich die rote Farbe an
der Flügelunterseite mittlerweile verflüchtigt hat. Wie viele
andere Störche ums Pfrunger-Burgweiler-Ried begannen sie Anfang April
mit der Bebrütung ihres Geleges. 2004: In Wilhelmsdorf
ist man vor Überraschungen nie sicher. 2003: In Wilhelmsdorf
geht es derzeit hoch her. Es schlüpften 2 Junge (Schlupfbeginn ca. 25.
Mai), die Anfang Juni aus ungeklärten Gründen plötzlich
starben (Storchenkampf?). Leider konnte die Todesursache nicht geklärt
werden, obwohl man bereits 2 Tage nach ihrem Tod mit der Feuerwehr am
Horst war. Das Nest war völlig leer, es wird vermutet, dass ein Milan
die Kadaver geholt hat. |