| 2011: Ende Januar war der Schweizer Storchenmann "Hansi" schon in Riedhausen. Auf seine Angetraute musste er aber noch einen Monat warten. Zunächst bauten die Störche weiter an dem im letzten Sommer begonnenen Nest auf einem Mast unterhalb der Kirche. Als ihre Brutstatt auf dem Kirchturm dann aber am 2. März wieder frisch hergerichtet und mit Ästen wohnlich gemacht war, überlegten sie es sich anders und zogen wieder auf den Kirchturm um. Die Aktion (Abbau des kompletten Nestes und Desinfektion der Nistunterlage vor dem Winter, Aussägen der Latten zwecks besseren Wasserabflusses und Aufbau eines neuen Nestes bei eisiger Kälte und heftigen Windböen am 2. März) hat sich also schon mal insoweit gelohnt.
Das zweite unmittelbar benachbarte Nest zog nun aber ein zweites Storchenpaar an, dessen Ansiedlung unsere Riedhausener vehement zu verhindern suchten. Noch Ende März, als auf dem Kirchturm bereits gebrütet wurde, gab es heftige Streitereien und Kämpfe. Wir hoffen, dass das Gelege nicht darunter gelitten hat. Denn dem mittlerweile 26-jährigen erfahrenen "Hansi" ist nach den Brutverlusten der letzten beiden Jahre, an denen er vermutlich keine Schuld trug, endlich wieder ein Erfolg zu gönnen.
Dem zweiten Storchenpaar wurden die ständigen Angriffe dann aber schließlich doch zu bunt. Anscheinend hat es jetzt das Weite gesucht. Leider konnten die beiden nicht identifiziert werden, denn als endlich einmal in meinem Beisein einer der Fremden auf dem Mast landete, war es schon zu dunkel, um den Ring abzulesen. Vielleicht handelt es sich um das Paar, das sich jetzt in Horgenzell niedergelassen hat?
Juni: Um den 24. April begann der Schlupf im Riedhausener Horst und nach und nach wurden "Hansi" und seine Angetraute mit einer reichen Kinderschar gesegnet. Denn schließlich waren fünf kleine Störche im Nest. Fünf Schnäbel zu füttern bereitet den Eltern ziemlich Mühe, und sie schafften es auch nicht. Die beiden jüngsten starben in den ersten zehn Maitagen, drei überlebten aber ihre kritischen ersten Wochen. Bei der Beringung erwiesen sich jedoch auch diese drei als leicht bis deutlich untergewichtig, keiner brachte mehr als 2,7 kg auf die Waage.(Störche im Alter von sechs Wochen sollten optimalerweise mindestens 3 kg [Weibchen] bzw. 3,5 kg [Männchen] wiegen).
Anfang August: Die Riedhausener Jungstörche brauchten etwas mehr als 10 Wochen bis sie den Jungfernflug vom Kirchturmdach wagen konnten. Am 5. Juli war es dann aber soweit. Anfangs wurden sie von den Eltern noch gelegentlich gefüttert, aber jetzt galt es selbständig zu werden. Der nächste Winter kommt bestimmt, und den verbringt man am besten nicht in Riedhausen, sondern in wärmeren Regionen. Und so bereiten sie sich auf die große Reise vor, die sie zum erstenmal antreten werden. Bald geht's los.
2010: Wie meistens
verließ "Hansi" schon Anfang
Februar den Bodensee, um nach seinem Horst zu sehen. Zunächst eine
Weile allein, gesellte sich Ende Februar eine Störchin zu ihm, die
sich als Schweizerin herausstellte. Dann aber wurde am 3. März wegen
des Verdachts einer letztjährigen Pilzverseuchung das Nest ausgeräumt
und neu hergerichtet, und diese Störung passte der Neuen wohl nicht.
Sie zog ab, noch bevor sie mit der angestammten Riedhausenerin unangenehme
Bekanntschaft machen konnte. Die Riedhausenerin erschien nämlich
erst Mitte März, und deshalb verzögerte sich diesmal auch der
Brutbeginn in den April hinein.
Eine interessante Beobachtung konnte ich bei einer Horstkontrolle am
31. März
machen: Sie liegt im Nest, "Hansi" steht neben ihr. Es ist ein windiger
Tag. Plötzlich springt er aufs Kirchendach, entfernt von hier aus von der äußeren
Ostseite des Nestes einen Ast, springt damit wieder auf den Horst und fügt
den Ast auf der Westseite ein. Das Ganze wiederholt sich noch einmal. Gar nicht
so dumm!
Ganz abgesehen davon, dass Störche im
Allgemeinen wohl ziemlich intelligente Vögel sind, scheint "Hansi"
ein besonders lernfähiger
Storch zu sein. In seinen ersten Brutjahren hatte er nämlich wie viele
bei uns überwinternde Störche einen sehr mäßigen bis
schlechten Bruterfolg. Das hat sich in den letzten Jahren aber deutlich
geändert, "Hansi" ist geradezu ein vorbildlicher Vater
geworden.
Juni: Umso tragischer, dass sich in dieser Brutsaison dasselbe
wie im letzten Jahr abspielte:
In den ersten Maitagen schlüpften die Jungen. Wieviele es waren,
konnte wegen schlechter Sicht und hoch gebautem Nestrand nicht festgestellt
werden. Doch waren es mindestens zwei. Zehn Tage nach dem Schlupf war
alles vorbei, wie im letzten Jahr bewegte sich nichts mehr im Horst,
alle Jungen waren plötzlich tot. Der Verdacht einer Schimmelpilz-Infektion
erhärtet sich. Diesmal wurden die Jungen gleich gefunden und in
die Tierärztliche Untersuchungsanstalt nach Aulendorf gebracht,
sodass wir die Ursache des plötzlichen Tods diesmal hoffentlich
erfahren werden. Diese Infektion befällt die Lunge von Jungstörchen
bevorzugt im Alter von ein bis zwei Wochen. Ältere Jungvögel
sterben nur selten daran. Meist rafft sie die gesamte Jungenschar auf
einmal dahin, so wie es in Riedhausen nun zum zweiten Mal in Folge und
dieses Jahr auch in Esenhausen und in Illmensee geschehen ist. Auch hier
haben wir denselben Verdacht und tote Jungvögel nach Aulendorf gebracht.
Gegen die Schimmelpilze kann man nach Expertenmeinung kaum etwas unternehmen.
Selbst eine Desinfektion des Horstes scheint nicht viel zu bringen. Die
Riedhausener misstrauen jetzt augenscheinlich ihrem Nest und bauen sich
derzeit ein anderes in nächster Nähe auf einem Niederspannungsmasten.
Hoffentlich nützt es etwas. Es wäre sehr schade, wenn wir Riedhausen
als traditionellen Brutplatz verlieren würden.
Juli: Ergebnis der Untersuchung: Tatsächlich wurden
Schimmelpilze in der Lunge der Jungstörche gefunden, Unterernährung
und Unterkühlung spielten laut Diagnose als Todesursache jedoch
die maßgebliche Rolle.
2009: Obwohl noch
recht kalt, zog es "Hansi" Anfang Februar
vom Bodensee nach Riedhausen zurück. Seine Angetraute erschien diesmal
sogar etwas früher als letztes Jahr, nämlich schon Ende Februar.
Von der anhaltenden Kälte ließ sich das Paar wenig beeindrucken,
denn schon seit Ende März brüteten die beiden.
Juni: Mindestens drei Junge schlüpften in Riedhausen.
Die genaue Zahl werden wir nie erfahren, denn schon nach kurzer Zeit
war alles vorbei. Am 5. Mai wurde keinerlei Bewegung mehr im Nest festgestellt,
obwohl sich das Männchen nach dem Nestanflug und Ablösung des
vorher sitzenden Weibchens sofort scheinbar wieder schützend setzte.
Eine Fütterung
fand nicht statt. Das sah sehr verdächtig aus, und so wurde der Horst
gleich am nächsten Tag nochmals kontrolliert: Das Weibchen stand auf
dem Horst und warf vehement große Mengen kompostartiges Nistmaterial
aus dem Horst. Von kleinen Störchen war nichts zu sehen. Da lebte nichts
mehr. Schließlich entdeckte ich beim Suchen rund um den Kirchturm zwei
Jungstorch-Kadaver im Schneefanggitter des Kirchturms, dummerweise auf der
Seite, die für die Feuerwehr nicht zugänglich ist, denn ich hätte
die Jungen gerne zur Untersuchung nach Berlin geschickt. Der plötzliche
Tod aller Jungstörche ohne erkennbaren äußeren Anlass lassen
nämlich den Verdacht aufkommen, dass die Jungen an einer Schimmelpilz-Infektion,
die die Lunge befällt, zugrunde gegangen sind. (Schimmelpilze werden
ins Nest manchmal über Kompostmaterial eingetragen und entwickeln sich
bei feucht-warmen Wetter, wie es schon seit langem herrscht, natürlich
gut.)
2008: "Hansi" kam
dieses Mal recht früh, nämlich
schon Mitte Januar, vom Bodensee nach Riedhausen zurück und erhielt
schon Anfang Februar Besuch von einem Weibchen. Es war jedoch nicht seine
Angebetete, sondern eine Unberingte (sehr wahrscheinlich die in diesem
Frühjahr ausgiebig umherziehende Fleischwangenerin), die sich auch
gleich ziemlich keck zusammen mit ihm durchfüttern ließ. Sie
erschien sogar noch bei der Futterstelle, als sie bereits – vermutlich
von der Riedhausener Brutstörchin vertrieben – nach Hasenweiler
umgezogen war (siehe Hasenweiler und Fleischwangen). Die in Unlingen nahe der Donau geborene Riedhausenerin kam jedenfalls Anfang März
zurück und ließ sich ihren Horst nicht wegnehmen. Seit Ende
März sitzt das vertraute Paar auf den Eiern.
Juni: Ca. einen Monat später gab es dann Bewegung im Nest auf dem Kirchturm,
und Anfang Mai waren vier kleine Schnäbelchen im Horst zu sehen. Die
Riedhausener Störche, mittlerweile ein erfahrenes und gut eingespieltes
Elternpaar, brachten ihren reichlichen Nachwuchs einigermaßen gut über
die Runden. Am 30. Mai, als zweites nach den Saulgauern, wurde das Riedhausener
Quartett beringt. Mit Übergewicht hatten die Vier zu diesem Zeitpunkt
zwar nicht gerade zu kämpfen (sie wogen jeder um die 2 kg, der kleinste
noch etwas darunter), doch haben bis heute alle – auch der Kleinste – überlebt,
und so scheint es wieder mal eine Erfolgsstory in Riedhausen zu geben.
Die
etwas einsame Zeit der Futtersuche während der Brut und der ersten
Wochen der Jungenaufzucht, zu der immer einer der Eltern das Nest bewacht,
wurde "Hansi" in diesem Frühjahr übrigens wohl gelegentlich
durch die Fleischwangener Brutstörchin versüßt. Im Mai
wurde einmal beobachtet, wie sie ihm bei der Futtersuche auf einem Riedhausener
Acker – sie hätte eigentlich attraktivere Nahrungsgebiete in
Nähe ihres eigenen Horstes gehabt – Gesellschaft leistete.
Juli: Am 9. Juli drehte der erste der vier Riedhausener
Jungstörche
eine noch etwas unsichere Runde um den Kirchturm. Er landete wieder wohlbehalten
auf dem Horst, seine Geschwister machten einen leicht irritierten, fast
etwas empörten Eindruck, als hätte er etwas Ungehöriges
unternommen oder sich zu sehr aufgespielt. Es dauerte auch noch eine
ganze Weile, bis sie schließlich allesamt seinem Beispiel folgten.
Zum Schluss hatten sie es jedoch alle besonders eilig, denn im Ried sind
sie nirgends mehr zu finden, die Eltern sind allein auf dem Horst. Anscheinend
haben sich die Jungen bereits davon gemacht. Wen wundert's? Wo
doch alles, was zwei Beine hat, gerade nix wie weg in den Süden
strebt.
2007: In Riedhausen
bleibt alles beim Alten. "Hansi" hat
wieder den Winter am Bodensee verbracht und brütet seit Anfang April
mit der Unlingerin auf dem Riedhausener Kirchturm.
Juni: Drei Junge schlüpften Anfang Mai. Die Drei entwickelten sich
zunächst recht gut. Vier Wochen waren sie alt, da kam das katastrophale
Wetter zu Pfingsten. Zu dritt hatten sie in diesem Alter nicht mehr genügend
Platz unter dem hudernden Altstorch, und ihr Gefieder war noch nicht
ausreichend entwickelt; sie überlebten diese Tage nicht.
2006: Der Riedhausener
Storch "Hansi", übrigens
ein Schweizer von auch schon stolzen 21 Jahren, ist wieder mit der Unlinger Störchin zusammen, die letztes Jahr nach Riedhausen kam und die
frühere, im Herbst zuvor verunglückte Störchin ersetzte.
Seit
Anfang April wird auf dem Kirchturm-Horst gebrütet.
Juni: Die Riedhausener ließen sich von dem katastrophalen
Wetter in dieser Saison nicht beeindrucken. Vier Junge schlüpften
und alle vier kamen bis zur Beringung am 7. Juni durch. Riedhausen feiert
dieses Jahr übrigens mehrere "Storch"-Jubiläen:
seit 60 Jahren gibt es nun das Nest auf dem Kirchturm, seit 40 Jahren
werden hier Störche beringt und seit 20 Jahren ist die Freiwillige
Feuerwehr mit ihrer Drehleiter dabei. Das Jubiläum wurde auch von
den Störchen
angemessen gewürdigt: Die Beringung wurde diesmal nicht nur von
den Eltern aus luftiger Höhe beobachtet, vier weitere Artgenossen
gesellten sich dazu. Zusammen mit den Eltern kreisten sie in Nähe
des Horstes und drehten erst am Ende der Aktion wieder ab.
Anscheinend störte das Quartett die Enge auf ihrem
Nest nicht, denn auch als andere Jungstörche ums Ried, die zum Teil
später schlüpften als die Riedhausener, schon flogen, sahen
sie noch keine Veranlassung, den sicheren Horst zu verlassen. Man muss
aber auch zugeben, dass der Horst auf dem Kirchturm in beträchtlicher
Höhe liegt, und es hier schon eine gehörige Portion Mut erfordert,
den Sprung vom Nest zu wagen. Am 18. Juli war es dann aber schließlich
soweit: Der erste Riedhausener Jungstorch tat den entscheidenden Schritt über
den Nestrand hinaus und flog über die Riedhausener Dächer.
Lang wird es nicht mehr dauern, dann werden die vier Halbstarken auf
große Reise gehen, Frankreich und dann Spanien besuchen und mit
vielen anderen Störchen vielleicht sogar die Meerenge von Gibraltar überqueren,
um sich im Winter in den Savannen Westafrikas den Bauch mit Heuschrecken
vollzuschlagen.
2005: Den Gattinen
von "Hansi" ist kein Glück beschert. Vor 6 Jahren wurde
seine damalige langjährige und mit ihm überwinternde Partnerin
überfahren. Nun hat er wieder sein Weibchen verloren, mit dem er
seit 2001 in Riedhausen brütete und im Jahr 2004 erfolgreich vier
Junge aufzog. Am Abend zuvor noch gesichtet, fand man sie am Morgen des
27. Juli, 3 Wochen nachdem die Jungen flügge waren, völlig abgenagt
am Rand eines Gehölzes am Ortsrand von Riedhausen. Sie war wohl noch
nach einbrechender Dunkelheit unterwegs gewesen und vermutlich von einem
Fuchs gerissen worden.
"Hansi" muss aber nicht alleine bleiben, eine neue Partnerin
hat sich schon eingestellt. Seine neue Angebetete stammt aus Unlingen
im Donautal und ist vier Jahre alt. Schon im letzten August machte sie
eine Stip-Visite in Riedhausen – sie war einer der Störche
des 23-köpfigen Storchentrupps, der sich damals im Pfrunger Ried
aufhielt und abends die Riedhausener Dächer und Sportplatz-Lampen
besetzte; ein beeindruckendes Schauspiel übrigens.
Seit Anfang April konnte man nun "Hansi" und seine neue Angetraute
abwechselnd im Nest auf dem Riedhausener Kirchturm sitzen sehen, denn
sie brüteten bereits.
Juni: In der ersten Maidekade erblickten vier kleine Jungstörche
auf dem Riedhausener Kirchturm das Licht der Welt. Das Nesthäkchen
überlebte seine ersten Lebenstage jedoch nicht. Die verbliebenen
drei Nestgeschwister brachten am 9. Juni immerhin um die 2,5 kg auf die
Waage und wurden bei ihrer Beringung sogar zu Fernsehstars.
August: So um den 20. Juli wagten sich die Riedhausener Jungstörche
das erste mal vom Horst auf dem Kirchturm hinunter auf die Wiesen und
gerade dieser Tage sind sie zu ihrem ersten Zug in den Süden aufgebrochen.
2004: Das Männchen
"Hansi" überwinterte wie immer in Riedhausen, seine treue
Gattin kam am 20. Februar an.
Seit Ende März brüten die beiden, und wollen wir hoffen, dass
sie diesmal nicht so wie im letzten Jahr vor der Eiablage das Wichtigste
vergessen haben und bald kleine Störche aus den Eiern schlüpfen.
Letztes Jahr mühten sie sich vergeblich. Sie saßen und saßen,
monatelang. Ich glaube, den Riedhausener Bürgern und auch mir taten
die Störche rechtschaffen leid, die da zunehmend frustriert auf ihren
vermutlich unbefruchteten Eiern saßen. Die beiden konnten es einfach
nicht glauben, denn sie brüteten bis weit in den Juni hinein.
Also, sie können´s doch noch, die Riedhausener Störche:
4 Junge sind im Nest. Sie sind schon ziemlich groß und können,
obwohl der Horst auf dem Kirchturm in beträchtlicher Höhe liegt,
mittlerweile schon gut von der Straße aus gesehen werden. Zusammen
mit den Waldbeurenern gehörten sie
zu den ersten Storchenjungen, die in Oberschwaben aus den Eiern geschlüpft
sind.
Juli: Die Riedhausener haben dieses Jahr wirklich Grund zur Freude, denn
alle 4 Jungen sind durchgekommen. Schon bei der Beringung am 1. Juni war
ziemlich klar, dass den kleinen Störchen, die durchweg einen gesunden
Eindruck machten, nicht mehr viel passieren konnte. Am Morgen des 7. Juli
kam die fröhliche Nachricht vom Riedhausener Bürgermeister,
alle 4 Jungstörche seien gerade nacheinander vom Nest ausgeflogen,
hätten sich in die Lüfte geschraubt und seien auf dem Sportplatz
gelandet, wo sie jetzt im Gänsemarsch herumspazierten. Wünschen
wir ihnen viel Glück auf ihrer ersten Reise, die sie ja schon in
ca. einem Monat antreten werden.
2003: Die Riedhausener
Störche sind dieses Jahr die ersten. Schon seit etwa Mitte März
brüten sie auf dem Horst auf dem Kirchturm. Personell gab es keine
Veränderungen. Das Männchen "Hansi" überwinterte
wie immer in Riedhausen, das Weibchen kam Ende Februar an.
Wollen wir hoffen, dass den Storcheneltern diesmal mehr Erfolg beschert
ist, denn letztes Jahr kamen alle Jungen schon in der ersten Schlechtwetterperiode
ums Leben (vermutlich war es daraufhin "Hansi", der im Wilhelmsdorfer
Nest für Aufruhr sorgte, welcher zum Tod auch der beiden Wilhelmsdorfer
Jungstörche führte).
Den Riedhausener Störchen ist kein Glück beschert. Irgenwie
ist bei ihnen der Wurm drin, denn sie sitzen schon seit ca. 17. März
auf vermutlich unbefruchteten Eiern. Hoffen wir, dass sie wenigstens die
Wilhelmsdorfer Störche dieses Jahr
unbehelligt lassen.
2002: Storchpaar dasselbe
wie im letzten Jahr, das Männchen (in Riedhausen unter dem Namen
"Hansi" bekannt) überwintert in Riedhausen und wird dort
gefüttert.
geboren 1985 in Österreich
in Hohenems / Vorarlberg,
geboren 1998 in Salem-Affenberg (FN).
Ein Mitte Februar erschienenes 3-jähriges Weibchen, das 2001 in Untersulmetingen
brütete, wurde von der Mitte März angekommenen "Platzhalterin"
vertrieben.
Im Juli 1998 wurde die frühere Partnerin von
"Hansi" überfahren. "Hansi" wird daraufhin etwas
unstet und kontrolliert 2 Nester (Riedhausen und Wilhelmsdorf),
brütet selbst einmal im einen, dann im anderen und verhindert 2 Jahre
lang die Brut im Nachbarnest.
2002 schlüpfen 3 Junge, die in der Schlechtwetterperiode Anfang Mai
starben.
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