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Die Störche Oberschwabens |
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Föhrenried
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| 2011: Ob es dieses Jahr im Föhrenried endlich einmal klappt und junge Störche zum Ausflug kommen? Das Weibchen, 2008 geboren in Zwiefaltendorf, hat sich durch den Misserfolg im letzten Jahr, der teilweise auch auf das Konto der Schafskälte ging, nicht von diesem Horst abschrecken lassen. Ihr Partner war da etwas anders gestrickt und versuchte in Aulendorf Fuß zu fassen, was ihm aber letztendlich nicht gelang (er erschien bereits zwei Tage vor der Besetzung des Föhrenrieder Nestes in Aulendorf, war vom Föhrenrieder Horst also nicht etwa vertrieben worden). Juni: Endlich scheint im Föhrenried die Jungenaufzucht einmal zu gelingen: Erstmals haben kleine Störche das Beringungsalter erreicht. Die beiden Altstörche ließen es diesmal auch etwas gemächlicher angehen und bekamen nur zwei Junge, die sie bisher einwandfrei durchbrachten. Beide Jungstörche hatten bei der Beringung im Alter von fünf Wochen beinahe Optimalgewicht und waren auch im Übrigen gut entwickelt. Der obere Stamm der Pappel, auf der der Horst angebracht ist, ist mittlerweile etwas brüchig, so dass eine Besteigung zu gefährlich ist. Für die Beringung wurde deshalb eine Hebebühne organisiert, mit der am selben Tag auch die Horste in Staig und am Preußenhäusle angefahren wurden. Die Aktion, bei der übrigens auch immer gefährlicher Müll wie Plastikabfälle und Schnüre aus den Horsten entfernt werden, konnte dankenswerterweise mit Spenden der Gemeinde Fronreute, des BUND Ravensburg und des BUND Schenkenwald finanziert werden. Der Horst im Föhrenried muss nach Abzug der Störche auf einen neuen Pfahl umgesetzt werden, die Jungstörche im nächsten Jahr könnten sonst bei Sturm eine böse Überraschung erleben. Anfang August: Die Föhrenrieder Jungstörche haben ihre Nestlingszeit diesmal gut überstanden. Um den 10. Juli verließen sie erstmals ihren Horst und drehten ein paar Flugrunden. Jetzt sind sie sicher geübt genug, so dass sie das große Wagnis auf sich nehmen können, ihren ersten Zug in den Süden. Ob wir sie in ein paar Jahren in Oberschwaben wiedersehen? 2010: Nachdem im
letzten Jahr ein schreckliches Unwetter den Wald hinter dem Baumhorst
quasi abrasierte und sämtliche Junge im Föhrenrieder
Horst umgekommen waren, und nachdem sich die Altstörche daraufhin
einen Zweithorst in Staig bauten, war eine weitere
Besetzung des Horstes durch Störche im Jahr 2010 ungewiss. Tatsächlich
nahmen die letztjährigen Föhrenrieder Störche den Horst
im Ried im Frühjahr 2010 nicht mehr an, das heißt: das Föhrenrieder
Männchen zog nach Staig um, seine Gattin "„Antonia" ist
im Frühjahr dagegen überhaupt nicht aufgetaucht. Juni: Einen Monat später war es dann soweit. Es gab Storchen-Nachwuchs im Föhrenried. Die noch unerfahrenen Eltern lassen es erstmal etwas langsam angehen: Zwei Junge haben sie zu versorgen. Bei der letzten Horstkontrolle am 25. Mai ging es den beiden (den Umständen entsprechend) noch gut, sie wurden gerade gefüttert. Juli: Auch die Föhrenrieder hatten als Spätbrüter
ziemliches Pech. Der Tod des ersten Jungen in den ersten Junitagen ist
der Unerfahrenheit der beiden Störche zuzuschreiben, die die noch
kleinen Jungen nicht genügend vor Regen und Kälte schützten.
Das zweite Junge starb jedoch bei der Schafskälte in einem Alter,
in dem Storchenjunge wegen ihrer Größe generell nur noch selten
von den Eltern bedeckt werden, mangels ausreichenden Gefieders aber noch
durchaus empfindlich gegenüber Nässe und Kälte sind. Dieses
Schicksal traf alle Jungstörche Oberschwabens, die wie die Föhrenrieder
Jungen zur Zeit der diesmal sehr harten Schafskälte gerade vier
bis fünf Wochen alt waren. 2009: Anfang März
war der Horst im Ried zunächst noch unbesetzt,
doch dann entschied sich das letztjährige, 2006 in Ertingen geborene
Brutmännchen A5328 nach einem heftigen Flirt in Altshausen und
einer Stippvisite in Fronhofen doch wieder für seinen
alten Horst. Allerdings gesellte sich nicht seine vorjährige Unberingte
zu ihm, sondern eine Störchin, die als "Antonia" bei
den Aulendorfer und Bad
Waldseer Bürgern bekannt ist. Die in Aulendorf überwinternde
"Antonia" hatte
zwei durch Krähen vereitelte Brutversuche in Aulendorf hinter sich
als sie 2007 schließlich nach Bad Waldsee umzog und die vom Zug
zurückkommende Bad Waldseer Störchin "Laura" nicht
mehr auf ihren Horst ließ. Sie hatte jedoch auch in Bad Waldsee
kein Glück, denn ihre erste Brut ging an Unterernährung zugrunde,
und 2008 kam ihr Männchen ums Leben, worauf die Jungen vom Horst
geholt werden mussten. Bald darauf wurde sie von zwei offensichtlich
schwulen Männchen dann auch noch vom Bad
Waldseer Horst vertrieben.
Jetzt ist sie also im Föhrenried, in unmittelbarer
Nachbarschaft von "Laura" übrigens, die seit 2007 in
Mochenwangen-Preußenhäusle siedelt. Anfang April hat man im
Föhrenried mit dem Brutgeschäft begonnen. Juli: Die Föhrenrieder Altstörche haben sich inzwischen andere Beschäftigungen gesucht: Sie stören ab und zu am Preussenhäusler Horst bei Mochenwangen und bauen sich eine Zweitwohnung im Nachbarort Staig auf einem Niederspannungsmast mitten im Dorf. Wo sie wohl nächtes Jahr brüten werden? 2008: Schon im letzten Sommer hielten sich regelmäßig
zwei Störche – ein Schweizer und ein Unberingter (der Unberingte
kleiner, also vermutlich das Weibchen) - auf den Wiesen um den neu errichteten
Horst im Föhrenried auf. Es war zu vermuten, dass in diesem Jahr
hier gebrütet würde. Und tatsächlich haben sich Störche
auf dem Horst niedergelassen. Die Störchin ist unberingt, vermutlich
die Störchin vom letzten Jahr. Das Männchen ist jedoch ein
anderes. Es stammt aus Oberschwaben und wurde im Jahr 2006 in Ertingen geboren. Mit der Brut ließen sie sich erstmal etwas Zeit, man musste
sich ja noch gut kennenlernen, aber seit Mitte April sitzen sie nun abwechselnd
auf einem Gelege. |