Die Störche Oberschwabens



Altmannshofen



2024:  Alles beim Alten auf der Kirche. es brüten wieder der Langenauer und die Storchendame aus Kißlegg. Das erste Ei wurde um den 1. April ins Nest gelegt.
Wieviele Jungvögel auf der Kirche schlüpften, wissen wir nicht, denn die Nestkuhle war anfangs schlecht einsehbar. Dem Verhalten der Altstörche nach zu urteilen, gab es jedoch Anfang Mai eindeutig Jungvögel im Nest. Bei der nächsten Horstbeobachtung am 28. Mai war das Nest jedoch leer. Die Altstörche waren zwar noch da, versorgten jedoch keine Jungvögel mehr. Ab und zu wurde das Kirchennest vom Brutmännchen des Mobilfunkmastes angeflogen, der offensichtlich Äste vom Kirchennest für sein eigenes Nest klaute.

Anfang April oder etwas früher begannen auch die Störche des Mobilfunkmastes mit der Brut. Der Storchenmann ist wieder der mittlerweile knapp siebenjährige aus Ebenweiler, die Ringablesung der Störchin gelang noch nicht. Möglicherweise ist es eine andere als im letzten Jahr.
Der Ebenweiler ist doch wieder wie im Vorjahr mit der Störchin von der Baar, dem Storchenweibchen aus Neudingen, verbandelt. Aus ihrem Gelege schlüpften zwei Jungstörche, von denen am 28. Mai noch einer lebte. Die tagelange Schlechtwetterperiode mit ununterbrochenem Starkregen Ende Mai/Anfang Juni überstand jedoch auch dieser nicht.

2023:  Auf der Kirche in Altmannshofen residiert wieder das altbekannte Paar, der Storch aus Langenau zusammen mit der Störchin aus Kißlegg. Seit Ende März wird gebrütet.
So ziemlich zum gleichen Zeitpunkt begannen auch die Adebare auf dem Mobilfunkmast mit der Eiablage. Auch hier ist zumindest das Männchen dasselbe wie letztes Jahr, das Weibchen wurde noch nicht eindeutig identifiziert.

Juni: Auch die Storchendame des Mobilfunkmastes ist dieselbe wie im Jahr zuvor. Es ist das Weibchen aus Neudingen auf der Baar.
Und dieses Jahr hat es endlich mal mit Nachwuchs in beiden Nestern geklappt. Auf der Kirche wurden drei Junge groß, auf dem Mobilfunkmast sieht man zwei inzwischen große Jungstörche. Auf Mast und Kirchendach üben sie nun um die Wette, wer wagt wohl als erstes den Sprung ins Ungewisse?

2022:  Auf der Kirche in Altmannshofen ist alles wie gehabt. Es brüten wieder der mittlerweile knapp Sechsjährige aus Langenau zusammen mit der etwas älteren Storchendame aus Kißlegg.
Auch auf dem Moblifunkmast tut sich wieder etwas. Nach entsprechendem Hinweis auf den rechtlichen Schutz von Brutstätten streng geschützter Vogelarten wurde diesen Winter das Nest dort belassen, weshalb es die Störche dieses Jahr etwas einfacher hatten und etwas früher mit der Brut beginnen konnten. Das Männchen ist auch hier wieder dasselbe wie letztes Jahr, der mittlerweile knapp Fünfjährige aus Ebenweiler, seine Gattin trägt allerdings diese Saison einen Ring. Tatsächlich ist es seine Verflossene, mit der er 2020 hier schon mal sein Glück versuchte und die sich nach kurzem Techtelmechtel mit ihm auf dem Feuerwehrturm in Leutkirch im Frühjahr 2021 aber dann nach Isny auf einen Bergahorn zur Brut verzogen hatte. Dort hatte sie aber auch nicht mehr Erfolg als 2020 in Altmannshofen und so ist sie jetzt erstaunlicherweise zu ihrem Ebenweilerer auf dem Mobilfunkmast zurückgekehrt. Ob es diesmal endlich klappt?

25. Juni 2022: Das Storchenpaar auf der Kirche kann es dieses Jahr bei der Futtersuche für den Nachwuchs etwas entspannt angehen. Es schlüpfte nämlich Ende April nur ein einziger Jungvogel aus dem Gelege. Dem/Der Kleinen geht es gut, bis zum Jungernflug, dem ersten mutigen Start vom Kirchendach, wird es nicht mehr lange dauern.
Keinen Bruterfolg gab es jedoch wieder auf dem Mobilfunkmast. Zwar waren Ende April, dem Verhalten der Altstörche nach zu urteilen, Jungvögel geschlüpft. Wenige Wochen später gab es aber offensichtlich keinen Nachwuchs mehr im Nest. Was war geschehen? Wir wissen es nicht.

2021:  Das Paar auf der Kirche in Altmannshofen ist seinem Horst treu geblieben.Die Adebare sind wieder der mittlerweile Fünfjährige aus Langenau und die zwei Jahre ältere Störchin aus Kißlegg. Bei der letzten Beobachtung Ende März hatte man noch nicht mit der Brut begonnen. Inzwischen sitzt man aber sicherlich auch hier auf einem Gelege.
Auch auf dem Mobilfunkmast, wo man das Nest im Winter entfernt hatte, hat sich wieder ein Storchenpaar eingefunden und ist mit dem Nestbau beschäftigt. Das Männchen ist derselbe wie im letzten Jahr, der Ebenweiler Storch, 2017 geboren; seine Gattin ist allerdings dieses Jahr eine unberingte Storchendame. Noch am 10. März war er allerdings zusammen mit seiner Letztjährigen (der Störchin von der Baar) auf dem Feuerwehrturm in Leutkirch gesichtet worden, diese hat sich dann aber offensichtlich später anderweitig umgetan.

Juni: Im Horst auf der Kirche schlüpften mindestens drei Jungvögel (ganz genau war es nicht zu sehen). Zwei werden es wohl bis zum Ausflug schaffen.
Auf dem Mobilfunkmast wurde zwar ebenfalls gebrütet. Entweder schlüpfte jedoch aus dem Gelege nichts oder die Jungvögel kamen früh bei der Kältewelle ums Leben, denn am 4. Juni war das Nest leer.

2020: Das letztjährige Altmannshofer Paar – er aus Langenau, sie aus Kißlegg – hat sich wieder auf der Kirche eingefunden und begann, wie es sich gehört, Ende März mit dem Brutgeschäft.
Auch auf dem Mobilfunkmast tut sich wieder etwas, und das Nest sieht dieses Frühjahr sogar recht respektabel aus. Die Horstinhaber sind dieses Mal ein dreijähriger Storch aus Ebenweiler (Nest Ortsmitte) und seine ein Jahr jüngere Gattin aus Neudingen (Nest auf dem Todthof), also von der Baar. Bei der letzten Nestbeobachtung zeigten die beiden noch kein Brutverhalten, aber lange wird es wohl auch hier nicht mehr dauern.

Juni: Auf der Kirche schlüpften vier Jungvögel, von denen drei überlebten (letzte Beobachtung am 19. Juni).
Auch auf dem Mobilfunkmast schlüpften Jungvögel, ihre Anzahl ist jedoch unbekannt (am 25. Mai noch zu klein, Verhalten der Altstörche jedoch eindeutig auf Vorhandensein von Jungvögeln im Nest hinweisend). Bei der Beobachtung am 19. Juni war das Nest jedoch leer. Die Jungvögel waren offensichtlich gestorben.

2019: Obwohl die Störche auf der Kirche in Altmannshofen auch 2018 erfolgreich in der Jungenaufzucht waren – drei Jungstörche flogen aus –, sind die beiden unberingten Brutstörche nicht zurückgekehrt. Oder wurden sie vertrieben? Am 7. März wurde ein zweijähriger Affenberger zusammen mit einem fünfjährigen, in Kißlegg gebürtigen Storch auf dem Nest gesichtet. Der Affenberger verschwand einige Tage darauf nach Isny, der Kißlegger bzw. die Kißleggerin (sie stellte sich später als das Weibchen heraus) blieb und bekam Gesellschaft von einem Storch, welcher im Jahr 2016 in Langenau bei Ulm geboren und beringt wurde. Die beiden verstanden sich anscheinend recht gut, und so machte man sich in den letzten Märztagen daran, ein erstes Ei ins Nest zu legen, und begann kurz darauf mit der Brut.
Das Paar auf der Kirche blieb jedoch nicht allein. Auf einem Mobilfunkmast ganz in der Nähe begann ein zweites Weißstorchpaar, ein Nest zu bauen. Die beiden Störche sind noch nicht endgültig identifiziert, das Männchen stammt sehr wahrscheinlich aus Markdorf und ist drei Jahre alt. Auch dieses Paar hat augenscheinlich – obwohl das Nest noch etwas unfertig aussieht - bereits mit der Brut begonnen.

Mai: Auf der Kirche in Altmannshofen schlüpften um die Monatswende April/Mai  zwei oder drei Storchenküken; so genau konnte man es nicht sehen. Bei der letzten Beobachtung nach der Schlechtwetterperiode lebte immerhin noch mindestens einer der Jungvögel. Das Nest ist immer noch sehr schlecht einsehbar.
Die Störche auf dem Mobilfunkmast verhielten sich ab Mitte Mai recht merkwürdig, ob überhaupt etwas aus dem Gelege geschlüpft war? Vielleicht hatte es hier auch einen Kampf gegeben, denn am 24. Mai waren auf einmal ganz andere Störche auf diesem Nest: ein vierjähriges Storchenmännchen, gebürtig aus der Horst am Preußenhäusle in Fronreute und eine dreijährige Storchendame aus Gutach.

2018: Letztes Jahr hat es ja in Altmannshofen auf der Kirche mit dem Nachwuchs geklappt. Also sind die Störche auch zu einer neuen Brut zurückgekommen. Zwar sind sie unberingt wie im letzten Jahr, also nicht eindeutig identifizierbar, doch ist es sehr wahrscheinlich dasselbe Paar wie im Vorjahr, denn man verstand sich gleich und legte auch Anfang April die ersten Eier ins Nest.

Zwischen Anfang und Mitte Mai schlüpften im Altmannshofer Horst insgesamt vier kleine Störche, von denen es allerdings der kleinste nicht schaffte. Drei Jungstörche flogen aber immerhin erfolgreich aus und werden bald ihre erste Reise in den Süden antreten. Über ihren weiteren Lebensweg werden wir jedoch nur wenig in Erfahrung bringen können, da aus Gründen der schwere Erreichbarkeit des Horstes und der langen Vorlaufzeit wegen der dazu notwendigen Straßensperrung auf ihre Beringung verzichtet wurde.

2017: Die beiden unberingten Störche sind trotz ihres Mißerfolgs im letzten Jahr tatsächlich wieder nach Altmannshofen zurückgekehrt und wollen es noch einmal mit einer Brut versuchen. Einer der beiden, vermutlich das Männchen, erschien schon recht früh, nämlich Ende Februar. Eine Störchin kam ca. eine Woche später, verschwand dann jedoch wieder. Ob es schon seine Angetraute gewesen war? Mitte März jedenfalls stand das Paar schließlich endgültig gemeinsam auf dem Nest, klapperte voller Elan und baute gewissenhaft die Wohnung aus. Man wollte auf jeden Fall dieses Jahr etwas zeitiger mit der Brut dran sein als letztes Jahr, und so waren die ersten Eier auch bereits Anfang April gelegt. Hoffentlich klappt es diesmal besser und Petrus ist ihnen gnädiger gestimmt.

Juli: In den ersten Maitagen wurde es auf dem Kirchendach plötzlich sehr lebendig. Drei kleine Störchlein schlüpften im Storchennest. Zwar war es in ihren ersten Lebenstagen noch recht kalt und zeitweise regnete es, aber da sie noch recht klein waren, konnten die Eltern sie noch gut schützen. Bald wurde das Wetter besser, die Altstörche sammelten auf den umliegenden Wiesen fleißig Futter und die Drei wuchsen prächtig heran. Im Nest wird schon seit geraumer Zeit die Flugmuskulatur trainiert, die Sprünge werden immer höher und bald wird sich wohl der erste mutig vom Kirchturm wagen.

Wie ihre Eltern werden die Altmannshofer Jungstörche allerdings dieses Jahr ohne Personalausweis bleiben, denn das Erreichen des Nestes stellte sich als ziemlich schwierig heraus, und so konnte die Beringung nicht mehr rechtzeitig organisiert werden. Eine Beringung nach der sechsten Lebenswoche wäre in diesem Fall riskant, da das Nest nur direkt von unten angefahren werden kann, und die Jungstörche dann unter Umständen vom Nest springen würden.


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