Die Störche Oberschwabens


Altmannshofen



2017: Die beiden unberingten Störche sind trotz ihres Mißerfolgs im letzten Jahr tatsächlich wieder nach Altmannshofen zurückgekehrt und wollen es noch einmal mit einer Brut versuchen. Einer der beiden, vermutlich das Männchen, erschien schon recht früh, nämlich Ende Februar. Eine Störchin kam ca. eine Woche später, verschwand dann jedoch wieder. Ob es schon seine Angetraute gewesen war? Mitte März jedenfalls stand das Paar schließlich endgültig gemeinsam auf dem Nest, klapperte voller Elan und baute gewissenhaft die Wohnung aus. Man wollte auf jeden Fall dieses Jahr etwas zeitiger mit der Brut dran sein als letztes Jahr, und so waren die ersten Eier auch bereits Anfang April gelegt. Hoffentlich klappt es diesmal besser und Petrus ist ihnen gnädiger gestimmt.

Juli: In den ersten Maitagen wurde es auf dem Kirchendach plötzlich sehr lebendig. Drei kleine Störchlein schlüpften im Storchennest. Zwar war es in ihren ersten Lebenstagen noch recht kalt und zeitweise regnete es, aber da sie noch recht klein waren, konnten die Eltern sie noch gut schützen. Bald wurde das Wetter besser, die Altstörche sammelten auf den umliegenden Wiesen fleißig Futter und die Drei wuchsen prächtig heran. Im Nest wird schon seit geraumer Zeit die Flugmuskulatur trainiert, die Sprünge werden immer höher und bald wird sich wohl der erste mutig vom Kirchturm wagen.

Wie ihre Eltern werden die Altmannshofer Jungstörche allerdings dieses Jahr ohne Personalausweis bleiben, denn das Erreichen des Nestes stellte sich als ziemlich schwierig heraus, und so konnte die Beringung nicht mehr rechtzeitig organisiert werden. Eine Beringung nach der sechsten Lebenswoche wäre in diesem Fall riskant, da das Nest nur direkt von unten angefahren werden kann, und die Jungstörche dann unter Umständen vom Nest springen würden.


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