| 2011: Unermüdlich sind sie, unsere alten Eimühler (er 26, sie 28 Jahre alt). Schon am 1. April setzten sie sich abwechselnd auf ein Gelege, aus dem dieses Mal hoffentlich wieder etwas schlüpfen wird. Man kann jedoch beobachten, dass es mit der Paarung nicht mehr so richtig klappt, vielleicht wurde deshalb letztes Jahr vergeblich gebrütet. Auch bei den uns bekannten alten ehemaligen Riedlingern begann der dauerhaft schlechte Bruterfolg etwa in diesem Alter.
Juni: Immerhin ein Junges ist an der Eimühle dieses Jahr geschlüpft. Am 5. Mai pellte es sich aus dem Ei. Im Alter von drei Wochen bekam es Gesellschaft von zwei weiteren kleinen Störchen, die als Pensionsgäste aus dem Ölkofener Nest in den Eimühler Horst gesetzt wurden. Die Eimühler Storcheneltern nahmen die Adoptivkinder sofort an und fütterten sie eifrig zusammen mit ihrem eigenen Nachwuchs. Man hatte sogar fast den Eindruck, die Altstörche würden sich über das endlich wieder einmal volle Haus und die damit verbundenen Aufgaben freuen. Die kleinen Ölkofener, deren Papa verschollen ist, haben damit gute Chancen, ihr Ausflugsalter zu erreichen.
Als man die Kleinen aus Ölkofen in das Eimühler Nest setzte, wurden übrigens noch vier Eier im Nest entdeckt. Das Eimühler Weibchen hatte also fünf Eier gelegt, von denen vier jedoch nicht befruchtet waren.
Anfang August: Alle Eimühler, das Eimühler Einzelkind und seine beiden Adoptivgeschwister, haben das Ausflugsalter erreicht. Der gebürtige Eimühler wagte am 7. Juli seinen Jungfernflug, die beiden Ölkofener waren zunächst etwas zögerlich, folgten aber vier Tage später. Zur Zeit ist richtig was los auf den Eimühler Wiesen, denn auch die Jungstörche von Einhart und Levertsweiler verköstigen sich jetzt dort, vermutlich ist auch schon der eine oder andere Jungstorch von "auswärts" dabei. Es wird aber nicht mehr lange dauern, da wird es wieder ruhig um die Eimühler Storcheneltern werden. Wahrscheinlich schon bei der nächsten stabilen Wetterlage werden sämtliche Jungstörche Lebewohl sagen, und ab geht's in den Süden.
Am 2. August ereignete sich übrigens etwas ganz Erstaunliches: Ein junger Schwarzstorch hatte sich in die Werkstatt der Töpferei verirrt! Als die Hemberles ihre Werkstatt betraten und ihn entdeckten (und sofort sämtliche Türen, Fenster und Luken öffneten), wurde der Vogel selbstverständlich sehr aufgeregt, flog in Panik hin und her, bis er schließlich den Weg ins Freie fand. Es grenzt nicht nur an ein Wunder, einen Schwarzstorch bei sich begrüßen zu dürfen, sondern auch, dass dabei nicht zumindest die Hälfte der überall herumstehenden, mit Liebe produzierten Töpferware zu Bruch ging. Tatsächlich kam kein einziges der wertvollen Stücke zu Schaden!
2010: Sie sind zwar noch nicht ganz so alt wie
die Riedlinger, einige Jahre haben sie aber mittlerweile schon auf
dem Buckel: der Eimühler
Storchenmann ist mittlerweile 25 Jahre alt, sie zählt 27 Lenze.
Letzes Jahr ließ man sich mit der Brut ja ziemlich viel Zeit, dieses
Jahr wird die Sache aber wieder etwas rasanter angegangen, denn immerhin
schon Anfang April saßen die beiden auf ihren Eiern. Sie lassen sich
also nicht unterkriegen, die beiden. Hoffentlich haben sie diesmal etwas
mehr Glück mit dem Wetter, damit ihr Bemühen auch belohnt wird. ´
Juni: Wahrscheinlich macht sich nun doch das Alter der Eimühler
Störche bemerkbar. Die produktivste Zeit scheint vorüber zu
sein. Denn aus dem Gelege schlüpften keine Jungen. Das bedeutet
allerdings nicht, dass in den nächsten Jahren kein Nachwuchs mehr
an der Eimühle zu erwarten ist, denn auch bei den alten Riedlingern klappte es dann hin und wieder doch nochmal.
2009: Unser alteingesessenes Eimühler Brutpaar lässt sich
dieses Jahr etwas Zeit. Vielleicht ist ihnen die lang anhaltende Kälte
in diesem Frühjahr in die nicht mehr ganz jungen Knochen gefahren.
Gewöhnlich sitzen die Eimühler ja schon Ende März auf
den Eiern. Dieses Jahr war es allerdings fast Mitte April, als man mit
der Brut begann.
Der Schlupf der ersten Jungen stand allerdings nicht
unter einem guten Stern. Die ersten beiden Küken waren gerade mal einen oder zwei Tage alt, als
ein heftiges Unwetter im Ostrachtal niederging, welches sie nicht überstanden.
Anscheinend waren aber noch Eier im Nest, da weiterhin gebrütet wurde.
Aus dem restlichen Gelege schlüpfte jedoch nichts mehr. Entweder
macht sich nun doch das Alter des Paares bemerkbar, und die Eier waren nicht
befruchtet (kommt aber auch bei jüngeren Störchen durchaus vor),
oder aber sie waren bei der wie aus Kübeln geschütteten Regenmenge
im Wasser gelegen und ausgekühlt.
Jedenfalls wird es an der Eimühle dieses Jahr wie schon vor zwei Jahren
keinen Storchennachwuchs geben. Die Altstörche sind seit kurzem wieder
zusammen auf den Wiesen unterwegs. Bei der letzten Beobachtung standen
sie dort untätig herum, das Weibchen setzte sich auf eine gemähte
Wiese, und beide machten einen etwas lustlosen und deprimierten Eindruck.
2008: Auch in diesem Jahr brüten die Störche der Töpferei
Eimühle, die dort auch den Winter verbringen, wieder seit Ende März.
Der Horst wurde im Winter für die schon etwas angegrauten Herrschaften
(er nun 23, sie 25 Jahre alt) frisch hergerichtet. Ob´s in der
frisch renovierten Wohnung dieses Mal wieder besser klappt? Denn – wie
schon gesagt – man zählt nicht mehr zu den Jüngsten.
Juni: Das Alter scheint den Eimühler Störchen noch nichts anzuhaben,
denn sie betreuen tatsächlich in diesem Frühjahr wie auch oft in
den Jahren zuvor wieder vier Junge. Alle sind gut entwickelt und konnten
am 4. Juni beringt werden.
Juli: Obwohl sie sich schon einen Monat später, nämlich am
4. Juli, zu ihrem ersten Jungfernflug vom Nest wagten, scheint es den
Eimühler Jungstörchen doch zu gut im Ostrachtal zu gefallen,
um jetzt schon ihren Geburtsort zu verlassen. Gegen Ende Juli versammelten
sich in Nähe der Töpferei bereits die ersten Jungstorch-Trupps,
und einige der schon recht früh ausgeflogenen Jungstörche rund
ums Pfrunger-Burgweiler-Ried schlossen sich ihnen an; die Eimühler
Jungen waren aber anscheinend noch nicht so recht in Urlaubsstimmung,
Familienleben ist noch angesagt.
Lange wird es sie aber nicht mehr halten, denn ganz im Gegensatz zu ihren
Eltern, die sich den Herbst und Winter über wieder an der Eimühle
ausruhen und von den elterlichen Strapazen erholen werden, wollen sie
bald etwas von der großen weiten Welt sehen.
2007: Wie in den Jahren zuvor gehören die im Ostrachtal überwinternden
Störche auf der Scheune der Töpferei Eimühle wieder zu
den ersten, die mit dem Brutgeschäft begannen. Seit Ende März,
also ähnlich wie im letzten Jahr, sitzen sie auf ihren Eiern.
Juni: Vielleicht kommen die beiden Eimühler Störche
nun doch langsam in die Jahre: Sie ist immerhin nun schon 24 Jahre, er
22 Jahre alt. Jedenfalls wollte in diesem Frühjahr aus dem Gelege
kein Junges schlüpfen. Das heißt jedoch lange nicht, dass
es im nächsten
Jahr nicht wieder klappen kann (siehe bei den Riedlinger Störchen).
Möglicherweise ist den beiden ja auch nur ihr Gelege in den kalten
Märztagen erfroren. Warten wir's ab.
2006: Die Eimühler Störche haben nun auch schon einige
Jährchen auf dem Buckel: das Männchen zählt mittlerweile
21, das Weibchen 23 Lenze. Da sie keinen kräftezehrenden Zug in
den Süden unternehmen, sondern bei der Töpferei überwintern,
könnten sie durchaus noch weitere 10 Jahre dem Brutgeschäft
auf der Scheune der Eimühle nachgehen.
Sie gehören wieder zu
den ersten: seit ca. 28. März sitzen sie
auf ihrem Gelege.
Juni: Möglicherweise sind den Eimühler Störchen
Anfang April einige Eier erfroren (wir erinnern uns: es schneite noch
zu dieser Zeit), denn es schlüpften hier nur 2 Junge. Die Beiden
wurden allerdings gut über die nass-kalten Tage im Mai gebracht
und konnten am 9. Juni beringt werden. Sie erweisen sich als echte "Brummer",
denn sie brachten beide über 3 kg auf die Waage.
Exakt zwei Monate brauchte der Eimühler Nachwuchs
vom Schlupf bis zu seinem ersten Flug über Wiesen und Felder. Bald
werden die Beiden von ihren Eltern Abschied nehmen, möglicherweise
schon, wenn der nächste größere Trupp Jungstörche über
ihren Horst dahinzieht. Dann packt sie das Reisefieber und es hält
sie nichts mehr auf: ab geht es in den sonnigen Süden. Die Eltern
nehmen dann wieder ein geruhsames Leben bei der Eimühle auf, das
Reisefieber liegt ihnen fern, sie überwintern hier.
2005: Ähnlich
wie im letzten Jahr haben die Eimühler Störche, die hier auch
den Winter verbringen, um den 23./24. März mit der Brut begonnen.
Im letzten Jahr wurden an der Töpferei 4 Junge großgezogen.
Das Nesthäkchen, das sich lange nicht vom Nest traute (als ob er
es geahnt hätte), lag zwei Tage nach seinem ersten Ausflug jedoch
tot im Horst. Er wurde geborgen und zur tierärztlichen Untersuchung
gebracht, bei der man die Rotlauf-Krankheit festgestellte. Der Erreger
befällt gelegentlich Schweine und nur selten Geflügel. Der Jungstorch
muß sich gleich bei seinem ersten Ausflug damit infiziert haben.
Juni: In diesem Jahr schlüpften an der Eimühle
jedoch nur zwei Junge. Möglicherweise hat ein Teil des Geleges zuviel
Kälte abbekommen, zwei zerbrochene Eier wurden später am Fuß
der Scheune gefunden. Leider überstand von den beiden dann schließlich
nur einer die stürmische Kälteperiode Anfang Mai. So konnte
am 7. Mai nur ein Jungstorch an der Eimühle beringt werden. Dieser
hat jetzt allerdings seine kritische Zeit überstanden.
August: Schon am 2. Juli verließ der Eimühler Jungstorch erstmals
das Nest – vermutlich war es ihm dort oben als Einzelstorchenkind
mittlerweile zu einsam - und gesellte sich zu seinen Eltern auf die Wiesen
im Ostrachtal. Wenn Jungstorch-Trupps das Ostrachtal überfliegen,
sich dort sammeln und wieder abziehen, wird er wohl mitfliegen.

2004: Die Eimühler
Störche sind alte Bekannte. Sie verbrachten wie immer den Winter
bei der Töpferei, wo sich Herr Hemberle um ihr leibliches Wohl kümmert.
Die Eimühler Störche gehören meist zu den ersten oberschwäbischen
Störchen, wenn es um das Brutgeschäft geht; und so sitzen sie
schon seit ungefähr 25. März abwechselnd im Nest und bebrüten
ihre Eier.
Leider gibt es auch noch eine schlechte Nachricht:
Von den 4 letztjährigen Eimühler Jungstörchen kam einer
– der kräftigste – am 4. August letztes Jahr an einem
Strommast beim Lindenhof im Pfrunger-Burgweiler-Ried ums Leben. Der Mast
trägt sogenannte Büschelabweiser und gilt somit als gesichert.
Der noch unerfahrene Storch sah die Büschelabweiser vermutlich zu
spät und gewann nicht mehr rechtzeitig an Höhe. Die Tauglichkeit
dieser Vogelschutz-Maßnahme muss stark in Zweifel gezogen werden,
zumal wenig später noch ein weiterer, in Salem geborener Jungstorch
bei Riedhausen an einem ähnlich „gesicherten“ Mittelspannungsmast
verunglückte.
In diesem Jahr schlüpften die ersten Eimühler Jungstörche
am 28. April; als der letzte geschüpft war, waren es vier. Dem Quartett
geht es ausgezeichnet, auch das scheußliche Wetter Anfang Mai konnte
ihnen nichts anhaben, da sie von ihren Eltern sorgfältig trocken
und warm gehalten wurden.
Juli: Am 3. Juni konnten alle vier Eimühler Jungstörche beringt
werden. Trotz einiger Besuche durch Fremdstörche – am 17. Mai
flog ein ganzes Dutzend über dem Eimühler Horst - , denen die
Eimühler Eltern jedoch keine Gelegenheit zur Attacke gaben, wuchsen
die Jungen gut heran. Am 5. Juli trauten sich die älteren drei das
erstemal von ihrem Nest, nur das Nesthäkchen muss für seinen
ersten Ausflug anscheinend noch etwas Mut sammeln.
2003: Wie in den Jahren
zuvor haben die Eimühler Störche auch diesen Winter wieder bei
der Töpferei verbracht, wo sie regelmäßig mit Eintagsküken
gefüttert wurden.
Trotz des wunderschönen warmen Frühlingswetters ließen
sie sich dieses mal mit der Brut jedoch etwas mehr Zeit, sie begannen
damit eine Woche später als im letzten Jahr. Ob sie wohl geahnt haben,
dass der Winter noch nicht ganz vorbei ist?
Pünktlich zum 1. Mai bei allerschönstem Frühlingswetter
begannen die Eimühler Jungstörche, sich aus den Eiern zu schälen.
Die vier Jungstörche machen einen munteren Eindruck.
Am 4. Juni wurden sie zusammen mit den Ostrachern
gewogen, vermessen und beringt. Mit Ausnahme des Jüngsten, das auch
lange Zeit unentdeckt blieb, waren die Nestlinge zum Zeitpunkt der Beringung
sehr kräftig. Sie wurden demensprechend schon früh flügge:
Bereits am 1. Juli machten alle 4 Jungstörche ihren ersten Ausflug
vom Horst, und es ist ein wunderschöner Anblick, sie zusammen mit
ihren Eltern über dem Ostrachtal kreisen zu sehen.
2002: Storchpaar dasselbe wie letztes Jahr (es
sind sogenannte Projektstörche, die an der Eimühle überwintern
und dort gefüttert werden):
1985 geboren in Möggingen
(KN), 1983 geboren in
CH-Altreu (SO).
Geschlüpft waren 3 Junge (Schlupfbeginn 24. April), die auch alle
beringt wurden; eines der Jungen fehlt allerdings seit dem 1. Juli, es
war vermutlich flügge geworden und wurde bei seinem ersten Ausflug
von einem Fuchs erbeutet.
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