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Die Störche Oberschwabens |
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Gögglingen
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| 2011: Als alle schon fast dachten, daß das Gögglinger Nest dieses Jahr unbesetzt bleiben würde und die Kamera am Nest keine Storchenbilder auf die Laptops und PC´s der Welt schicken würde geschah es: Am 7. April schwebte ein unberingter Storch in Gögglingen ein und ließ sich auf dem dortigen Nest nieder. Ein paar Tage später gesellte sich ein weiterer Storch hinzu und schon acht rekordverdächtige Tage später am 15. April lag das erste Ei im Nest. Das Paar ist im Begriff dem Ulmer Spatz den Rang abzulaufen. Juni: Nach etwas mehr als 35 Tagen Gesamtbrutzeit saßen am 24. Mai fünf frische Gögglinger im Nest. Für zwei Küken dauerte der Kampf ums Dasein allerdings nur wenige Tage. Durch ihr Ableben vergrößerte sich jedoch für die übriggebliebenen Nestlinge die Chance aufs Überleben beträchtlich. Jedenfalls posieren die Nestlinge im Halbstarkenalter von inzwischen knapp vier Wochen immer noch als Trio und ziemlich fotogen vor der Kamera. Bleibt zu hoffen, dass der schon länger am Bein verletzte Storchenvater sich weiterhin an der Aufzucht beteiligen kann. Am 22. Juni wurden bei der Beringung nur noch zwei lebende Nestlinge angetroffen. Die schickten sich in den ersten Augusttagen an, den Gögglinger Himmel mit eigenem Flügelschlag für sich zu erobern. 2010: Auf dem Gögglinger Nest trafen auch dieses Jahr wieder relativ spät Störche ein – erst am 26. März war das Nest von zwei beringten Adebaren besetzt. Ein paar Tage später musste einer dieser Ringstörche das Feld für einen unberingten Storch räumen. Im Gegensatz zum letzten Jahr ist heuer das Männchen unberingt und das Weibchen beringt. Das Weibchen kommt aus Oggelshausen am Federsee und ist dort 2008 geschlüpft. Für Furore sorgte ihr gleichaltriger Bruder, der sich in diesem Jahr kurzfristig mit einer 36-jährigen Störchin in Riedlingen zusammen tat. Juni: Brutbeginn war in Gögglingen, wie die dortige ans Internet angeschlossene Kamera eindeutig zeigte, Mitte April. Vier Eier wurden gelegt. Der Schlupf der ersten Nestlinge wäre Mitte Mai gewesen. Doch daraus wurde nichts. Anfang Juni sassen die Gögglinger Störche immer noch auf zu diesem Zeitpunkt nur noch aus zwei Eiern bestehenden Gelege. In Gögglingen wird es dieses Jahr wohl keinen Storchennachwuchs geben. 2009: Abgesehen
von ein paar sporadischen Storchbesuchen blieb das Gögglinger
Nest dieses Jahr im zeitigen Frühjahr relativ lange
leer. Ende März stellte sich dann das letztjährige Weibchen
in Begleitung eines in 2005 im oberschwäbischen Beizkofen bei
Mengen geschlüpften Storches ein. Dieser Ringstorch durfte der Störchin
allerdings nicht sehr lange Gesellschaft leisten. Bei einer Nestkontrolle
Anfang April stand dem Weibchen, wie letztes Jahr, ein unberingter Storchenmann
zur Seite. Den heiratete sie dann auch und schenkte ihm fast pünktlich
zu Ostern drei Eier – bis jetzt. Ob sich das Gelege noch vergrößert,
lässt sich ab dem 19. April "Live" verfolgen über
die auf Initiative von Herrn Arthur Kaifler vom Verein der Zoll-Zillenfahrer
Gögglingen-Donaustetten e.V. am Storchennest installierte
Kamera. Juli: Zum Ende der Aufzuchtzeit wurde es dann nochmals
dramatisch in Gögglingen: Die drei Jungstörche standen noch
im Nest, als die Nachricht vom Tod der Storchenmutter eintraf. Man hatte
sie verletzt gefunden zwischen Gögglingen und Unterweiler. Die Störchin
wurde in die Tierklinik Neuhofer nach Ulm gebracht, wo sie in den Storchenhimmel
einging. 2008: In Gögglingen wird seit
Mitte April gebrütet. Besetzt wurde das im Winter um ein paar Meter
versetzte Nest Ende März von einem unberingten Männchen und
einem aus dem mittelfränkischen Diespeck stammenden, drei Jahre
alten Weibchen. Die oder das in den Jahren 2004, 2006, 2007 und 2008
brütende(n)
Männchen war(en) unberingt. Ob es immer derselbe Storchenmann war,
ist deshalb nicht gesichert. Die in den verschiedenen Jahren jeweils
beringten Weibchen hielten es jedenfalls immer nur ein Jahr in Gögglingen
aus. 2007: Das internationale Flair im Gögglinger Storchennest ist beendet. Die 2006 hier brütende Französin wurde durch eine neue Storchendame abgelöst. Ihre Ringnummer weist sie als Landsmännin aus, die 2002 in Markdorf geschlüpft ist. Das Männchen ist unberingt. Juni: Das Paar gebar Anfang Mai 3 Junge und stopfte die Jungstorchschnäbel erfolgreich bis Ende Mai, wo in der Nacht zum 28. Mai verheerendes Regenwetter mit kühlem und starkem Wind einsetzte und fast den ganzen 29. Mai über anhielt. Mehr als 70% aller oberschwäbischen Storchennestlinge kamen dabei um. Vermutlich kostete diese Wetter auch einem Gögglinger Nestling das Leben, jedenfalls waren ab Ende Mai nur noch 2 Jungstörche im Nest. Am 20. Juli verließen die Überlebenden ihren Horst und übertrafen gleich beim Jungfernflug die Flugstrecke des Schneiders von Ulm um ein Vielfaches. 2006: Hart am Rande von Ulm ließen sich auch dieses Jahr wieder Störche in Gögglingen nieder. Im Gegensatz zum vergangenen Jahr gibt es bereits Anzeichen für einen erfolgreichen Brutbeginn. Eher unwahrscheinlich ist die Annahme, dass die letztes Jahr in Achstetten brütende Französin aus lauter Patriotismus nach Gögglingen umzog, weil sich dort früher mal Napoleon im Gasthof "Ritter" gleich neben dem Storchennest aufhielt. Die Herkunft ihres ringlosen Brutpartners bleibt unbekannt. Juni: Ende Mai schlüpften im Gögglinger Nest drei echte Oberschwaben, von denen zwei zum Sommeranfang am 21. Juni beringt wurden. Die beiden Nestlinge waren deutlich untergewichtig so dass man annehmen muß, dass die Gögglinger Umgebung für einen dritten Nachwuchsstorch möglicherweise zu wenig Nahrung bietet? Bis Mitte Juli, also bis zu einem Alter von etwas mehr als 50 Tagen, waren die Jungstörche in Eintracht auf dem Kaminnest zu beobachten. Kurz darauf war allerdings nur noch ein Vogel des Geschwisterpaares zu sehen, der andere war von dem Moment an spurlos verschwunden. Der Einzelstorch verließ um den 6. Juli zum ersten Mal sein Nest. 2005: In Gögglingen wurden immer mal wieder Störche beobachtet. Zu einer Dauerbesetzung mit brütenden Störchen kam es dieses Jahr allerdings nicht im Ulmer Stadtteil. 2004: Nach dem Hörensagen brüteten in Gögglingen seit Menschengedenken keine Weißstörche. Diese Serie endete am 20. April als zwei unberingte Störche sich auf einem außer Betrieb befindenden Schornstein eines Wohnhauses an der Gögglinger Ortsdurchfahrt (bei der Kreuzung nach Einsingen) niederließen. Ziemlich schlampig aber in Windeseile errichtete das Paar auf dem unpräparierten Schornstein sein Nest und schritt Ende April/Anfang Mai zur Brut. Die Küken schlüpften am 31.5. und waren
anfangs zu dritt. Am 7.6. lag ein toter Nestling unter dem Nest auf dem
Wohnhausdach, so dass am 1.7. noch zwei Nestlinge beringt werden konnten.
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