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Die Störche Oberschwabens |
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Schemmerberg
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| 2011: Nestnachbar Herr Müller notierte die Ankunft der beiden Störche am 11. Februar und am 2. März. Es ist dasselbe Brutpaar wie letztes Jahr. Die Eiablage begann Ende März, und Herr Gropper entdeckte vom nahen Kirchturm aus Mitte April ein Gelege mit fünf Eiern im Storchennest. Juni: Am 4. Mai lag dort ein großer, weißer Klumpen aus Daunen und man mußte vom nahen Beobachtungsstandort Kirchturm auch mit Hilfe eines Fernglases schon sehr genau hinsehen, dass es sich dabei um eng zusammen liegende, insgesamt fünf frisch geschlüpfte Storchenküken handelte. Aus dem Quintett war sechs Tage später ein Quartett geworden, das wiederum sechs Tage später auf ein Terzett zusammengeschmolzen war. Dieses Trio hielt mit zeitweiligem Geklapper durch bis zur Beringung Ende Mai. Um den 6. Juli wagten sich die drei das erste Mal zu Rundflügen aus dem Nest. 2010: Die Herkunft des letztjährigen Schemmerberger Brutweibchens ist inzwischen geklärt. "Gnä` Frau" stellen in der oberschwäbischen Brutpopulation die allererste Abordnung aus der Alpenrepublik dar. Dort schälte sie sich bei Linz im Jahre 2006 aus dem Ei. Seit Ende März teilt sich die Österreicherin mit dem seit 2006 in Schemmerberg beheimateten oberschwäbischen Storchenmann aus Mengen das Nest auf dem Kindergarten. Juni: Wie in den Jahren zuvor nahm auch dieses Jahr Herr
Gropper bei der Beobachtung und Dokumentation des Brutverlaufs wieder
eine Schlüsselstellung
im wahrsten Sinne des Wortes ein: Vor jeder Besteigung des nahen Kirchturms
muß er die Alarmanlage ausschalten und anschließend verschiedene
Türen aufschließen. August: Drei Jungstörche wurden am 4. Juni beringt, ein Nestling schaffte es nur bis zu einem Alter von drei Wochen. Um den 13. Juli begann das verbliebene Trio die ersten Runden über Schemmerberg zu drehen. 2009: Mit der Hoffnung
endlich einmal Jungstörche bis zum Ausflug
großzuziehen, startet der Storchenmann nun zum vierten Mal in die
Schemmerberger Brutsaison. Wie jedes Jahr schmückt er sich wieder
mit einer neuen Brutpartnerin. Die Störchin trägt unten am
Fußgelenk einen Ring aus Aluminium. Die dort eingestanzte Nummer
konnte bislang nicht abgelesen werden. Das Nest wurde am 9. März
besetzt, gebrütet wurde seit Anfang April. Juli: Wenn auch ein Küken schon bald nach dem Schlupf verloren ging, so ist es doch als Riesenerfolg zu bezeichnen, dass die Altstörche die übriggebliebenen drei Jungstörche bis zum Ausflug durchfüttern konnten – die erste erfolgreiche Brut in Schemmerberg seit 1999. Der engagierte Natur- und Storchenschützer Karl Rieger, der leider im Frühjahr 2009 viel zu früh verstorben ist, hätte seine helle Freude an diesem Bruterfolg gehabt. 2008: In Schemmerberg hat sich das letztjährige Männchen mit einer neuen Partnerin zusammengetan, die vor zwei Jahren in Ummendorf geschlüpft war. Das letztjährige Weibchen hat dieses Jahr den Neubauhorst in Ersingen bezogen. Aber auch das Männchen machte Anstalten Schemmerberg die Schwanzspitze zu kehren. Anfang April wurde es nämlich beobachtet, wie es auf einem Strommast in Öpfingen versuchte ein Nest zu errichten. Juni: Am 24. Mai entschlüpfte das erste Küken dem 3er-Gelege, ein paar Tage später konnten 3 Küken vom nahe gelegenen Kirchturm aus beobachtet werden. Wenn eines dieser Küken auch eindeutig in seiner Entwicklung hinter seinen beiden Geschwistern zurückgeblieben ist, so besteht doch Hoffnung, dass alle drei bis zum Ausflug von ihren Eltern durchgefüttert werden können. Juli: Aber alles Hoffen und Engagement, besonders von den
Herren Karl Rieger, Siegfried Gropper und Martin Müller, war vergebens.
Auch die vom Kirchengemeinderat zum Schutz der Storchenfamilie extra
auf einen späteren Zeitpunkt verschobene Renovierung des Daches
der nahen Pfarrkirche änderte nichts am traurigen Verlauf der Nestlingsaufzucht:
am 12. Juli waren alle 3 Jungstörche tot. 2007: In Schemmerberg wird heuer ein neuer Brutversuch angegangen, der hoffentlich besser ausgeht, wie der vom letzten Jahr. Anfang März kamen die Störche an. Das Weibchen ist "neu". Ihre Ringnummer konnte inzwischen abgelesen werden und muß noch in der Registratur der Radolfzeller Vogelwarte nachgefragt werden. Das inzwischen 3-jährige Männchen (aus Mengen) dürfte im Gegensatz zum vergangenen Jahr jetzt die erforderliche Brutreife erlangt haben. Juni: Aus den im Schemmerberger Nest erspähten 3 Eiern schlüpfte am 20. Mai das erste Junge, am 22. Mai wurde ein zweites außerhalb des Nestes tot aufgefunden. Bereits am 27. Mai lag das Küken ebenfalls tot im Nest – die Altstörche hatten den Horst beide bereits verlassen. 2006: Die letzte
erfolgreiche Brut fand in Schemmerberg Ende des vergangenen Jahrtausends
statt. Ein Spross dieses zweiköpfigen Nachwuchses
von 1999 brütet seit 2002 in Herbertingen. Nach 5 Jahren storchenloser
Zeit sind die Schemmerberger zumindest für dieses Jahr über
den Berg: Mitte April ließ sich dort wieder ein Storchenpaar nieder
und begann Anfang Mai mit der Brut. |