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Die Störche Oberschwabens |
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Daugendorf |
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Juni: Der Mai war gekommen und kurz darauf schlüpften im Nest auf der Zehntscheuer mindestens zwei Storchenküken, die einmal mehr unter Mithilfe der Mannen Markus und Thomas Steinhardt sowie Stefan Lorencic von der Riedlinger Feuerwehr Anfang Juni beringt wurden. Anfang Juli verließ das Jungstorchpaar zu 100 Prozent das Dachnest der Zehntscheuer zum ersten Mal für kurze Rundflüge. 2010: Etwas unentschlossen wirkte im Hinblick auf die Nestwahl das letztjährige Daugendorfer Brutpaar nach der Rückkehr ins heimische Donautal in der letzten Märzwoche. In die engere Wahl der neuen Heimstatt fielen anfangs die Nester in Zwiefaltendorf, Zell und Daugendorf, die nacheinander und mehrfach von den Störchen ausprobiert wurden. Schließlich entschied man sich für das Daugendorfer Nest, das erst im Februar auf Initiative von Herrn Dr. Kieferle (NABU Riedlingen) runderneuert bzw. ganz neu auf der Zehntscheuer montiert wurde. Das Paar brütet im neuen Nest seit Anfang April. Juni: Nach 61 Jahren verbringen wieder Storchenküken ihre ersten Lebenstage in einem Daugendorfer Nest. Seit den ersten Maitagen sitzt der dreiköpfige stramme Nachwuchs auf dem Dach der Zehntscheuer und scheint sich pudelwohl zu fühlen. August: Die drei konnten am 10. Juni planmäßig beringt werden und waren auch noch eine Woche später zu Dritt im Nest. Ab Anfang Juli war allerdings nur noch ein Jungstorch zu sehen, seine Geschwister waren spurlos verschwunden. Flügelschlagend bereitete sich der junge Einzelstorch gegen Ende Juli noch im Nest stehend auf den ersten Rundflug vor. 2009: "Alljährlich
von 1934 bis 1949 je ein besetzter Horst in Daugendorf", so steht´s
zu lesen in den Aufzeichnungen zur historischen Verbreitung des Weißstorchs
in Württemberg.
Die Aufzeichnungen können ergänzt werden um das Jahr 2009:
Nach 60 Jahren wieder ein besetzter Horst in Daugendorf. Und das kam
so: Ausgangs Winter wurde von Herrn Wolfgang Schröppel und Helfern
in Zell das bisherige Nest auf dem Pfarrhausdach
versetzt und erneuert. Es dauerte nicht lange und schon wurde die neue
Behausung von einem Storchenmann aus dem oberschwäbischen Grasbeuren und
einer Störchin aus
dem nordbadischen Rußheim bezogen. Die beiden ließen es sich
dort erst mal recht gut gehen und es wurde fleißig Hochzeit gefeiert.
Das junge Glück passte aber manchen Artgenossen überhaupt nicht.
Sie griffen das Nest in Zell mitsamt dem Paar mehrmals an, die Neider
konnten jedoch jeweils unerkannt entkommen. Die Folge war, dass das Zeller
Paar Reißaus nahm und sich im benachbarten Daugendorfer Nest niederließ. Dort
brüteten sie seit dem 10 April. |