|
|
||
|
Die Störche Oberschwabens
|
||
|
Zusammenstellung:
Rainer Deschle, Marbach a.d. Lauter und Ute Reinhard, Irndorf |
||
|
|
||
|
Der Weißstorch (Ciconia ciconia) Der Weißstorch ist einer unserer schönsten und imposantesten Vögel. Als einziger Großvogel hat er sich freiwillig dem Menschen angeschlossen. Es verwundert daher nicht, dass sich Menschen schon seit langer Zeit für den Storch interessieren und auch geradezu mythologische Beziehungen zum Storch entwickelten. Man denke zum Beispiel an das Märchen vom Kalif Storch oder an die Mär, wonach der Storch die Kinder bringt, die gern von Eltern übernommen wurde, die gewisse Probleme mit der Aufklärung ihrer Kinder hatten. Das Storchenjahr 2026 April/Mai: Es klappert von Dächern und Masten: Die Störche sind aus ihren Winterurlaub zurückgekehrt, haben schon fleißig an ihren Nestern gebaut – natürlich gibt es auch wieder einige Neubauten – und haben bereits Nachwuchs. Noch sind die meisten Jungvögel klein und können vor den niedrigen Temperaturen der Eisheiligen geschützt werden. Schauen wir mal in die Kinderstuben. Juli:
Das Storchenjahr neigt sich langsam seinem Ende zu, zumindest, was die
Brutzeit in Mitteleuropa angeht, denn für die Störche ist das Jahr
natürlich noch lange nicht vorbei und für die Jungstörche fängt der
spannendste Abschnitt des Jahres jetzt erst an, die große Reise in den
Süden. Aber noch sind sie da, und einige wenige hocken oder stehen noch
im Nest und scheuen sich bisher, den Sprung ins Ungewisse zu wagen.
Trockenheit und Hitze machen ihnen zu schaffen: Nahrung wird kaum noch
ans Nest gebracht, Wasser ebenso, und so sind sie oft unterernährt,
dehydriert und schwach. Aus Verzweiflung fliegen sie dann schließlich
einfach los, obwohl sie dazu nicht wirklich in der Lage sind, irren
dann auf der Straße umher oder landen in Gärten, von wo sie nicht mehr
starten können. Wenn sie Pech haben, verletzen sie sich bei diesem
ersten Flug, knallen bei böigen Winden irgendwo dagegen, kollidieren
mit Fahrzeugen oder Stromleitungen. Entsprechend voll sind die
Auffangstationen und leider musste auch der eine oder andere der
Jungvögel eingeschläfert werden. Hoffen wir, dass diejenigen, die keine
Schwierigkeiten bei ihrem Jungfernflug hatten und die Sorgenkinder, die
wir retten konnten, ihre erste Reise nach Spanien oder Afrika gut
meistern. Wünschen wir ihnen viel Glück, denn das werden sie brauchen. Bitte fliegen Sie niemals mit einer Drohne übers Nest, die Störche sehen die Drohne als gefährlichen Raubvogel und verlassen unter Umständen ihr Gelege oder ihre Jungen (ist schon häufig passiert!). Stellen Sie während der Brutzeit bitte keinen Kran in nächster Nestnähe auf und sorgen Sie bei Bautätigkeiten mit Kran dafür, dass der Kranarm nicht über das Nest schwenkt, denn auch das empfinden die Störche als Bedrohung. Bei geplanten Bautätigkeiten in Nähe des Nestes melden Sie sich bitte rechtzeitig, damit Zeitfenster und Maßnahmen abgesprochen werden können. Danke. Die vergangenen Jahre seit 2004 (Archiv) Fundmeldungen von Störchen, die in Horsten Oberschwabens geboren wurden (Meldungen 2001-2022) Das copyright © für alle Fotos außer den anderweitig namentlich benannten liegt bei Ute Reinhard und Rainer Deschle.
|
Neu 2025: Stand: 01. August 2026 |
|